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Prinz Harry Harte Kritik: Nutzt Oprah Winfrey ihn aus?

Prinz Harry
© Getty Images
Bei Prinz Harrys öffentlichen Enthüllungen über die Schattenseiten seines Lebens spielt Oprah Winfrey als Interviewerin eine zentrale Rolle. Einige gehen deshalb hart mit der Show-Legende ins Gericht.

Man könne sich dann frei fühlen, sagt Prinz Harry, 36, in der Doku-Serie "The Me You Can't See", wenn man die Wahrheit sage. Geht man nach diesem Credo, so ist es ein wahrer Befreiungsschlag, den der Royal in den letzten Monaten vollführt: Erst das Enthüllungsinterview mit Oprah Winfrey, 67, im März, dann der Podcast "Armchair Expert" mit Dax Shepard, 46, im Mai und wenige Tage später die Veröffentlichung der fünfteiligen Doku-Serie über Mental Health. Alle Formate haben eines gemeinsam: Harry packt aus über die dunklen Seiten seiner Seele und die der Royal Family. 

Auf Twitter sehen Beobachter die Rolle von Oprah Winfrey skeptisch – und ziehen Parallelen zu Martin Bashir, 58, der Prinzessin Diana, †36, im November 1995 mit gefälschten Dokumenten und psychischer Manipulation dazu brachte, ihm ein sehr privates Interview zu geben. Als Konsequenz forderte Queen Elizabeth, 95, die Scheidung ihrer Schwiegertochter und ihres Sohnes Prinz Charles, 72. Im August 1996 wurde sie rechtskräftig.

Queen Elizabeth 

Sorge um Prinz Harry, Oprah Winfrey unter Beschuss

"Oprah hat eine große Verantwortung und es ist höchst fraglich, ob sie Prinz Harry, der sich eindeutig in einem verwundbaren Zustand befindet, ausbeuten sollte. Das ist nicht viel besser als das, was die BBC vor 25 Jahren getan hat", echauffiert sich eine Frau auf Twitter. Dieser Meinung ist auch eine andere Dame, die kommentiert: "Oprah ist der neue [Martin] Bashir. Sogar Diana lehnte ein Interview mit ihr ab!" Tatsächlich hatte die Talk-Legende in den 1990er ein Gespräch mit Prinzessin Diana angefragt – und einen Korb kassiert. 

"Er sieht zerbrechlich aus und wird von allem getriggert. Er sollte keine so sensiblen persönlichen Gefühle teilen, weil er nicht kontrollieren kann, wie Menschen sie interpretieren", sorgt sich eine Userin um Prinz Harry. Andere Wortmeldungen lauten "Stimme total zu. Oprah sollte sich schämen" und "Sie werden feststellen, dass sich Oprah als Entertainerin und nicht als Journalistin betrachtet. Wenn Sie es so sehen, erklärt das alles."

"Sicher kann jeder Psychiater sehen, dass dieser Mann nicht in Ordnung ist", gibt eine Beobachterin zu bedenken und fügt hinzu, das Oprah Winfrey nur eine "selbsternannte Expertin" sei und den Schaden, den sie Harry zufüge, deshalb nicht erkennen könne. "Sie sieht nur das Geld, das sie verdient."

Es gibt auch Gegenstimmen

Zwar sehen die meisten der User, die an der Diskussion teilnehmen, in Oprah Winfrey die Schuldige. Doch nicht jeder will das gelten lassen. So sehr sie die "Seelenklempnerei" der 67-Jährigen missbillige, so habe sie – im Gegensatz zu Martin Bashir –  keine Dokumente gefälscht, um an ihre Interviews zu kommen, meint eine Gesprächsteilnehmerin. Harry werde benutzt, aber nicht getäuscht. Das sei ein Unterschied. Auch der Absender des folgenden Kommentars betont, dass Prinz Harry selbst für seine Taten verantwortlich ist: "Er beschwert sich über die Boulevardzeitungen, aber Oprah ist die Königin des Boulevard-TVs."

Verwendete Quelle: twitter.com

jre Gala


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