Prinz Harry + Herzogin Meghan: 10 Fragen, die dringend geklärt werden müssen

Die Nachricht, dass Prinz Harry und Herzogin Meghan nicht länger in der ersten Reihe der Royals stehen wollen, schlug ein wie eine Bombe. Nun tun sich eine Menge Fragen auf, die der Palast so schnell wie möglich klären muss. 

Der 8. Januar 2020 wird in die Geschichtsbücher der britischen Monarchie eingehen: Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, gaben bekannt, keine Senior Royals mehr sein zu wollen. Ein Novum in der jahrhundertealten Tradition der Königsfamilie. Vor allem, dass Queen Elizabeth, 93, über diesen Schritt nicht ausreichend informiert gewesen sein soll, wird in den britischen Medien als Affront aufgefasst und mit Unverständnis und Kritik quittiert.

Mittlerweile seien die Teams von Queen Elizabeth, Prinz Charles, 71, Prinz William, 37, und Prinz Harry in die Gespräche gegangen, heißt es, um die drängendsten Fragen rund um den Rücktritt der Sussex zu erörtern. Welche das sind und wie ihre Antwort lauten beziehungsweise lauten könnten, fasst GALA zusammen.

1. Sind Prinz Harry und Herzogin Meghan noch Teil der Royal Family?

Ja! Unabhängig von den Verantwortlichkeiten innerhalb der Institution bleiben vor allem Harry als Enkel und Archie, acht Monate, als Urenkel der Königin für immer Teil der Familie Mountbatten-Windsor. Die Blutsverwandtschaft hebt der Rücktritt nicht auf - eine Parallele zu dem aktuellen Skandal um Prinz Andrew. Obwohl der 59-Jährige wegen seiner kontroversen Freundschaft zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, †66, vorerst von allen seinen Pflichten zurückgetreten ist, bleibt der Queen-Sohn Teil der Familie und wird weiter an innerfamiliären Terminen teilnehmen. 

2. Werden Harry, Meghan und Archie noch gemeinsam mit der Königsfamilie zu sehen sein?

Vermutlich ja. In seinem Statement machte das Ehepaar Sussex deutlich, der Queen weiterhin als Repräsentanten der Monarchie zur Seite stehen zu wollen. "Wir beabsichtigen, als hochrangige Mitglieder der königlichen Familie zurückzutreten und daran zu arbeiten, finanziell unabhängig zu werden, während wir Ihre Majestät, die Königin, weiterhin uneingeschränkt unterstützen."

Ob zu dieser "uneingeschränkten Unterstützung" auch die Begleitung zu großen Feierlichkeiten zählt - die Queen versammelt zum Beispiel bei der Trooping-the-Colour-Parade und am Remembrance Day ihre ganze Familie um sich - wird sich zeigen. Eigentlich gelten diese Ereignisse als Pflichttermine. Ob sich Harry und Meghan dem royalen Kalender weiterhin anschließen werden, ist derzeit nicht mit Sicherheit zu sagen. Die Krone dürfte aber trotz allem ein Interesse an der Teilnahme des Paares haben: Die beiden gehören zu den bekanntesten Menschen der Welt und bringen dem Königshaus eine Menge Publicity.

3. Werden Harry und Meghan ihre Titel abgeben?

Der Wunsch der Sussexes ist es, ihre royalen Titel zu behalten. Das Statement der beiden ist mit "Der Herzog und die Herzogin von Sussex" unterschrieben und auch hier gilt: Harry und Meghan fordern keinen vollständigen Ausstieg aus der Königsfamilie, sondern wollen nur aus der ersten in die zweite Reihe treten. Auch ihr bereits angemeldetes Patent für einen potentiellen Markennamen trägt den Titel "Sussex Royal" - eine Bezeichnung, die die Verbindung zum Königshaus sichtbar macht. Zudem gibt es in der Familie der Queen zahlreiche Mitglieder, die nicht als Senior Royals fungieren und trotzdem Titel tragen. Beispielhaft sind hierbei Prinzessin Beatrice, 31, Prinzessin Eugenie, 29, Prinzessin Anne, 69, Prinz Edward, 55, und Herzogin Sophie, 54, zu nennen. 

