Prinz Harry + Herzogin Meghan: Fünf unbequeme Fragen zur Hochzeit

Meghan Markle und Prinz Harry versetzen Großbritannien ins Hochzeitsfieber. Doch mit dem Skandal um Brautvater Thomas Markle und dem fragwürdigen Verhalten von Meghans Geschwistern wird die Euphorie von kritischen Fragen getrübt

Prinz Harry und Meghan Markle heiraten am 19. Mai 2018

Nur noch 48 Stunden, dann sagen Prinz Harry, 33, und Meghan Markle, 36, auf Schloss Windsor "Ja" zueinander. Dass auf der Zielgeraden zur Traumhochzeit die Familie der Braut für gedrückte Stimmung sorgt, hatte zuvor wohl kaum einer auf der Rechnung. Die "Daily Mail" nimmt den Wirbel zum Anlass, einige unangenehme Fragen zur Hochzeit zu stellen.

1. Ist der Kensington Palast schuld an dem Skandal um Thomas Markle?

Mit Schauspielerin und Amerikanerin Meghan Markle heiratet Harry eine Frau, die sich zuvor nicht in Adelskreisen bewegt hat und zudem aus einem anderen Land mit anderen Gepflogenheit stammt. Ebenso wie ihre Familie, die sich plötzlich im Fokus der Weltöffentlichkeit sieht - und aufgrund ihrer Redefreudigkeit und Unerfahrenheit in Sachen Medien eine Negativ-Schlagzeile nach der anderen produziert. Höhepunkt: Meghans Vater Thomas Markel gestand gegenüber der US-Website "TMZ", Paparazzi-Fotos gestellt zu haben und wegen Herzproblemen nicht an der Hochzeit seiner Tochter und Harry teilnehmen zu können. Die "Daily Mail" sieht das PR-Debakel auch als ein Verschulden des Palastes.

"Wie einfach wäre es gewesen, ihn [Thomas Markle] nach London zu fliegen und ihn diskret in einem der Paläste unterzubringen. Als Prinz Philip die Königin heiratete, lebte seine kränkelnde Mutter unter dem königlichen Dach. Unter den derzeitigen Umständen ist es eine große Überraschung, dass nicht wenigstens jemand zu Markle in sein Zuhause in Mexiko geschickt wurde, um ihn zu treffen, ihn zu beruhigen und ihm zu verdeutlichen, dass ihm jederzeit jemand mit Rat zur Verfügung steht." Klartext des Vorwurfes: Die Markles wurden im weit entfernten USA und Mexiko sich selbst überlassen, niemand stoppte sie oder half ihnen im Umgang mit den Medien. Ungewöhnlich deshalb, weil der Palast in Großbritannien eine strikt durchorganisierte, diskrete und hoch professionelle Kommunikationspolitik fährt.

Prinz Harry, Meghan Markle

Prinz Harry + Meghan Markle

Wie, wo, was? Das Minuten-Protokoll ihrer Hochzeit

2. Warum hat Prinz Harry seinen Schwiegervater bis heute nicht persönlich getroffen?

Prinz Harry ist als Repräsentant des Königshauses auf der ganzen Welt unterwegs. Allein im Jahr 2016, so schreibt "Mirror", legte er fast 10.000 Kilometer im Ausland zurück - so viel wie niemand anderes aus seiner Familie. Doch seinen in Mexiko lebenden Schwiegervater soll er bis heute, etwa zwei Jahre nach dem Beginn der Liebesbeziehung zu Meghan, nur vom Telefon kennen. Das erste persönliche Aufeinandertreffen war laut Palast erst in der Woche der Hochzeit geplant. Hätte eine frühzeitige Verbindung zwischen Harry und Markle vielleicht geholfen, das PR-Debakel zu verhindern und den Druck von dem 73-Jährigen zu nehmen? Vielleicht.
Für einen bitteren Beigeschmack sorgt bei der "Daily Mail" auch die Tatsache, dass sich Harry und Meghan verstärkt für Menschen mit mentalen Problemen einsetzen. "Wenn die beiden so engagiert sind  (...), Menschen mit psychischen Problemen zu helfen, warum haben sie dann nichts unternommen, um ihrem Vater zu helfen (...)?"

