Prinz Harry: Royal-Insider: Er hat Meghan Markle im Palast nicht geholfen

Herzogin Meghan behauptet, sie habe von der Royal Family nicht genug Unterstützung erhalten. Buch-Autorin und Aristokratin Lady Colin Campbell ist der Meinung, dass Harry eine Mitschuld an der misslungenen Integration seiner Frau in die britische Monarchie trägt. 

Prinz Harry und Herzogin Meghan im Juni 2018 bei der Geburtstagsparade für die Queen.

Indizien, dass Meghan Markle, 38, nicht für die Rolle einer britischen Herzogin prädestiniert ist, gibt es genug. Sie wächst weder im Königshaus, den elitären Kreisen der britischen High Society noch überhaupt in England auf - sondern als Kind eines Hollywood-Lichtregisseurs und einer Angestellten in den USA. Ehemalige Freunde und Kritiker beschreiben sie als selbstbewusst, ambitioniert, politisch, manipulativ und rücksichtslos. Meghan boxt sich durch und schafft es bis in Fernsehen: Sieben Jahre lang spielt sie in der Anwalts-Serie "Suits" und freundet sich in Kanada, wo die Dreharbeiten stattfinden, mit der Crème de la Crème der Gesellschaft an. In der bürgerlichen Welt gibt es nur eine Person, die Meghans Leben bestimmt: sie selbst.

Für die Royal Family ist Meghan damit die wohl größte Herausforderung seit Lady Diana Spencer. Es sei ihr Unwille, die Regeln der Monarchie zu akzeptieren und Prinz Harrys Unvermögen, Meghan zu bändigen, die im Januar 2020 zum Megxit geführt haben. Das behauptet zumindest Lady Colin Campbell in ihrem Buch "Meghan and Harry: Die Real Story".

Prinz Harry und Herzogin Meghan planten, die Royal Family zu reformieren

Meghan und Harry lernen sich Anfang Juli 2016 bei einem Blind Date kennen, arrangiert von einer gemeinsamen Freundin. "Ich war wunderbar überrascht, als ich in diesen Raum ging und sie sah. Ich dachte, ich muss mich wirklich anstrengen", erinnert sich Harry im Verlobungsinterview mit der BBC an den Moment, als er Meghan das erste Mal sah. Danach geht alles ganz schnell.

Prinz Harry + Meghan Markle

Die Bilder ihrer stürmischen Liebe

6. Mai 2020  Happy Birthday, Archie! Zum ersten Geburtstag von Baby Archie teilt die britische Hilfsorganisation "Save the Children" ein goldiges Video, das Mama Meghan zeigt, wie sie ihrem kleinen Sohn aus dem Buch "Duck! Rabbit!" vorliest. Und gefilmt wird die süße Vorlesestunde von Papa Prinz Harry höchstpersönlich.
7. Januar 2020  Herzogin Meghan und Prinz Harry strahlen überglücklich, als sie das Canada House in London besuchen. Das Paar trifft dort Janice Charette, die kanadische Botschafterin in Großbritannien, um sich für die Gastfreundschaft während ihres Aufenthalts in Kanada zu bedanken. Nur einen Tag später, am 8. Januar 2020, geben Meghan und Harry ihren Ausstieg als Senior-Royals bekannt.
25. Oktober 2019  Prinz Harry begleitet seine Frau Herzogin Meghan zu einer Diskussionsrunde zum Thema Geschlechtergleichheit auf Schloss Windsor. 
Herzogin Meghan und Prinz Harry

101

Bereits nach ihrer der dritten Verabredung hätten die beiden beschlossen, ihre Zukunft gemeinsam zu verbringen und die Welt zu verändern, berichtet Talent-Managerin und Ex-Meghan-Vertraute Gina Nelthorpe-Cown. Für Letzteres scheinen Harry und Meghan die besten Voraussetzungen zu haben: Wer würde ihre Stimme lauter in der Welt widerhallen lassen als eine der mächtigsten und angesehensten Institutionen der Welt - die britische Monarchie? Die Presse und das Volk feiern Meghan als frischen Wind im Palast. Doch der entwickelt sich schnell zu einem Hurrikan - einem Hurrikan Meghan, wie es die Zeitung "The Sun" Monate später formuliert.

Nach der Hochzeit im Mai 2018 hätten sich Harry und Meghan mehr und mehr in ihre eigene Welt zurückgezogen, "ohne darüber nachzudenken oder sich darum zu kümmern, wie sich ihre Handlungen auf ihre Mitarbeiter auswirken", schreibt Lady Campbell in ihrem Buch. Meghan habe Mitarbeiter morgens um 5 Uhr mit SMS bombardiert, sich zunehmend rüde und fordernd verhalten und sogar Queen Elizabeth, 94, während eines Auftritts brüskiert. Hochrangige Mitglieder der Königsfamilie sollen zunehmend verhalten und das Personal zunehmend empört auf Meghan - und auch Harry - reagiert haben. Das Ergebnis: Unzufriedenheit, Missverständnisse, Enttäuschung.

