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Prinz Harry Expertin: Er kann "die Vergangenheit nicht loslassen"

Herzogin Meghan und Prinz Harry bei den Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth im Juni 2022.
Herzogin Meghan und Prinz Harry bei den Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von Queen Elizabeth im Juni 2022.
© WPA Pool / Getty Images
Nach seinem letzten Auftritt als arbeitender Royal Anfang März 2020 begann für Prinz Harry und seine Familie eine neue Zeitrechnung. Sein altes Leben als aktives Mitglied der britischen Königsfamilie könne er aber dennoch nicht hinter sich lassen, ist sich eine Royal-Expertin sicher.

Am 18. Januar 2020 um 19:30 Uhr deutscher Zeit gab der Buckingham Palast bekannt, dass Prinz Harry, 37, und Herzogin Meghan, 40, vollständig als arbeitende Royals zurücktreten werden. Diese Nachricht, die einschlug wie eine Bombe, ist nun fast auf den Tag genau zweieinhalb Jahre her. Knapp 30 Monate, in denen der Sohn von Prinz Charles, 73, mit seiner Familie erst in Kanada und dann schlussendlich im kalifornischen Montecito ein "glückliches, friedliches neues Leben" abseits der Öffentlichkeit, königlicher Pflichten und einer staatlich-finanziellen Unterstützung begonnen hat.

Doch so richtig mag sich der Enkel von Queen Elizabeth, 96, dennoch nicht von seinem vergangenen royalen Leben lösen, ist sich Daniela Elser, Royal-Kommentatorin von "The New Zealand Herald", sicher. Sie geht noch einen Schritt weiter und findet: Harry sei "nicht in der Lage, die Verletzungen und Prüfungen der Vergangenheit loszulassen".

Prinz Harry wollte die Autorität über sein Leben zurück – aber kann sein royales Leben nicht "hinter sich lassen"

35 Jahre lang fand Prinz Harrys Leben auf dem royalen Parkett statt. Das hat seine Spuren hinterlassen. In der Öffentlichkeit aufzuwachsen, seine Mutter – die bis zu ihrem Tod selbst von Paparazzi gejagt wurde – vor Millionen von Menschen zu Grabe tragen zu müssen, über seine Frau rassistische Beleidigungen zu lesen: All das konnte sich der Prinz nicht aussuchen. Die einstige Nummer sechs der britischen Thronfolge entwickelte Panikattacken, hatte ein Burn-out, holte sich Hilfe – und die Autorität über sein Leben zurück.

Archie Mountbatten-Windsor mit seinen Eltern Herzogin Meghan und Prinz Harry

Über all das sprach er mit US-Talkmasterin Oprah Winfrey, 68, im explosiven Doppelinterview mit Meghan, der Doku "The Me You Can't See" und vermutlich eigenständig in seinen für Ende 2022 angekündigten Memoiren. Harry hat anscheinend großen Redebedarf, muss vieles verarbeiten und geht strikt gegen das vor, was ihm nicht passt. Dazu gehört auch, dass die Sussexes sich bereits mehrfach gegen die britische Boulevardpresse vor Gericht wehrten und aktuell vor dem Royal Courts of Justice in London Polizeischutz für Besuche in Großbritannien einklagen wollen, die ihnen seitdem sogenannten "Megxit" verwehrt bleiben. Sie würden ihrer Sicherheit in Gefahr sehen, heißt es.

Letzterer Umstand bewegt Royal-Expertin Daniela Elser zu folgender Einschätzung: "Trotz der Tatsache, dass Harry und Meghan in Kalifornien ein neues Leben aufbauen, scheint er immer noch nicht in der Lage zu sein, die Verletzungen und Prüfungen der Vergangenheit hinter sich zu lassen."

Harry solle "nach vorne schauen und nicht ewig zurück"

Obwohl Harry zwei bezaubernde Kinder habe, "Hunderte von Millionen Dollar, die laut den Verträgen, die die Sussexes im Jahr 2020 abgeschlossen haben, auf ihn zukommen werden, eine riesige Villa (die erste Immobilie, die er je eigenständig besessen hat) und so viel Freizeit, wie ein Mann sich nur wünschen kann, scheint er immer noch darauf bedacht zu sein, die Schleudern und Pfeile seines früheren Lebens (im wörtlichen und übertragenen Sinne) zu bekämpfen", so Elser weiter.

Prinz Harry schmiede laut der königlichen Kommentatorin "derzeit ein Leben, das er selbst gestaltet" und nach "seinen Hoffnungen und Bestrebungen" aufgebaut habe – "weit weg vom Rummel und den Regeln des Königshauses". Daniela Elser fordert den Herzog auf, "nach vorne zu schauen und nicht ewig zurück". Doch so einfach ist ein kompletter Schlussstrich nach 35 Jahren royalen Lebens nicht – und wird es vermutlich auch nie sein …

Verwendete Quelle: nzherald.co.nz

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