3. Warum kam Brautmutter Doria Ragland erst drei Tage vor der Hochzeit nach London?

Zu ihrer Mutter Doria Ragland soll Meghan ein inniges Verhältnis haben. Anders als ihr Ex-Mann Thomas Markle hat die Yoga-Lehrerin Harry schon kennengelernt: Fotos zeigen das Trio am 30. September 2017 im kanadischen Toronto bei den von Harry gegründeten "Invictus Games", einer Sportveranstaltung für kriegsversehrte Soldaten.
Keine Frage: Für die meisten Bräute ist die Mutter beim Thema Hochzeit einer der wichtigsten Bezugspersonen. Trotzdem flog Ragland, wie der Palast in einer Mitteilung verkündete, erst in der Woche des 19. Mai nach London. Hätte Meghan ihre engste Vertraute nicht früher an ihrer Seite gebraucht? Ganz zu schweigen davon, dass Ragland nach einem elf Stunden Flug von Los Angeles und einem Zeitunterschied von acht Stunden sicher vom Jetlag geschlaucht sein wird und in diesem Zustand, kurz vor knapp, die Königsfamilie kennenlernen wird. Physischer und psychischer Stress, der von außen betrachtet unnötig erscheint. 

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Die royale Hochzeit des Jahres

21. Mai 2018  Das offizielle Hochzeitsbild von Harry und Meghan ist da! Das frisch vermählte Pärchen lacht zufrieden in die Kamera des bekannten englischen Fotografen Alexi Lubomirski. Für die offiziellen Porträts wählt Alexi Lubomirski einen Hintergrund im Schloss Windsor. Königlicher geht es nicht.
21. Mai 2018  Auf dem offiziellen Pärchenfoto lachen Herzogin Meghan und Prinz Harry erleichtert in die Kamera des britischen Star-Fotografen Alexi Lubomirski.
GALA-Sonderausgabe zur Hochzeit in England: GALA Royal 01/2018  Die Hochzeit des Jahres  Plus Die schönsten royalen Hochzeiten aller Zeiten  Máxima & Willem-Alexander der Niederlande   Prinzessin Diana & Prinz Charles  Victoria & Daniel von Schweden  + Diademe, Braut-Looks, Festmenü
21. Mai 2018  Einige Blumen, die zu dem schlichten Strauß gebunden wurden, hat Prinz Harry für seine Braut im Palastgarten gepflückt.

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4. Hätte man Meghans Familie nicht besser eingeladen sollen?

Das augenscheinlich zerrüttete Verhältnis der Braut zu ihrer Familie ist ein Dauerthema in den Medien. Folge: Nur die Eltern von Meghan erhielten eine Einladung. Meghans Halbgeschwister Thomas und Samantha und deren Familien müssen sich die Hochzeit wie alle anderen im Fernsehen ansehen. Eine verständliche Entscheidung, haben doch beide wiederholt schlecht über Meghan in der Öffentlichkeit gesprochen. Die "Daily Mail" allerdings nimmt eine andere Haltung ein: Eine Einladung hätte eine Geste der Versöhnung sein können. "Manchmal ist eine Hochzeit eine gute Gelegenheit, alte Missstände beizulegen, anstatt sie zu zementieren", schreibt Kolumnist Piers Morgan. "Harry und Meghan werden jetzt viel mehr verärgerte Markles vor sich haben, die vor Wut zornig sind, weil sie brüskiert werden, besonders wenn sie Prominente wie die Beckhams in ihren Sitzen in der Kirche sitzen sehen."
Seltsam: Auch zwei respektable Onkel von Meghan - Frederick Markle, 75, amerikanischer Bischof, und Michael Markle, 78, ehemaliger US-Diplomat - sind nicht erwünscht. 

5. Warum dürfen Harrys Jugendfreunde und einige seiner Verwandten nicht kommen?

Laut "Daily Mail" stehen Harrys Kumpels Freddy Windsor, 39, und dessen Schwester Lady Gabriella Windsor, 37, (Kinder von Queen Cousin Michael von Kent) sowie Lady Davina Lewis, 40, und Lady Helen Taylor,54, (ebenfalls Kinder von Queen-Cousins) nicht auf der Gästeliste. Der Vorwurf der "Daily Mail": "Warum haben Harry und Meghan auf Kosten ihrer eigenen Generation junger Royals eine Reihe von Prominenten eingeladen? Das ist wirklich verwirrend. Sie laden Leute ein, die sie sicherlich kaum kennen - zum Beispiel die "Spice Girls" - auf Kosten der Freunde aus der Kindheit." Für 800 Gäste bietet die St. George's Kapelle auf Schloss Windsor Platz. Eingeladen haben Meghan und Harry aber "nur" 600 - angeblich, damit die Bänke anders gestellt werden können und damit bessere Bilder der Zeremonie für die TV-Übertragung geliefert werden. Vielleicht ein Grund, warum manch alter Freund weichen musste. 

Nach dem Familien-Skandal

Prinz Harry nimmt seine Meghan in Schutz

Prinz Harry und Meghan Markle
Das es vor einer Hochzeit stressig wird, ist normal. Doch was Meghan momentan durchmachen muss, lässt sich bestimmt nicht leicht verdauen. Auch Prinz Harry zeigt sich besorgt.
©Gala
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