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Prinz George Wirbel um Parodie in "grausamer" TV-Serie

Prinz George, Herzogin Catherine und Prinz William fiebern beim EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion mit der englischen Nationalmannschaft.
Prinz George, Herzogin Catherine und Prinz William fiebern beim EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion mit der englischen Nationalmannschaft.
© Getty Images
Prinz George ist zum Protagonisten einer satirischen Zeichentrickkomödie geworden – unfreiwillig. Das löst nun heftige Diskussionen aus.

Fiktionale Filme und Serien über das britische Königshaus sind keine Seltenheit – doch dass Kinder plötzlich die Hauptrolle spielen, ist neu. Und dass die kleinen Royals zudem noch parodiert und satirisch dargestellt werden, geht für viele Royal-Fans und Expert:innen entschieden zu weit.

Grund dafür ist die neu erschienene Zeichentrickserie "The Prince" von HBO Max, die auf parodistische Weise den Alltag im Palast aus der Sicht eines fiktiven, achtjährigen Thronfolgers schildert: Prinz George, 8. Die Serie, in der wichtige Mitglieder der königlichen Familie zu sehen sind, wurde am Donnerstag, 29. Juli 2021, auf dem US-Streamingdienst veröffentlicht.

Royal-Experten: Serie "grenzt an Mobbing"

Doch allein der Trailer macht bereits viele User:innen in den sozialen Medien wütend. Einige bezeichnen die Serie als "unangemessen" und "respektlos". In dem zweiminütigen Clip betritt eine Figur, die anscheinend von Prinz Louis, 3, inspiriert wurde, einen Raum und bittet unhöflich um Tee, bevor er ihn trinkt und die Tasse auf dem Boden zerschlägt. Der fiktive Prinz George kommentiert dies mit den Worten: "Okay, dieses Kind macht mich wahnsinnig." In einer anderen Szene verlangt Prinz George nach einem neuen Tee, der "nicht nach Urin schmeckt".

"Ich bin nicht besonders damit einverstanden, Kinder zu parodieren [...]", kritisiert "Finding Freedom"-Autor Omid Scobie sichtlich wütend auf Twitter und ergänzt: "Die Royals wurden im Laufe der Jahre in dutzenden von Sendungen parodiert (Spitting Image, The Windsors, SNL usw.), aber das ist das erste Mal, dass ich mich daran erinnern kann, dass Kinder zur Zielscheibe werden. Es mag 'Comedy' sein, aber es wirkt grausam und grenzt an Mobbing. [...]".

Royal-Experte Richard Palmer sieht das ähnlich: "Ich nehme an, das gehört dazu, und die Royals neigen dazu, an die künstlerische Freiheit zu glauben. Aber sich über einen kleinen Jungen lustig zu machen, wird bei einigen nicht gut ankommen. Würde ein US-Unternehmen eine ähnliche Serie über das Kind eines US-Präsidenten in Auftrag geben?" Prinz Harrys, 36, Biografin Angela Levin unterstützt ihren Kollegen: "Ich finde es [die Serie] ziemlich unangenehm. [...] Kinder? Nein, danke." Und auch Royal-Autor Robert Jobson hat den Tweet seines Kollegen Palmer schnell geteilt. 

Sorge um Prinz Georges Freundeskreis

Unter Scobies Twitter-Post häufen sich seither die Kommentare zahlreicher Royal-Fans, die von der neuen Serie ebenfalls schockiert sind. "Kinder sollten tabu sein", schreibt ein User, ein anderer ergänzt: "Mir sind die Familienmitglieder, die noch auf der kleinen Insel sind, egal, aber das ist auf so vielen Ebenen falsch. Lasst Kinder in Ruhe!" Eine andere Nutzerin macht sich Sorgen um Prinz Georges Privatleben: "Der arme Prinz George wird mit anderen Kindern in die Schule gehen müssen, die die Sendung gesehen haben. Er tut mir leid. Er ist so ein süßer kleiner Junge."

Im Wembley Stadion

"The Prince" wurde nach Prinz Philips Tod verschoben

Die Serie "The Prince" wurde von Gary Janetti, 55, kreiert, der auf seinem Instagram-Account regelmäßig Witze über die Royal Family veröffentlicht. Er ist es auch, der in der zwölfteiligen Serie Prinz George seine Stimme leiht. Weitere Synchronsprecher:innen sind unter anderem Orlando Bloom, 44, Sophie Turner, 25, und Frances de la Tour, 76.

Die Serie sollte ursprünglich im April Premiere feiern, wurde aber nach dem Tod von Prinz Philip, †99, der auch in der Serie vorkommt, verschoben.

Verwendete Quellen: twitter.com, express.co.uk

aen Gala

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