Prinz Harry + Herzogin Meghan: Neonazi-Drohbild versetzte sie in Angst und Schrecken

Die BBC hat sich bei Prinz Harry dafür entschuldigt, dass sie ohne Vorwarnung eine grafische Neonazi-Propaganda-Darstellung veröffentlicht hat, in der der Herzog von Sussex als "Rassenverräter" bezeichnet wird.

Prinz Harry, 35, und die zu jenem Zeitpunkt im fünften Monat schwangere Herzogin Meghan, 38, muss der Anblick der geschmacklosen Darstellung bis ins Mark getroffen haben. Neonazis hatten ein Bild des Prinzen mit einer Waffe am Kopf in Umlauf gebracht. Darüber der Schriftzug "Wir sehen dich später, Rassenverräter!", auf Harrys Schulterhöhe ein Hakenkreuz und Blutspritzer. Die offenkundige Drohung bringt Ende 2018 das britische Königshaus in hellste Aufruhr. 

Der britische Nachrichtensender BBC trägt mit seiner Berichterstattung dazu bei, indem er die Grafik im Dezember 2018 in seinen 10-Uhr-Nachrichten zeigt, um über die offizielle Untersuchung einer rechtsextremen Untergrundgruppe namens "Sonnenkrieg Division" zu berichten. Die Überschrift dazu lautet: "Britische Neonazis schlagen vor, Prinz Harry zu erschießen." Das kommt nicht gut an bei den Royals. Prinz Harry lässt eine formelle Beschwerde bei dem Medienunternehmen einreichen.  

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Sender verteidigt Entscheidung gegenüber Prinz Harry

Nun, mehr als ein halbes Jahr später, entschuldigt sich die BBC beim Herzog von Sussex dafür, ihn nicht rechtzeitig über eine bevorstehende Berichterstattung informiert zu haben. In einem Brief bezieht man sich auf ein "wichtiges Stück Journalismus", das der königlichen Familie "große Sorgen" bereitet habe, wie man verstanden zu haben scheint. Insgesamt verteidigt der Sender seine Entscheidung für die Publikation der Nachricht. 

BBC und Medienaufsichtsbehörde stellen Untersuchungen an

Das "sehr anschauliche" Bild, das Prinz Harry mit einer Waffe am Kopf zeigt, wirft zum Zeitpunkt der Veröffentlichung "ernsthafte Sicherheitsbedenken" für die Sussexes auf, so ein Palastsprecher. Als Folge der offiziellen Beschwerde des Prinzen soll der Fall durch die BBC und die Ofcom, die britischen Medienaufsichtsbehörde, untersucht werden. Das Ergebnis: Die Berichterstattung liege im öffentlichen Interesse.

Brief an den Herzog von Sussex

Die Verantwortlichen des Nachrichtensenders sollen jetzt an Prinz Harry geschrieben haben, mit der Erkenntnis, dass sie "bevor wir ernsthaft beleidigendes Material veröffentlichen, wachsam sein müssen, um die Auswirkungen auf Einzelpersonen gegen das Allgemeinwohl abzuwägen, das durch Veröffentlichung erreicht werden kann". Ein Insider erklärt gegenüber "The Telegraph": "Natürlich bedauern wir, Sorgen verursacht zu haben, und wir haben uns dafür entschuldigt, dass wir den Kensington-Palast nicht im Voraus gewarnt haben, dass es veröffentlicht werden soll."

Prinz Harry kritisiert Weiterverbreitung des Drohbildes

Harry habe sich persönlich mit Lord Hall, dem BBC-Generaldirektor, getroffen, um das Thema zu besprechen. Laut eines Sprechers des Herzogs sei dieser der Ansicht, dass statt das Bild weiterzuverbreiten und einer Sache eine Plattform zu geben, die nur von wenigen gesehen worden wäre, hätte man es lediglich beschreiben sollen, damit andere nicht potenziell durch ein solch brandstifterisches Bild beeinflusst würden. 

Zwei Neonazis sind bereits verurteilt

Seit der Veröffentlichung der Geschichte sind zwei Mitglieder der Neonazi-Gruppierung verurteilt worden. Der 19-jährige Michal Szewczuk gesteht zwei Fälle der Terrorismusförderung und fünf Fälle des Besitzes von Dokumenten, die für einen potenziellen Terroristen nützlich sein könnten. Der 18-jährige Oskar Dunn-Koczorowski bekannte sich der Terrorismusförderung schuldig.

Verwendete Quelle: The Telegraph, Express, Daily Mail, BBC

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