Herzogin Meghan ein Palastschreck?

Sie bombardiert Mitarbeiter mit SMS

Herzogin Meghan
Der ehemalige "Suits"-Star versucht häufiger aus dem royalen Protokoll auszubrechen und sorgt mit ihrem Perfektionismus nicht nur bei Queen Elizabeth für Kopfschütteln.
©Gala

 "Sie [Harry und Meghan] kamen zu dem Schluss, dass jeder in der königlichen Familie, mit Ausnahme der Queen, 'eifersüchtig' auf sie war. Auf ihre Popularität, ihre Starqualität, ihre einzigartigen Talente, die, wenn sie richtig ausgeschöpft werden würden, die Monarchie und die Welt zum Besseren verändern könnten", schreibt Campbell. Dass Harry und Meghan Großes mit der Monarchie planen und traditionelle Strukturen aufbrechen wollen, bestätigen sie öffentlich mit ihrer Rücktrittserklärung als Senior Royals im Januar 2020.

"Nach vielen Monaten des Nachdenkens und der internen Diskussionen haben wir uns dieses Jahr für einen Übergang entschieden, um eine fortschrittliche neue Rolle innerhalb dieser Institution herauszuarbeiten", schreiben Harry und Meghan auf ihrem Instagram-Account und verweisen darauf, die Arbeit für Queen Elizabeth unter finanzieller Selbstständigkeit fortsetzen zu wollen. Dieser Ansatz ist dem Palast zu viel des Fortschrittes: Er beendet die Zusammenarbeit mit dem Paar. Die Tradition, die die Sussexes mit aller Macht modernisieren wollen, hat sie zu Fall gebracht. 

Doch soweit hätte es nicht kommen müssen.

Harry, Meghan, Kate + William

Die Geschichte der britischen Royals in Fotos

Herzogin Meghan, Prinz Harry, Prinz William und Herzogin Catherine, die ehemaligen "Fantastischen Vier" des britischen Königshauses.
Prinz Harry, Herzogin Meghan
25. Dezember 2017  Auf diesen Augenblick haben viele Royal-Fans gewartet: Prinz Harry und Meghan Markle zeigen sich am ersten Weihnachtsfeiertag 2017 zum ersten Mal mit Prinz William und der schwangeren Herzogin Catherine in der Öffentlichkeit. Das Quartett ist auf dem Weg zum Gottesdienst in der St Mary Magdalene Church nahe Sandringham. Die Stimmung: gelöst und entspannt.
Schlagzeilen gibt es nicht nur, weil es der erste Auftritt der Prinzen mit ihren Liebsten ist. Sondern auch, weil Meghan ein besonderes Privileg zuteil wird: Noch vor der Hochzeit mit Harry - und damit vor dem offiziellen Eintritt in die Königsfamilie - darf sie die Royals in die Kirche begleiten. Kate durfte das erst nach dem Jawort 2011. 

69

Harry hat Herzogin Meghan im Palast nicht geholfen

"In königlichen und aristokratischen Kreisen, wie in jedem anderen Establishment, wird von Neuankömmlingen erwartet, dass sie die Werte und Traditionen der Welt, der sie beitreten, respektieren. Das ist unabhängig davon, ob es sich bei der Institution um eine Firma, eine Anwaltskanzlei, eine Fernsehserie oder etwas anderes handelt. Von Neuankömmlingen wird nicht erwartet, dass sie grundlegende Änderungen des Lebenswandels fordern, bis sie Zeit hatten, sich einzuleben und zu sehen, was zu ihnen passt", schreibt Lady Campbell in ihrem Buch. Als Aristokratin weiß sie, wovon sie spricht. Doch nicht nur Meghan wirft sie vor, die Strukturen im Palast missachtet zu haben, sondern auch Harry. 

"Er hätte verstehen müssen, dass Reformen nicht plötzlich oder dramatisch sein können und schon gar nicht so häufig oder 'wirkungsvoll', wie er und Meghan es sich beide gewünscht haben", urteilt Lady Campbell. Sie ergänzt: "Der Zusammenprall der Kulturen hätte mit mehr Besonnenheit vermieden werden können. Aber Tatsache ist, dass Harry nicht dabei geholfen hat, Meghans Weg an den Hindernisse vorbeizuführen. Er war einfach nicht schlau genug, um das tiefe Loch zu erkennen, in das Meghan trat."

