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Prinz Harry Brisante Behauptung in Klage gegen "Mail on Sunday"

Prinz Harry bei einem Termin 2019.
Prinz Harry bei einem Termin 2019.
© imago images
Prinz Harry geht vor dem High Court in London gegen eine englische Zeitung vor und stellt dabei eine gewagte These auf. 

Prinz Harry, 36, ist sauer. Sauer wegen eines Artikels, den die Sonntagsausgabe der "Daily Mail" am 25. Oktober 2020 veröffentlicht hat. Darin wird behauptet, Harry habe keinen Kontakt mehr zu den Royal Marines, seit er die Ehrenrolle als Generalkapitän im Zuge des Megxit aufgegeben musste. Damit traf die Zeitung einen wunden Punkt Harrys.

Zehn Jahre lang diente er den britischen Streitkräften und sagte erst im November 2020 in der Show "Stand Up For Heros": "Meine Erfahrungen beim Militär machten mich zu dem, der ich heute bin." Den Vorwurf, er lasse die Community nach seinem Umzug in die USA im Stich, will er sich nicht gefallen lassen. Aus nun veröffentlichten Unterlagen geht hervor, was er "Mail on Sunday" konkret vorwirft – und das hat es in sich.

Prinz Harry fühlt sich verleumdet 

Die Anwälte des Prinzen stellen laut "ITV News" zunächst klar, dass Harrys "aufrichtiger Ehrgeiz darin besteht, dem gegenwärtigen und ehemaligen Militärpersonal weiterhin zu helfen, indem er seinen Ruf und die Plattform, die er aufgrund seines Militärdienstes hat, nutzt". Prinz Harry hat unter anderem 2014 die "Invictus Games" ins Leben gerufen, einen internationalen Sportwettbewerb für kriegsversehrte Soldaten. Auch für die mentale Unterstützung der Community setzt er sich unermüdlich ein.

Zeitungsartikel schadet denjenigen, die Hilfe brauchen

Der Bericht vom 25. Oktober 2020 beeinträchtige Prinz Harrys Bemühungen und führe dazu, dass Soldaten und Veteranen "wahrscheinlich" weniger Hilfsangebote wahrnehmen würden, meinen die Anwälte. Dies wiederum habe "verheerende Auswirkungen", "einschließlich der Anfälligkeit für Selbstmord." Prinz Harrys angeblichen Kontaktabbruch mit den Royal Marines in Bezug zu einer erhöhten Suizidrate zu setzen – gewagt. 

Außerdem monieren die Anwälte, die Zeitung habe dem Royal zu wenig Zeit gegeben, um auf die Anschuldigungen zu reagieren. Nicht einmal drei Stunden seien zwischen einer E-Mail der Redaktion an Harry und der Veröffentlichung einer ersten Version des Artikels auf der Website "MailOnline.com" vergangen.

Die "Mail on Sunday" hat sich inzwischen für ihre Berichterstattung entschuldigt. Man habe verstanden, dass Prinz Harry nach wie vor Kontakt zu den Royal Marines habe. Die Zeitung hofft laut "ITV News", dass rechtliche Schritte damit beendet werden, aber das Rechtsteam von Prinz Harry möchte weiterhin die Möglichkeit haben, vor Gericht eine Erklärung abzugeben.

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

Verwendete Quelle: itv.com

jre Gala


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