Herzogin Meghan + Prinz Harry: Wollte der Palast die Sussex' "aussortieren"?

Prinz Harry und Herzogin Meghan sind mit ihrem Rücktritt dem Plan des Palastes zuvorgekommen, nach dem der Kern des Königshauses verkleinert werden soll - das behauptet Tom Bradby, ein Vertrauter des Paares. 

Was steckt hinter dem Rücktritt von Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, als Senior-Mitglieder des britischen Königshauses? Bisher schien die Antwort darauf klar zu sein: Die Sussexes wollen ihr Leben sowohl beruflich als auch privat selbstbestimmter gestalten. Schon in einem Interview im Oktober 2019 für die Doku "Harry and Meghan: An African Journey", hatten sie deutlich gemacht, mit dem Leben als Royals zu hadern. Allen voran wegen der permanenten Beobachtung und Bewertung durch die Medien.

Harrys langjähriger Vertrauter und Journalist Tom Bradby, 52, wirft nun aber einen anderen, sehr interessanten Grund für den Rücktritt in den Raum: Der Palast wollte Harry und Meghan angeblich aus der ersten Reihe der Royals "aussortieren". 

Prinz Harrys und Herzogin Meghans Freund Tom Bradby spricht

Es sei schlichtweg nicht war, dass Queen Elizabeth, 93, Prinz Charles, 71, und Prinz William, 37, von den Plänen Harrys und Meghans "überrumpelt" worden seien, stellt Bradby zunächst in einem Interview mit seinem Arbeitgeber, dem TV-Sender "ITV", klar. Unter anderem berichtete "Daily Mail", dass Harry seinem Vater Prinz Charles erst kurz vor Weihnachten mitgeteilt habe, mit Meghan mehr Zeit in Nordamerika verbringen zu wollen. Bradby behauptet jetzt, dies sei in erster Linie eine Reaktion gewesen - und keine Aktion:

"Die Ansicht des Paares war, dass es zurückkommt und seine Pläne mit der Familie besprechen. Während ihrer Abwesenheit [in Kanada, Anmerk. der Red.] wurde ihnen mitgeteilt, dass es eine abgespeckte Monarchie geben würde, und sie nicht wirklich ein Teil davon sein würden".

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Ist ihr Rücktrittsplan zum Scheitern verurteilt?

Herzogin Meghan und Prinz Harry
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©Gala

 

Will sich das britische Königshaus verkleinern?

Das Gerücht, dass Prinz Charles den Kern des Königshaues - das heißt die Anzahl der hauptberuflichen Royals und Apanage-Empfänger - nach dem Tod von Queen Elizabeth verkleinern will, gibt es schon seit Jahren. Denn egal, wie beliebt, berühmt oder mächtig Harry und Meghan auch sein mögen: Harry gehört als Platz sechs der Thronfolge nicht zu den entscheidenen Akteuren der Monarchie - das sind die Queen, Charles, William und Prinz George, sechs.

Was immer der Palast womöglich im Zuge einer Verkleinerung des Königshauses plant und wie sich dieses konkret ausgestalten wird - es wäre ein Schritt in die Moderne, wie ihn im Oktober 2019 König Carl Gustaf von Schweden, 72, vorgemacht hat. Er entzog fünf seiner Enkel den Titel "Königliche Hoheit" und entband sie damit vor der Übernahme etwaiger royaler Pflichten in der Zukunft.

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Foto der Queen, William, George und Charles als mögliches i-Tüpfelchen

Bradbys "ITV"-Kollege und Royal-Berichterstatter Chris Ship vermutet unterdessen. dass ein am 3. Januar 2020 vom Palast veröffentlichte Foto von Prinz William, Prinz Charles, Prinz George und Queen Elizabeth das Fass für Harry zum Überlaufen brachte. Das Foto der amtierenden Monarchin und ihren drei Nachfolgern wurde am 18. Dezember aufgenommen, als Harry und Meghan in Kanada waren. Die Botschaft ist klar: Hier stehen die Gegenwart und die Zukunft der britischen Monarchie.  Ship dazu: "Ich sage nicht, dass sie Harry und Meghan ausgegrenzt  haben, weil es eine brutale Tatsache ist, dass Harry nie Teil dieser Linie der Nachfolge war. Aber zu Beginn eines Jahrzehnts hatte die königliche Familie das Gefühl, dass sie sich sehr auf die Zukunft konzentriert soll - die Königin und ihre drei Erben."

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Dies unterstreichen auch ein am 21. Dezember veröffentlichtes Video, das die Queen, Charles, William und George beim Pudding machen zeigt und der Umstand, dass während der Weihnachtsansprache der Queen ein Foto der Sussexes auf ihrem Schreibtisch fehlte. 

Ein Insider erzählte "Daily Mail" allerdings, dass Charles klar gemacht habe, dass Harry und Meghan trotz des Fokus' auf die Thronerben wichtige Repräsentanten für das Haus Windsor bleiben würden.

Was sich schlussendlich wirklich im Hause Mountbatten-Windsor abspielt und abspielte; ob Harry den partiellen Rückzug aus dem Königshaus aus freien Stücken angetreten ist oder sich unter Druck gesetzt fühlte, der "Ersatzbank" zuvorzukommen -  das wissen nur die beteiligten Mitglieder selbst.

Verwendete Quelle: Daily Mail

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