Prinz Harry: Im Eis gelandet

Aus der Sonne Südafrikas ging es für Prinz Harry in das ewige Eis der Antarktis. Seine Expedition zum Südpol soll erst Ende dieser Woche beginnen, doch das Wetter setzt ihm jetzt schon zu

Die geplante Südpol-Expedition von Prinz Harry steht bislang unter keinem guten Stern: Erst brach sich der britische Thronfolger den Zeh und musste seine Vorbereitungen für die Wanderung durch das ewige Eis unterbrechen. Jetzt drohte das Wetter, ihm einen Strich durch die Rechnung zu machen. Weil in der Antarktis ein Sturm wütete, konnten der Prinz und seine Mitstreiter erst zwei Tage später als geplant in ihr Basislager fliegen. Am Samstag (23. November) kamen sie schließlich in der russischen Forschungsstation Novolazarevskaya an. Die verbliebenen Tage bis zum Start der Expedition am 30. November verbringen die Eis-Wanderer damit, ihre Ausrüstung zu packen und sich an das raue Klima zu gewöhnen. Temperaturen von bis zu minus 45 Grad Celsius sind in der Antarktis keine Seltenheit.

Prinz Harry will mit einem Team von sechs britischen Veteranen in 16 Tagen 335 Kilometer bis zum südlichsten Punkt der Erde zurücklegen. Sie treten gemeinsam gegen zwei Gruppen – eine aus den USA, eine aus Kanada und Australien – an. Diese werden von den Schauspielern Alexander Skarsgard und Dominic West begleitet. Hinter dem Rennen steht die Stiftung "Walking With the Wounded", deren Schirmherr Prinz Harry ist. Die Aktion soll Spenden für verwundete Soldaten und ihre Familien zusammentragen. Die Veteranen, die an der Expedition teilnehmen, sind zum Teil selbst während ihrer Kriegseinsätze schwer verletzt worden, einige sind arm- oder beinamputiert; auch ein Blinder ist unter den Wanderern.

Gemeinsam mit anderen Teilnehmer der Expedition testet Prinz Harry (r.) den Schnee.

Seit März dieses Jahres bereitet sich Prinz Harry gemeinsam mit seinen Teamkollegen auf die Expedition vor, zuletzt verbrachte das Team eine Nacht bei minus 55 Grad Celsius in der Kältekammer. 2011 hatte Harry an einem ähnlichen Marsch zum Nordpol teilgenommen, musste diesen aber wegen der Hochzeit seines Bruder Prinz William frühzeitig abbrechen. Die Landung in der Antarktis habe bei ihm "eine Menge schlechter Erinnerungen" geweckt, wie der Prinz laut einem Bericht von "Sky News" verriet. "Verrückt, wie deine Stimmung in nur sechs Stunden von 'sehr, sehr gut' in 'ziemlich mies' umschlagen kann", sagte der 29-Jährige weiter. Schuld dafür gibt er vor allem dem Wetter: An der Basisstation wurden minus drei Grad Celsius gemessen, der Wind und beständiges Schneetreiben machten sogar eine erste Ski-Übung der Teams zu einer Mammutaufgabe. "Es ist viel schlechter, als der Wetterbericht vorhergesagt hat", erklärte Prinz Harry, der beim Skifahren auf dem glatten Schnee ausrutschte.

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Während des Rennens werden er und seine Mitstreiter täglich etwa zwölf Stunden auf den Skiern sein. Doch dann ist noch lange keine Pause angesagt: Die Teams müssen jeden Abend ihr Zeltlager selbst aufbauen, was unter den widrigen Bedingungen rund zwei Stunden dauern kann. Außer sich selbst müssen die Teilnehmer auch Zelte und Lebensmittel mitschleppen. Auf jeden Teilnehmer kommt laut "dailymail.co.uk" etwa 70 Kilogramm Gepäck, das auf Rucksäcke und Packschlitten verteilt wird.

Wer am Ende der Wanderung, die bis zum 17. Dezember dauern soll, als Sieger hervorgeht, steht für Prinz Harry jetzt schon fest: "Die Frauen und Männer, die mit mir an den Start gehen, haben mehr als einmal bewiesen, wie mutig sie sind. Was sie geleistet haben, um an diesen Punkt zu gelangen, ist außergewöhnlich", sagte er vergangene Woche bei der offiziellen Vorstellung seines Teams in London.

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