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Prinz Harry Er kritisiert Umgang mit dem Thema Therapie in Großbritannien

Prinz Harry
© VALERIE MACON / Getty Images
In einem Podcast hat Prinz Harry die britische Zurückhaltung beim Thema Therapie kritisiert und stattdessen die kalifornische Mentalität gelobt.

Prinz Harry, 37, vergleicht in der aktuellen Podcastfolge von "Masters of Scale" die unterschiedlichen Umgangsweisen mit dem Thema Therapie in seiner alten Heimat England und seinem neuen Zuhause in Kalifornien. Dabei zeigt er im Gespräch mit LinkedIn-Mitbegründer Reid Hoffman, 54, die "immensen" kulturellen Unterschiede beider Länder auf.

Prinz Harry: "99,9 Prozent der Menschen leiden unter irgendeiner Form von Verlust, Trauma oder Trauer"

Prinz Harry meint bei seinem Podcast-Gastauftritt, bei dem er auch Werbung für seine Mental-Health-App "BetterUp" gemacht hat, dass "99,9 Prozent der Menschen auf der Erde unter irgendeiner Form von Verlust, Trauma oder Trauer leiden", und warnte, dass der Körper emotionale Schäden aus der Kindheit "nicht vergisst". Der Herzog von Sussex betont: "Je mehr wir das verstehen, desto mehr verstehen wir einander."

Harry kritisiert Umgang mit Therapie-Thema im UK

Dennoch werde in Harrys Heimat Großbritannien nicht offen mit dem Thema Therapie umgegangen, kritisiert er. "Die kulturellen Unterschiede sind immens. Hier in Kalifornien spricht man darüber."

Podcast-Host Reid Hoffman berichtet, dass in Kalifornien sogar Witze über die eigene Therapie gemacht würde, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. "Mir ist bewusst, dass das eine sehr kalifornische Perspektive ist", so Hoffman. "Da hast du absolut recht", stimmt Harry zu und sagt: "In Großbritannien hingegen heißt es: 'Therapeut? Welcher Therapeut? Wessen Therapeut? Ich habe keinen Therapeuten. Nein, ich habe definitiv keinen, ich habe noch nie mit einem Therapeuten gesprochen.'"

Er machte selbst Therapie

2020 waren Prinz Harry und Herzogin Meghan, 40, als hochrangige Royals zurückgetreten und in Meghans Heimat Kalifornien gezogen. Letztes Jahr hatte der zweifache Vater im Gespräch mit Oprah Winfrey, 68, in der Apple-TV-Doku "The Me You Can't See" über seine eigenen Therapieerfahrungen gesprochen – zu der ihn seine Frau bewogen hatte. "Es war das Treffen und Zusammensein mit Meghan. Ich wusste, dass ich diese Frau verlieren würde, mit der ich mir vorstellen konnte, den Rest meines Lebens zu verbringen, wenn ich keine Therapie mache und mich selbst nicht in Ordnung bringe", sagte er.

Prinz Harry engagiert sich in mehreren Bereichen für psychische Gesundheit. Beim Coachinganbieter "BetterUp" setzt er sich seit gut einem Jahr als "Chief Impact Officer" für die "mentale Fitness" ein. Auch seine 2014 gegründeten "Invictus Games" helfen Kriegsveteranen und Angehörigen, sich auch mental wieder besser zu fühlen.

Verwendete Quelle: Podcast "Masters of Scale", abgerufen unter Spotify

jse SpotOnNews Gala


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