Prinz Harry: Erste Niederlage gegen die britische Presse

Wut, Beschwerden und Klagen - Prinz Harry ist sauer auf die britische Presse und kämpft mit allen Mitteln. Jetzt musste er eine erste Niederlage einstecken.

Prinz Harry, 35, und die britische Presse haben ein schwieriges Verhältnis. Der Palast bestätigte Ende 2019, dass der Herzog von Sussex Klagen gegen mehrere Nachrichtengruppen erhoben hat. Eine Beschwerde, die Prinz Harry im August 2019 gegen die "Mail on Sunday" eingereicht hatte, wurde jetzt vom britischen Presserat zurückgewiesen - das berichtet der "Guardian". Es geht um einen Artikel, der Prinz Harry beschuldigt, die Follower seines "Sussex Royal"-Instagram-Accounts mit mehreren Fotos aus dem April 2019 getäuscht zu haben. Der Enkel der Queen hatte bei der "Independent Press Standards Organisation" (kurz "Ipso") Beschwerde eingereicht, welcher nicht stattgegeben wurde. Das vollständige Urteil wurde auf der Website der Organisation veröffentlicht, die Entscheidung: "Kein Verstoß - nach Untersuchung". 

Prinz Harry: Beschwerde wegen angeblicher Täuschung zurückgewiesen

Die Fotos wurden am "Tag der Erde", dem 22. April, auf dem Instagram-Account der Sussexes, der mittlerweile über elf Millionen Follower hat, gepostet. Auf ein Foto, das das Herzogspaar bei einem Waldspaziergang in Neuseeland zeigt, folgen Bilder von wilden Tieren, wie zum Beispiel einem Löwen, einem Nashorn und einem Elefanten, die zum Teil von Harry selbst fotografiert wurden. Im Artikel der "Mail on Sunday" heißt es, dass alle drei Tiere zum Zeitpunkt der Fotografie betäubt und der Elefant zusätzlich angebunden waren. Ebenso ist das Seil, das um seine Hinterbeine gelegt wurde, auf dem Foto nicht zu sehen, da es zugeschnitten wurde. Getitelt wurde in der Sonntagszeitung mit "Betäubt und angebunden ... Was Prinz Harry euch nicht über die erhabenen Wildlife-Fotos erzählt hat". Die Zeitung hatte kritisiert, dass Harry "nicht die ganze Geschichte" erzählt habe. 

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Today is #earthday - an opportunity to learn about, celebrate and continue to safeguard our planet, our home. The above, Their Royal Highnesses in Rotorua, New Zealand. Of the 170 different species originally planted in the early 1900’s, only a handful of species, including these majestic Redwoods, remain today. Next, we invite you to scroll through a series of 8 photos taken by The Duke of Sussex©️DOS sharing his environmental POV including: Africa’s Unicorn, the rhino. These magnificent animals have survived ice ages and giant crocodiles, amongst other things! They have adapted to earth’s changing climate continually for over 30 million years. Yet here we are in 2019 where their biggest threat is us. A critical ecosystem, Botswana’s Okavango Delta sustains millions of people and an abundance of wildlife. Huge bush fires, predominantly started by humans, are altering the entire river system; the ash kills the fish as the flood comes in and the trees that don’t burn become next year’s kindling. Desert lions are critically endangered due partly to human wildlife conflict, habitat encroachment and climate change. 96% of mammals on our 🌍 are either livestock or humans, meaning only 4% remaining are wild animals. Orca and Humpback whale populations are recovering in Norway thanks to the protection of their fisheries. Proof that fishing sustainably can benefit us all. Roughly 3/4 of Guyana is forested, its forests are highly diverse with 1,263 known species of wildlife and 6,409 species of plants. Many countries continue to try and deforest there for the global demand for timber. We all now know the damage plastics are causing to our oceans. Micro plastics are also ending up in our food source, creating not just environmental problems for our planet but medical problems for ourselves too. When a fenced area passes its carrying capacity for elephants, they start to encroach into farmland causing havoc for communities. Here @AfricanParksNetwork relocated 500 Elephants to another park within Malawi to reduce the pressure on human wildlife conflict and create more dispersed tourism. Every one of us can make a difference, not just today but every day. #earthday

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Artikel behauptet, Harry habe absichtlich in die Irre geführt

In Prinz Harrys Beschwerde heißt es, der Artikel habe fehlerhaft angedeutet, er hätte die Allgemeinheit absichtlich in die Irre geführt, "um den Eindruck zu erwecken, er sei ein überheblicher Wildlife-Fotograf, der diese Fotos unter gefährlichen Bedingungen geschossen habe." 

Prinz Harry + Herzogin Meghan

Mit einer Klage versuchen sie ihre Familie zu schützen

Prinz Harry
Prinz Harry ist in großer Sorge um sein Familienglück. Er möchte in Kanada ein friedliches Leben mit seiner Frau Herzogin Meghan und seinem Sohn Archie beginnen.
©Gala

Prinz Harry wollte Bewusstsein schärfen, sich nicht profilieren

Prinz Harry wollte das nicht auf sich sitzen lassen. "Er hat gesagt, dass die Fotos auf Instagram hochgeladen wurden, um den 'Tag der Erde' zu unterstützen und das Bewusstsein zu schärfen. Nicht um das fotografische Talent des Klägers hervorzuheben", heißt es im Urteil weiter. Das Seil soll aufgrund des Instagram-Formats nicht auf dem geposteten Foto sichtbar sein, und nicht, weil es mit Absicht rausgeschnitten wurde. Außerdem wurde argumentiert, dass eine nicht angeschnittene Version des Bildes bereits 2016 auf der Website der königlichen Familie veröffentlicht wurde. 

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Klage gegen Zeitung: So reagiert die "Mail on Sunday"

Herzogin Meghan und Prinz Harry

Das Urteil der Ipso besagt, dass anhand der Bilder nicht klar wird, dass die Tiere betäubt und angebunden waren, und dass das Foto des Elefanten auch anders hätte bearbeitet werden können. Zudem habe der Instagram-Post von Harry nicht klar gemacht, dass die Bilder vorher schon mal unbearbeitet veröffentlicht wurden. Auch Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan, reichte gegen die britische Boulevardzeitung Klage ein: Die "Mail on Sunday" soll Auszüge eines persönlichen Briefes an ihren Vater veröffentlicht haben. 

Verwendete Quellen: theguardian.com , ipso.co.uk, Instagram

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