Ob diesem Wunsch von Harry und Meghan aber wirklich nachzukommen ist, darüber entscheiden jetzt die Queen, Prinz Charles, Prinz William und ihre Mitarbeiter. Schon vor dem Statement der Sussex' wurden Forderungen des Volkes laut, dass das Ehepaar seine Titel und damit verbundene Privilegien abgeben solle. Das Herzogtum von Harry und Meghan, die südenglische Grafschaft Sussex, geht sogar mit einer Petition gegen die prominenten Repräsentanten vor. Der nun von Harry und Meghan veröffentlichte Plan war Wasser auf die Mühlen der Kritiker und bescherte ihnen einen nicht zu unterschätzenden Zulauf: Auf Instagram fordern Tausende Nutzer die sofortige Abgabe der royalen Titel. 

Ein Aufschrei, den die Queen nicht ignorieren kann. Immerhin ist ihr primäres Ansinnen, die Monarchie für immer zu erhalten. Sollten aufgrund von Harrys und Meghans Rücktritt Stimmen laut werden, die die generelle Abschaffung der britischen Monarchie fordern, könnte sich die Queen dem Druck des Volkes beugen und den Querschlägern die royalen Privilegien entziehen. 

4. Bleiben Harry und Archie in der britischen Thronfolge?

Ja. Selbst wenn Harry und Meghan ihre Titel abgeben müssen, bleiben Harry und Archie Teil der britischen Thronfolge. Mit dieser haben die Titel als solches nichts zu tun, die Thronfolge ergibt sich aus der Blutslinie. Was schon mit der Geburt von Archie deutlich wurde: Obwohl seine Eltern entschieden, dass er keinen Titel tragen soll, ist er aktuell die Nummer sieben der Thronanwärter. 

Archie Mountbatten-Windsor und Prinz Harry

5. Dürfen royale Titel kommerziell genutzt werden?

Eigentlich nicht. Es ist nicht im Sinne der Krone (und des Volkes), dass Mitglieder der royalen Familie ihre Prominenz nutzen, um sich damit finanziell zu bereichern. Harry und William bezeichnen ihre Familie, für die sie bislang hauptberuflich tätig sind, oft scherzhaft als "Firma". Obwohl das hart und emotionslos klingt: Die britischen Royals müssen für ihr Geld "royal arbeiten". Schlösser renovieren und Kleiderschränke füllen sich nicht von allein, die Royals erhalten Gelder und Apanagen für ihre Wohnungen und Leben von der Regierung - und somit vom britischen Steuerzahler. Dafür müssen sie ihren Repräsentations- und Wohltätigkeits-Pflichten nachkommen, das ist der Deal. 

Harry und Meghan wollen in Zukunft auf diese Gelder verzichten und finanziell unabhängig werden. Dafür ließen sie, wie bereits erwähnt, beim Patentamt den Markennamen "Sussex Royal" schützen. Ein Name, der sich in Zukunft sicher mehr als ertragreich verkaufen lässt. Sollte das Ehepaar wirklich autark und unabhängig von der Krone sein dürfen, könnten sie mit ihrer Marke Millionen einnehmen. Eine genaue Übersicht, wie Harry und Meghan das anstellen könnten, finden Sie hier

Ein Umstand, der sicherlich für Aufruhr im Volk sorgen wird. Ähnlich, jedoch in abgeschwächter Form, verhielt es sich mit Norwegens Prinzessin Märtha Louise, 48. Als sie ihren Prinzessinnen-Titel nutzte, um ihre Workshops und Bücher zu vermarkten, begehrten zahlreiche Kritiker auf. Der Palast reagierte umgehend: Seit August 2019 darf Märtha Louise ihren Titel nicht mehr für Werbezwecke nutzen. 

5. Wer kommt für die Sicherheitskosten der Sussex' auf?

Unklar. Bislang wurden die Kosten für den Personenschutz aus dem Sovereign Grant, dem jährlichen Finanzierungsmechanismus der Monarchie, bezahlt. Die Kosten für die Security von Harry, Meghan und Archie trug also die Queen. Nun wird diskutiert, wer die Summe bezahlt, wenn Harry und Meghan, wie angekündigt, Zeit in Nordamerika verbringen. Vor allem dann, wenn es sich um Privataufenthalte handelt, die in keinem Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Royals stehen. Zur Einordnung: Die Security-Kosten belaufen sich allein für das Familienheim der Sussexes in Windsor, Frogmore Cottage, laut Informationen der "Sun" jährlich auf über 800.000 Euro. 

