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Prinz Harry Psychotherapie vor laufenden Kameras: Das ist der Grund

Prinz Harry
© Getty Images
Prinz Harry hat einen mutigen Schritt gewagt, indem er sich für die Doku-Serie "The Me You Can't See" bei einer Therapiesitzung von der Kamera begleiten ließ. Den intimen Einblick in sein Seelenleben gewährte er aus zweierlei Gründen.   

Psychische Probleme und geistige Gesundheit sind immer noch Themen, die in der öffentlichen Diskussion nicht den Raum einnehmen, der ihnen zustehen sollte. Diesem Dilemma nehmen sich nun Prinz Harry, 36, und Talkshow-Legende Oprah Winfrey, 67, in der neuen Dokuserie "The Me You Can't See" bei Apple TV+ an. Die ersten drei Folgen stehen seit 21. Mai auf dem Streaming-Portal zur Verfügung.

Prinz Harry: "... sonst hätte ich Meghan verloren"

Prinz Harry berichtet in einer Live-Therapiesitzung mit einer zugeschalteten Therapeutin über seine mentalen Probleme. Schon im Kindesalter seien diese aufgetreten, wie der Royal erzählt. Nach dem Tod seiner Mutter Diana im Jahr 1997 habe sich sein Zustand massiv verschlechtert. Generell sei er nicht in einer Umgebung aufgewachsen, die offen mit solchen Themen umgegangen sei – ein Vorwurf an seinen Vater Prinz Charles, 72, und die Königsfamilie.

Bevor er Meghan kennenlernte, habe er in seinen 20ern unter "Panikattacken und schlimmen Angstzuständen" gelitten, gibt Harry zu. Es habe sich wie ein "Albtraum" angefühlt. Mithilfe von Alkohol und Drogen habe er einen Ausweg gesucht – vergeblich. Er habe jedoch irgendwann festgestellt, dass er nicht aus Spaß getrunken und Drogen genommen habe, sondern "um nichts mehr zu fühlen". 

Erst seine Ehefrau, Herzogin Meghan, 39, habe ihm geholfen. "Ich wusste, dass ich meine Probleme lösen muss, sonst hätte ich Meghan verloren", berichtet Harry über die Anfänge seiner Beziehung mit der damaligen Meghan Markle. Nach einem Streit habe sie ihm nahegelegt, sich Hilfe zu holen. Dank des Megxits fühle er sich zwar jetzt nicht mehr als wirklicher Teil der Maschinerie der britischen Royals, aber irgendwie sei er bis heute immer noch darin gefangen.

Freiwillige Teilnahme an Therapie-Experiment

Der Herzog von Sussex habe sich aus freien Stücken dazu entschlossen, seine Therapiesitzung mit der Kamera begleiten zu lassen, wie die Regisseurin der Doku-Serie im Gespräch mit dem Magazin "Town and Country" verriet. "Er meldete sich freiwillig, er war bereit, etwas auszuprobieren", erklärte Dawn Porter. "Und wir dachten: Gut, wir haben die Möglichkeit, diese [Therapie] zu filmen, und vielleicht funktioniert das bei manchen Menschen, vielleicht auch nicht, aber die Idee ist nicht, dass man ein Kästchen ankreuzt und damit ist es getan. Mentales Wohlbefinden ist ein ständiges Streben." Der Wille zur Selbstheilung und die Bereitschaft, anderen zu helfen waren augenscheinlich Harrys Triebfedern für diesen Schritt.

In der neuen Apple-Serie probiert Prinz Harry eine Therapieform aus, die als Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung (EMDR) bezeichnet wird und traumatische Erinnerungen blockieren soll. 

Hilfen bei Depressionen

Erkennen Sie bei sich Anzeichen einer Depression? Beim überregionalen Krisentelefon unter 0800 1110111 wird schnell und anonym geholfen! Weiterführende Informationen gibt es außerdem bei der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Verwendete Quellen: "The Me You Can't See" [Apple TV+], townandcountrymag.com

ama SpotOnNews


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