Prinz Harry + Herzogin Meghan: Ex-Vertrauter von Diana: Attacke gegen die Presse ist ein Fehler

Prinz Harry und Herzogin Meghan klagen gegen drei große Boulevard-Zeitungen in Großbritannien, weil sie Privatinformationen über die Royals veröffentlicht haben. Warum dieser Vorgang verständlich, aber Harry und Meghan vermutlich nicht glücklich machen wird.

Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, wehren sich juristisch gegen die Berichterstattung von "Mail on Sunday", "The Sun", "The Mirror" sowie der 2011 eingestellten "News of the World". Die Öffentlichkeit reagiert gespalten. Unter das Verständnis, dass sich das Paar die anhaltend negative Berichterstattung sowie die Weitergabe vertraulicher Informationen nicht gefallen lassen will, mischt sich harte Kritik. Eine Person, die Harrys und Meghans Vorgehen als "riskant" beschreibt, ist Patrick Jephson, der von 1988 bis 1996 als Privatsekretär von Prinzessin Diana, †36, arbeitete.

Prinz Harry und Herzogin Meghan 

Die Prinzessin von Wales verklagte nur ein einziges Mal in ihrem Leben ein Medienunternehmen: Die ebenfalls von Harry zur Rechenschaft gezogene "Mirror Group Newspapers". Grund: Sie druckte Paparazzo-Bilder von Diana während eines Trainings im Fitnessstudio ab. "Prinzessin Dianas Entscheidung [zu klagen] markiert eine neue Herangehensweise der königlichen Familie, die sich traditionell geweigert hat, mit dem Gesetz zurückzuschlagen", berichtete damals die BBC. Das Ergebnis: Man einigte sich außergerichtlich. Die "Mirror Group Newsgroup" musste 200.000 Pfund an Wohltätigkeitsorganisation zahlen sowie Dianas Gerichtskosten in Höhe von einer Millionen Pfund übernehmen.

"Benehmen Sie sich nicht so!"

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Prinz Harry
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©Gala

Patrick Jephson erinnert sich noch gut an die Zeit. In einem Beitrag für "The Guardian" schreibt er über den Moment, als die Nachricht über die Einigung kam: "Es fühlte sich nicht wie eine Siegesparade an und am nächsten Tag waren die bekannten Gesichter des Pressepacks lustigerweise alles andere als zerknirscht. (...) ". Ihm sei daraufhin der Gedanke gekommen, schreibt Jephson weiter, dass kalte Füße vor dem juristischen Schritt "ein Segen" hätte sein können. Denn geändert hat sich das Verhalten der Presse gegenüber Diana nicht - im Gegenteil, wie die Geschichte auf tragische Weise zeigt.

Patrick Jephson und Prinzessin Diana im September 1989 bei einem Termin.

Rat an Harry und Meghan

Jephson ergänzt, dass Diana das Volk nie über die Demokratie belehrt oder einen Pressevertreter beleidigt habe. "Mitglieder der Königsfamilie müssen den Unterschied zwischen Mobbing und Kritik, zwischen Sarkasmus und Ironie lernen", meint Jephson. "Dieser Teil des historischen Abkommens wird von den britischen Medien, die Personen des öffentlichen Lebens zur Rechenschaft ziehen, deren Leben von (normalerweise) freundlichen britischen Steuerzahlern subventioniert wird, überwacht."

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Das Dilemma von Harry und Meghan sieht der Ex-Vertraute von Prinzessin Diana in dem Umstand begründet, dass sie zwischen zwei Leben stehen: dem als Royal und dem, dass sie gerne führten würden. "Was für ein Traum: Berühmt sein ohne Entschuldigung, Gulfstreams [fliegen] ohne Schuldgefühle, Sonntags ohne Sonntagszeitung und glückliche Anonymität für Baby Archie", unterstellt Jephson Harry und Meghan. An ihrem Schicksal, beide Leben nicht miteinander vereinen zu können, werde weder ein Sieg noch eine Niederlage vor Gericht etwas ändern, so Jepshon.

Verwendete Quelle: The Guardian

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