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Prinz Harry Warum wir ihn trotz "Megxit" lieben

Prinz Harry hat trotz Royal-Krise sein Lachen nicht verloren. Das beweist er beim Termin im Palast am 16. Januar.
Prinz Harry hat trotz Royal-Krise sein Lachen nicht verloren. Das beweist er beim Termin im Palast am 16. Januar.
© Getty Images
Prinz Harry hat im Buckingham Palast den vielleicht letzten Termin als arbeitender Royal wahrgenommen - und dabei noch einmal gezeigt, warum er für das britische Königshaus so wichtig ist.

Zugegeben: Prinz Harry, 35, hat seit der Verkündung seines Rückzuges in Sachen Reputation einiges an Federn lassen müssen. Dass er niemanden in der Königsfamilie über das Paukenschlag-Statement am 8. Januar vorgewarnt hat, nicht mal Queen Elizabeth, 93, nehmen ihm viele Briten übel. Des Prinzen Glück: Man ist es gewohnt, ihm zu verzeihen. Schließlich hat Harry den Ruf eines Ex-Bad-Boys, der mit Schlagzeilen über Cannabis-Konsum, Nacktbildern und dem Tragen einer Hakenkreuz-Armbinde in die Annalen der britischen Presse eingegangen ist. Heute redet davon niemand mehr.

Harry hat den Turnaround zum Good Guy geschafft, nicht zuletzt wegen Meghan Markle, 38. Dass sie nun einer der Hauptgründe ist, wegen derer sich Harry  aus dem Königshaus zurückzieht (so sieht es zumindest die britische Presse) ... nun ja. Wie sagt man so schön: "Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt." Gegen die Macht der Liebe kann man kaum etwas ausrichten. Und so werden die Kritiker Harry vielleicht auch eines Tages verzeihen, dass er mit seiner Familie ein freieres Leben führen will als das, welches ihm das Schicksal als Sohn des künftigen Königs zugeteilt hat. 

Über 200 Auftritte nimmt Harry derzeit pro Jahr war. Klar ist: 2020 ist Schluss damit. Harry und Meghan werden nicht länger im Namen der Queen auftreten beziehungsweise arbeiten. 

Prinz Harry zeigt sich nach Teil-Rücktritt

Als Schirmherr der "Rugby Football League" hat Harry am Donnerstag (16. Januar) im Palast die Auslosung der Partien für die Weltmeisterschaft 2021 ausgerichtet, die in England stattfinden wird. Es könnte seine letzter Auftritt im Amtssitz der Queen gewesen sein. Dabei bewies Harry einmal mehr, warum er zu den wichtigsten und sympathischsten Leistungsträgern des Hauses Windsor gehört - und warum sein Rückzug schmerzen wird.

Harry, der Prinz der Herzen

Harry ist derjenige der britischen Royals, der die Herzen der Menschen bei Auftritten mit Humor, Charme, Unbefangenheit und Volksnähe im Sturm erobert. Er geht auf die Leute zu, hat keine Berührungsängste und immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Eine Art, die viele Fans an seine Mutter Diana erinnert. "Passt auf den Rasen auf, sonst bekomme ich Ärger", scherzte er heute im Gespräch mit jungen Rugby-Spielern, die sich im Garten des Palastes versammelt hatten.

Und als wäre er nicht schon unzählige Male im Amtssitz seiner Großmutter ein und aus gegangen, putzte er sich vor dem Eingang brav die Matsch-Schuhe an der Fußmatte ab. Drinnen angekommen kommentierte er laut Royal-Repoter Valentine Low den langen Zwirbel-Bart von Comedian Adam Hills, 49, cool mit den Worten: "Einer der besten, gepflegten und gestylten Bärte, die ich je gesehen habe."

Prinz Harry
Prinz Harry im Wechselbad der Emotionen
© Dana Press

Er zeigt Emotionen

Wenn Harry einen Termin absolviert, ist es ein Fest für die Fotografen, denn die Mimik des Royals liefert Stoff für ganze Bildergalerien. Belustigt, verwundert, verwirrt, ernst, betroffen, begeistert - die Bandbreite an Emotionen kennt für Harry keine Grenzen und er ist sich nicht zu fein, sie zu zeigen. Die britische "stiff upper lipp", die in England gepflegte Reserviertheit in Sachen Emotionen, ist nicht sein Ding - auch nicht beim Rugby-Termin im Palast. 

Wann Harry das nächste Mal im Namen der britischen Krone unterwegs sein wird, weiß man nicht. In seinem Terminkalender, so munkelt man, stünden Anfang nächster Woche einige Meetings in London. Sicher wird dann der "Megxit", wie die Briten den Rückzug der Sussexes in Anlehnung an den Brexit scherzhaft nennen, weiter verhandelt. Die Queen will eine schnelle Lösung, hat sie klar gemacht. Dann wird sich auch heraus kristallisieren, wie oft man Harry im Dienste Ihrer Majestät künftig sehen wird.

jre Gala

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