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Prinz Frederik + Prinzessin Mary Eisernes Schweigen! Darum sprechen sie nicht über die Schulwahl ihrer Ältesten

Prinzessin Josephine, Prinz Frederik, Prinzessin Isabella, Prinzessin Mary, Prinz Vincent und Prinz Christian.
Prinzessin Josephine, Prinz Frederik, Prinzessin Isabella, Prinzessin Mary, Prinz Vincent und Prinz Christian.
© Patrick van Katwijk / Getty Images
Ende Juni 2022 beschlossen Prinz Frederik und Prinzessin Mary, ihre beiden ältesten Kinder vom skandalumwitterten Internat Herlufsholm abzumelden. Demnächst beginnt in Dänemark das neue Schuljahr – und bisher ist nicht bekannt, welche Schulen Prinz Christian und Prinzessin Isabella besuchen werden.  

Nachdem Anfang Mai 2022 durch eine TV-Doku bekannt geworden war, dass es in dem Eliteinternat Herlufsholm unter den Schüler:innen zu Gewalt, Missbrauch und Mobbing gekommen ist, geriet auch die dänische Kronprinzenfamilie in die Schlagzeilen. Lange zögerten Prinz Frederik, 54, und Prinzessin Mary, 50, ihren Sohn Prinz Christian, 16, von der Schule abzumelden und Prinzessin Isabellas, 15, Anmeldung rückgängig zu machen. Ihr Ältester drückte dort bereits knapp ein Jahr lang die Schulbank, während seine Schwester erst nach den diesjährigen Sommerferien ins Internat gezogen wäre. Erst Ende Juni entschlossen sich die Royals dazu, Fakten zu schaffen und das unschöne Kapitel Herlufsholm abzuschließen. Doch nun rätseln die Dänen, wie es mit den künftigen Königskindern weitergeht.    

Prinz Frederik und Prinzessin Mary wollen Aufmerksamkeit vermeiden

In der zweiten Augustwoche soll in Dänemark die Schule wieder beginnen – doch bis jetzt hat das Thronfolgerpaar noch nicht offenbart, wohin Christian und Isabella gehen werden. Der Journalist Jacob Heinel Jensen hält dieses Schweigen zwar für untypisch, aber nicht unbegründet. "Normalerweise ist die Erziehung der königlichen Kinder Privatsache, aber nach dem Fall Herlufsholm ist es schwierig, sie aufrechtzuerhalten, weil die Öffentlichkeit so viel Aufmerksamkeit erregt hat," stellt der Königshaus-Korrespondenten der dänischen Zeitung "B.T." fest und vermutet: "Deshalb ist man auch sehr vorsichtig, wann und wie man die Schulwahl bekannt gibt. Es wird viel Aufmerksamkeit erregen, mehr als je zuvor, denn es wird analysiert und kommentiert werden, und die königliche Familie ist daran interessiert, dass die Kinder einen möglichst normalen Schulstart haben."

Die Dänen werden um ihre Meinung gefragt

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von "B.T." ergab, dass es 30 Prozent der Befragten vorziehen würden, wenn Prinz Christian ein öffentliches Gymnasium besucht und 32 Prozent würden es gern sehen, wenn seine Schwester diesem Beispiel folgt. Jacob Heinel Jensen meint allerdings, es müsse für die Kinder befremdlich sein, wenn die Menschen eine Meinung zu ihrer Schulwahl haben. "Normalerweise gilt die Einstellung, dass man bis zum 18. Lebensjahr ein Kind ist, aber in diesem Fall sind die Kinder wegen der Aufmerksamkeit vielleicht etwas zu schnell erwachsen geworden. Das ist bedauerlich." 

Der Königshausexperte geht davon aus, dass die Familie eine zu große Aufmerksamkeit vermeiden wolle. Sehr wahrscheinlich werde die Presse nicht zum ersten Schultag eingeladen, stattdessen sei es möglich, dass die Familie selbst Bilder veröffentliche. So habe sie bereits bei Prinz Christians Schulanfang in Herlufsholm verfahren.

Prinzessin Isabellas Schulwahl scheint gesetzt

Fakt ist: Frederik und Mary müssen in den vergangenen Wochen unglaublich unter Druck gestanden haben. Das ihnen entgegengebrachte Unverständnis für ihr zögerliches Handeln nach dem publik gewordenen Internatsskandal war sicherlich kein Zuckerschlecken für das sonst so gefeierte Paar. Dann der Entschluss, Herlufsholm den Rücken zu kehren und innerhalb kürzester Zeit neue Schulen für ihre Kinder zu finden – Stressfaktoren, die belasten: "Das Unglaublichste ist, dass es in letzter Sekunde passieren muss. Und, dass alles passieren kann", so Heinel, präsentiert allerdings gleichzeitig gut vorstellbare Szenarien. "Ich gehe davon aus, dass Prinzessin Isabella weiterhin die Tranegaard-Schule besuchen wird, und dann wird es interessant zu sehen, wohin Prinz Christian gehen wird – ob nach Øregård, Gammel Hellerup, Zahles oder etwas ganz anderes." Am Ende der Woche werde man vermutlich schlauer sein, vermutet der Royal-Kenner.

Wo wird Prinz Christian die Schulbank drücken?

Auch Lars Hovbakke Sørensen, Königshausexperte der Zeitung "Ekstra Bladet", macht sich Gedanken über den Schulstart von Prinz Christian und Prinzessin Isabella. Ähnlich wie Jensen bewertet er das Schweigen zu ihrer Schulwahl als ungewöhnlich, hat jedoch eine schlüssige Erklärung: "Das hat damit zu tun, dass sie erst sehr spät aus Herlufsholm herausgekommen sind." Die Entscheidung sei erst kurz vor den Sommerferien getroffen worden.

Im Gegensatz zu seinem Kollegen allerdings hat Sørensen bereits eine konkretere Vermutung, welche Schule für Christian infrage kommt. "Eine naheliegende Wahl könnte das Zahles-Gymnasium in Kopenhagen sein. Da es sich um ein privates Gymnasium handelt, kann man sich erst recht spät bewerben, und es hat Tradition, dieses Gymnasium zu besuchen. Königin Margrethe war dort", begründet er seinen Tipp. Dort wäre der Schulstart am 9. August. In Bezug auf Prinzessin Isabella teilt er Jensens Meinung und sieht sie in ihr altes Klassenzimmer auf der Tranegaardskolen in Gentofte zurückkehren. 

Verwendete Quellen: bt.dk, ekstrabladet.dk

ama Gala


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