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Prinz Harry Das schnelle Jawort mit Meghan hatte einen ernsten Hintergrund

Prinz Harry und Herzogin Meghan
© WPA Pool / Getty Images
Bei Prinz Harry und Meghan Markle soll es bei ihrem ersten Treffen im Sommer 2016 sofort geknistert haben. Knapp zwei Jahre später gaben sich der Royal und die Schauspielerin das Jawort. Eine stürmische Romanze, deren Happy-End nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus so schnell vor Staat und Gott besiegelt wurde. 

Als Prinz Harry, 37, und Herzogin Meghan, 40, am 19. Mai 2018 vor den Altar traten, waren sie kaum zwei Jahre lang ein Paar. In royalen Kreisen ein ungewöhnlich kurzer Zeitraum, um sich zu prüfen. Doch der Enkel von Queen Elizabeth, 96, hatte es nicht nur aus romantischen Gründen eilig, seine amerikanische Traumfrau zu heiraten. Er wollte sie offenbar schützen. 

Prinz Harry: Stürmische Romanze im Eiltempo

Eine Freundin hatte im Juli 2016 Amor gespielt und die beiden bei einem Date zusammengebracht. Noch wussten der königliche Wildfang und der bürgerliche Serienstar angeblich nicht viel voneinander. Er habe zuvor nie von ihr gehört, soll Harry später erzählt haben. Meghan erklärte, als US-Bürgerin sei sie nicht "mit dem gleichen Verständnis von der Royal Family" groß geworden wie Europäer. Daher habe auch sie "nicht viel" von dem britischen Royal gewusst und wollte lediglich von ihrer Freundin wissen, ob er nett sei.   

Ein gemeinsamer Urlaub in Botswana folgte angeblich nur drei bis vier Wochen nach dem ersten Treffen. Harry war damals einen Monat lang in Afrika unterwegs. Meghan besuchte ihn dort für fünf Tage. "Wir haben zusammen unter den Sternen gecampt", schwärmte der verliebte Blaublüter später. "Das war absolut fantastisch!" Ein beschleunigtes Kennenlernen unter traumhaften Bedingungen. 

Offizielle Pressemitteilung verriet Harrys Sorge um Meghans Sicherheit

Nur wenige Monate später flog die heimliche Romanze auf. Am 31. Oktober 2016 spekulierte erstmals der "Sunday Express" über die Beziehung des ungewöhnlichen Paares. Nur eine Woche später gab sich der jüngste Sohn von Prinz Charles, 73, den weltweiten Schlagzeilen geschlagen und bestätigte mit einer offiziellen Pressemitteilung seine neue Liebe. Ein ungewöhnlicher Schachzug. 

"Prinz Harry ist besorgt um Frau Markles Sicherheit und ist zutiefst enttäuscht, dass er sie nicht beschützen konnte. Es ist nicht richtig, dass Frau Markle nach einigen Monaten Beziehung mit ihm einem solchen Sturm ausgesetzt ist. Er weiß, dass es jetzt heißt, dies sei 'der Preis, den sie zahlen muss' und 'das ist alles Teil des Spiels'. Dieser Meinung widerspricht er erheblich. Dies ist kein Spiel – es ist ihr und sein Leben", lautet ein Auszug des Statements, welches von Harrys damaligem Pressesprecher Jason Knauf veröffentlicht wurde.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Erste Paparazziaufnahmen des Paares tauchten auf und Harry soll Meghan im Mai 2017 nach der Trauung von Herzogin Catherines, 40, Schwester Pippa Middleton, 38, im Kensington Palast abgeholt und sie mit auf die Hochzeitsparty genommen haben. Im September desselben Jahres ging es zum ersten gemeinsamen Termin nach Toronto zur Eröffnung der Invictus Games und schon im November blitzte der Verlobungsring an Meghans Finger. Natürlich hatte Harrys Familie die zukünftige Frau des Queen-Enkels bereits kennengelernt. 

Prinz William äußerte Bedenken

Eine Liebe im Eiltempo, die vor allem Prinz William, 39, beunruhigt haben soll. Laut des neuen Buches "The Palace Papers" von Ex-"Vanity Fair"-Redakteurin Tina Brown sei der Herzog von Cambridge "nervös" gewesen angesichts des Tempos, mit dem sein Bruder die Beziehung in formelle Bahnen lenken wollte. Meghan sollte "mehr Zeit haben, um ein Leben in Großbritannien aufzubauen und Freunde zu finden, die nicht immer vertraulich in den Palast gebracht werden mussten", fasste ein Freund des 39-Jährigen angeblich gegenüber Brown die Bedenken und Sorgen des Royals und künftigen Thronfolgers in Worte. 

William wusste zu diesem Zeitpunkt genau, wovon er sprach: Seine Frau Catherine hatte es nicht gerade leicht, als Bürgerliche Fuß innerhalb der königlichen Familie zu fassen. Er ahnte, dass der Druck noch höher auf Meghan lasten könnte. Als bekannte Schauspielerin und erste Schwarze Frau in den Reihen der britischen Royals würde die neue Schwägerin mit Vorurteilen zu kämpfen haben, ahnte er. 

Der Schutz seiner Familie spielt für Harry noch heute eine große Rolle

Harrys soll laut Brown daraus seine Konsequenzen gezogen haben: eine schnelle Heirat und infolgedessen Polizeischutz für die Frau an seiner Seite. Doch sein Plan ging in den folgenden Jahren nur bedingt auf. Alle Sicherheitsmaßnahmen schützten Meghan nicht vor teils bösartigen Schlagzeilen und Behauptungen, die das Paar zum Rückzug aus der vordersten Reihe der Royals und letztendlich außer Landes trieb. 

Noch heute beschäftigt das Paar die Frage seines Schutzes bei Aufenthalten in Großbritannien. Aktuell befindet sich Harry in einem erbitterten Rechtsstreit mit der britischen Regierung über die Entscheidung des Innenministeriums, ihm seine vom Steuerzahler finanzierte Sicherheit zu entziehen. 

In dem laufenden Rechtsfall ließ er durch seine Anwälte am High Court mitteilen, seine Familie sei "nicht in der Lage, in seine Heimat zurückzukehren", weil es zu gefährlich sei. Darum steht vermutlich auch noch nicht fest, ob die Sussexes gemeinsam mit ihren Kindern Archie, 2, und Lilibet im Juni 2022 zu den Feierlichkeiten anlässlich des Platinjubiläums der Queen nach Großbritannien kommen werden. Auf die Frage nach seiner Teilnahme erklärte Harry vor wenigen Tagen gegenüber der amerikanischen Journalistin Hoda Kotb: "Ich weiß noch nicht, es gibt viele Dinge – Sicherheitsprobleme und alles andere."

Laut "Mirror" könnte sich das Problem allerdings noch rechtzeitig lösen lassen: Dem Enkel der Queen steht theoretisch ein vom Steuerzahler finanzierter Schutz zu, wenn er an öffentlichen Familienveranstaltungen teilnimmt. Ein Rahmen, den das Platinjubiläum seiner Großmutter ohne Frage erfüllen sollte.

Verwendete Quellen: mirror.co.uk, Tina Brown: Palace Papers: Die Windsors, die Macht und die Wahrheit.

ama Gala


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