Herzogin Meghan + Wallis Simpson

10 Vergleiche, die für Staunen sorgen

Meghan Markle und Wallis Simpson mit Prinz Edward
Wallis und Meghan wurden beide in den USA geboren. Wallis kam am 19. Juni 1896 in Blue Ridge Summit, Virginia, zur Welt. Ihre Eltern waren der Geschäftsmann Teackle Wallis Warfield und seine Frau Alice Montague. Auf dem Foto ist Wallis sechs Monate alt und wird von ihrer Mutter im Arm gehalten.
Meghan erblickte am 4. August 1981 in Los Angeles als Tochter von Make-up-Artistin Doria Ragland und Hollywood-Lichttechniker Thomas Markle das Licht der Welt.
Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Frauen: Sie machten ihren Zweitnamen zu ihrem Rufnamen. Simpson angeblich, weil sie fand, dass Bessie zu sehr nach dem Namen einer Kuh klang.

22

Der Royal ist blind vor Liebe

Doch warum bremst Harry, der in das System des Palast hineingeboren worden ist und dessen Spielregeln er seit über über 30 Jahren kennt, Meghan nicht in ihrem unerwünschten Aktionismus? Warum vermittelt er nicht zwischen seiner Frau und dem royalem Establishment? Warum lässt er Meghan vor Gericht behaupten, der Palast habe ihr "verboten, sich selbst zu verteidigen" - obwohl er weiß, dass seine Familie seit Jahrzehnten eine strikte Kommunikationspolitik betreibt und regelmäßig ein "Kein Kommentar" als Antwort auf Negativ-Schlagzeilen gibt?

Laut einer Freundin aus Meghans Kindheit, die gegenüber Lady Campbell anonym bleiben will, ist Meghan äußerst verführerisch, wenn es darum geht, Menschen für sich einzunehmen. "Es spielt keine Rolle, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Wenn Meg dich in ihre Umlaufbahn saugen will, zieht sie alle Register." Die Taktik soll bei Prinz Harry aufgehen - so sehr, dass er aufgrund der bedingungslosen Hingabe zu seiner Frau von Palast-Mitarbeiterin als "geistig verwirrt" eingestuft wird. Kurz gesagt: Harry soll blind vor Liebe sein.

Neues Buch offenbart

Prinz Harry soll durch Meghan beinahe alle Freunde verloren haben

Herzogin Meghan und Prinz Harry stehen mal wieder in der Kritik.

Einige Menschen seien der Meinung, schreibt laut Lady Campbell, dass Harry für Meghans Liebe und Respekt alles und jeden zu opfern bereit ist - am Ende sogar sich selbst. Freunde sorgen sich deshalb um den Royal. Man hoffe, das er nicht verletzt werde, wenn etwas schiefgehe mit Meghan Markle - was aber zu einem "zunehmend wahrscheinlichen Szenario" geworden sei, so ein Vertrauter des Prinzen.

Wollte Meghan Markle gar nicht in England heimisch werden?

Einige von Meghans alten Freunde glauben: Meghan hatte nie die Absicht, den Übergang von den USA nach Großbritannien zu schaffen. Sie sei eine "archetypische Geschäftsfrau", die die einmalige Gelegenheit nutzen wolle, die lukrative "Firma Prinz Harry" zu übernehmen. Auch das Scheitern dieses angeblichen Plans hätte Meghan einkalkuliert - und im Falle eines Falles eine Lösung parat gehabt. 

Prinz Harry und Herzogin Meghan

Prinz Harry + Herzogin Meghan

Steckt hinter der Kritik an der Presse ein perfider Plan?

"Wenn sich Großbritannien nicht an sie anpassen würde, würde sie sich Zeit lassen, sich darüber beschweren, wie wenig geschätzt sie war, und mit dem zusätzlichen Vorteil des königlichen Status in die USA zurückkehren - mit oder ohne ihren Ehemann", behauptet Campbell. Parallelen zur Realität lassen sich nicht leugnen, denkt man beispielsweise an Meghans vielbeachtetes Interview im Oktober 2019 in Südafrika.

Ob es von vornherein ihre Absicht gewesen ist, sich nicht in die Royal Family zu integrieren oder sie die Macht des Palastes unterschätzt hat, weiß am Ende nur Meghan selbst. Fakt ist: Sie und Harry müssen die Welt nun ohne die Hilfe der Monarchie verändern. 

Verwendete Quelle: "Meghan and Harry: The Real Story" von Lady Colin Campbell ist am 25. Juni 2020 im "Dynasty Press"-Verlag als E-Book - bisher nur in englischer Sprache - erschienen. Das gebundene Buch wird am 28. Juli veröffentlicht.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Palastgeflüster: Das machen die Royals