In Zukunft werden diese Kosten steigen. Es werden sehr viel mehr Flugreisen getätigt werden und auch das zweite Zuhause, dass sich Harry und Meghan in Nordamerika aufbauen wollen, muss abgesichert werden. Wie die Planung der Kostverteilung aussehen soll, da lassen sich die Sussex' nicht in die Karten gucken. Zu groß sei die Gefahr, dass diese Informationen zu Sicherheitslücken führen könnten, so das Paar auf seiner Website.

6. Wo werden Harry und Meghan wohnen?

Während ihrer Aufenthalte in Großbritannien wollen Harry und Meghan weiterhin ihr Zuhause in Windsor, das Frogmore Cottage, nutzen. Zumindest so lange die Queen, die dem Paar das Haus zur Hochzeit schenkte, dies erlaube. Die Renovierung des Hauses sorgte in Großbritannien schon vor gut anderthalb Jahren für Unmut: Fast drei Millionen Euro flossen in die Arbeiten an Haus und Grundstück. 

Ein Bagger steht am 26. Januar 2019 im Hintergarten von "Frogmore Cottage 

Wo sich das Paar in Amerika niederlassen will, ist unbekannt. Konkreter als Nordamerika als zweiten Wohnsitz wurden Harry und Meghan bislang nicht. Am wahrscheinlichsten wäre aber ein Umzug nach Los Angeles, Meghans Heimat und Wohnort ihrer Mutter Doria Ragland, oder Kanada. Hier wohnen zahlreiche Freunde von Meghan, sie selbst lebte gut sieben Jahre in Toronto und fand dort ein zweites Zuhause und auch die sechswöchige Auszeit über Weihnachten und Silvester verbrachte die Familie Sussex auf Vancouver Island. Kanada wäre auch in Großbritannien besser zu argumentieren: Anders als in den USA könnten Harry und Meghan in dem Commonwealth-Staat für die Krone arbeiten. Für die Reisen zwischen ihren Wohnsitzen will das Paar nach eigenen Angaben selbst aufkommen; das habe man auch in der Vergangenheit immer so gehandhabt, heißt es.

7. Werden Sie ihre Schirmherrschaften in England behalten?

Ja. Im Statement heißt es deutlich: "Wir planen jetzt, unsere Zeit zwischen Großbritannien und Nordamerika zu balancieren und weiterhin unsere Pflicht gegenüber der Königin, dem Commonwealth und unseren Schirmherren zu erfüllen."

8. Werden Harry und Meghan weiter für die Krone reisen?

Noch zu klären. Die genauen Aufgaben und (zeitlichen) Verpflichtungen müssen nun abgesteckt werden. 

9. Wie wirkt sich die Forderung auf das Verhältnis von Harry und William aus?

Dass die Beziehung der Brüder momentan angekratzt ist, ist kein Geheimnis. Harry sprach ganz öffentlich über die Distanz zu seinem großen Bruder und sagte in der ITV-Dokumentation "Harry and Meghan: An African Journey", dass William und er momentan auf "unterschiedlichen Wegen" unterwegs seien. Der im Geheimen geplante Austritt von einigen royalen Pflichten und die unangekündigte Veröffentlichung dieser, dürfte für die Beziehung der Brüder nicht gerade förderlich sein. 

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Sechs wichtige Erkenntnisse aus ihrer Dokumentation

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry sprechen in ihrer Dokumentation "Harry and Meghan: An African Journey" überraschend offen über die Schattenseiten ihres Lebens in der Öffentlichkeit. Im Video sehen Sie die sechs wichtigsten Erkenntnisse.
©Gala / Brigitte

Mit der Forderung der Sussex' hintergingen Harry und Meghan nicht nur ihre Verwandten, sondern machten auch ganz klar deutlich, dass William als künftiger König keine allzu große Unterstützung von seinem Bruder und seiner Schwägerin erwarten darf. Für William und Herzogin Catherine, 38, bedeutet dies nun vermutlich mehr Arbeit; auf das Paar werden in Zukunft noch mehr Aufgaben, Reisen und Termine zukommen. Während Harry und Meghan mehr private Zeit mit ihrem Sohn Archie fordern, entziehen sie damit Kate und William die Möglichkeit, diese ebenfalls mit ihren Kindern, Prinz George, sechs, Prinzessin Charlotte, vier, und Prinz Louis, eins, zu haben. 

