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Prinz Harry Er richtete sich direkt an die Veteranen des Afghanistan-Krieges

Prinz Harry
© Simon Dawson / Getty Images
Die derzeitigen Bilder aus Afghanistan sind erschreckend. Als ehemaliger Soldat der britischen Armee hatte Prinz Harry selbst zwei Einsätze im jetzt von den Taliban besetzten Land. Der Royal wandte sich mit seiner Botschaft an die Veteranen.

In Afghanistan haben die Taliban faktisch die Macht übernommen. Im ganzen Land spielen sich dramatische Szenen ab. Menschen flüchten vor dem sicheren Tod und versuchen, das Land zu verlassen.

Am 16. August 2021 veröffentlichte Prinz Harry, 36, über die "Invictus Games Foundation" zusammen mit dem CEO Dominc Reid ein Statement zur aktuellen Lage in Afghanistan. Darin wendet er sich direkt an die Invictus-Gemeinschaft und an Militärangehörige, und fordert sie auf, aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig zu unterstützen. Viele in der Gemeinschaft würden die Erfahrungen, in den vergangen zwei Dekaden in Afghanistan gedient zu haben, teilen.

Prinz Harry richtet Worte an Afghanistan-Veteranen

Bei den von Prinz Harry ins Leben gerufenen "Invictus Games" handelt es sich um eine Paralympische Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten. Bei der ersten Veranstaltung 2014 starteten 300 Sportler:innen aus 13 Ländern. Die Soldat:innen hatten an der Seite von britischen Truppen vorrangig im Afghanistan-Krieg gekämpft und wurden bei Kampfeinsätzen verwundet.

Für Prinz Harry sind die "Invictus Games“ eine Herzensangelegenheit. Seine eigenen Einsätze in Afghanistan haben den 36-Jährigen tief geprägt. Nachdem er zusammen mit seiner Frau Herzogin Meghan, 40, dem britischen Königshaus den Rücken kehrte, musste er auch seine Funktion im Militär aufgeben. Den "Invictus Games“, die 2023 in Deutschland stattfinden sollen, bleibt er allerdings treu.

Prinz Harry schweigt zur Rolle von Joe Biden im Afghanistan-Krieg

Das Statement von Prinz Harry richtet sich lediglich an die Veteranen selbst. Über die derzeitig starke Kritik, die US-Präsident Joe Biden, 78, aufgrund des schnellen und unkontrollierten Abzugs der US-Truppen in Afghanistan entgegenweht, schweigt er. Eigentlich hatte sich der Royal aber klar positioniert. Erst im vergangenen Jahr hatten sich Harry und Meghan zu den US-Wahlen politisch auf die Seite von Biden gestellt und sich mit ihrem Kommentar "Hass ablehnen" klar gegen Donald Trump ausgesprochen.

Der Abzug der US- und NATO-Truppen aus Afghanistan habe nach Angaben von Experten die Machtübernahme der Taliban noch beschleunigt. Biden wolle den Afghanistan-Krieg nicht "an einen fünften" Präsidenten weitergeben, rechtfertigte er seine Entscheidung. Die Situation vor Ort wurde unterschätzt, auch von deutschen Politiker:innen. Die Folge: Unterstützer:innen im Kampf gegen die Taliban müssen jetzt um ihr Leben fürchten.

Verwendete Quellen: Twitter.de, invictusgamesfoundation.org, tagesschau.de

slr Gala


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