10. Wer profitiert vom "Megxit"?

Während es in der aktuellen Diskussion nur Verlierer zu geben scheint, gibt es ein paar Personen, die sich über den "Megxit" freuen dürften: die Freunde der Herzogin. Des Öfteren fiel auf, wie sehr Meghans engster Freundeskreis von ihrem Ruhm profitiert. Nicht nur Meghans beste Freundin, Jessica Mulroney, erlangte durch ihre Verbindung zur Herzogin noch mehr Prominenz. Aktuell kann sich die Stylistin vor Aufträgen kaum retten, pendelt für ihre TV-Auftritte und Arbeiten aktuell ständig zwischen Toronto und New York. 

Auch Sportlerin Serena Williams und Designerin Misha Nonoo , beide im Modebusiness tätig, dürften sich über Meghans neue Unabhängigkeit und die nun vielleicht gegebenen Möglichkeiten, Meghans als Werbegesicht einspannen zu können, extrem freuen. Die Marke 'Herzogin Meghan' hat eine immense Strahlkraft, die sich mehr als nur positiv auf Verkaufszahlen auswirkt. Sollte Meghan bald aktiv in den Geschäften ihrer Freundinnen mitmischen können, dürften deren Kassen ordentlich klingeln.

Herzogin Meghans Babyshower

Ihr New-York-Trip in Bildern

Die Hauptperson des Tages zeigt sich erst am Abend. Auf dem Weg zum Auto, das sie zum Flughafen bringen soll, wird Herzogin Meghan ein letztes Mal auf diesem Trip abgelichtet. Damit sie es auf dem Heimflug, der knapp sieben Stunden dauert, bequem hat, trägt Meghan Leggings und Sportschuhe. Um sich vor neugierigen Blicken zu schützen wählt sie eine schwarze Kappe. Dabei fällt auf: Es ist das gleiche Modell, das auch Abigail Spencer vor wenigen Stunden trug. Das aufgestickte Wort "Rectify" ist dabei Promotion für die gleichnamige TV-Serie, in der Abigail eine der Hauptrollen spielt. 
Herzogin Meghan feiert nicht nur eine, sondern direkt zwei Babypartys. Für die zweite Babyshower, die am 20. Februar stattfindet, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Unter anderem wird für Meghan und ihre Gäste eine Zuckerwatte-Maschine angeliefert. In Sachen Babygeschlecht stiftet der Karton weiter Verwirrung: Er ist in den Farben Blau UND Rosa gehalten. 
Auch musikalisch kommen die Gäste voll auf ihre Kosten: Erin Hill, eine weltberühmte Harfenistin, sorgt für die richtigen Klänge bei der Party. Die New Yorkerin konnte in ihrer Karriere schon so einige Erfahrungen mit Prominenten sammeln und musizierte bereits untere anderem gemeinsam mit Kanye West, Enya und a-ha.
Kommen hier Gastgeschenke für Meghan und ihre Freunde an? Die Luxus-Koffermarke Away liefert einige Taschen mit Koffern ins Hotel "The Mark".

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Wer ebenfalls "amused" sein dürfte: Oprah Winfrey und ihre beste Freundin Gayle King, beide 65. Die beiden TV-Moderatorinnen sind Teil des Inner Circle um Meghan und dürften nun für exklusive Interviews und gemeinsame Medien-Projekte prädestiniert sein. Winfrey, so wird spekuliert, soll sogar maßgeblich an dem Rücktritt der Sussex' beteiligt gewesen sein und zu dem brisanten Schritt geraten haben. 

Abschließend lässt sich sagen: Der Rücktritt der Sussex' ist in der Historie der britischen Monarchie bislang beispiellos. Aktuell sind unzählige Frage offen, deren Klärung nun ein wenig Zeit in Anspruch nehmen könnte. Trotz des Vertrauensmissbrauchs scheint es, als wären Queen Elizabeth, Prinz Charles und Prinz William gewillt, Harry und Meghan bei ihrem neuen Leben zu unterstützen. Vielleicht ist das aber auch nur das kleinere Übel: Das Paar scheint unberechenbar und noch mehr unkontrolliertes Chaos kann die Monarchie aktuell nur schwer verkraften.

Verwendete Quellen: Instagram, sussexroyal.com, Hello, Daily Mail

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