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Prinz Edward + Gräfin Sophie Diese Fehltritte von Kate und William müssen sie in der Karibik vermeiden

Gräfin Sophie von Wessex, Herzogin Catherine, Prinz Edward und Prinz William
Gräfin Sophie von Wessex, Herzogin Catherine, Prinz Edward und Prinz William
© Samir Hussein/WireImage / Getty Images
Nachdem erst kürzlich Prinz William und Herzogin Catherine in die Karibik gereist sind, werden nun auch Prinz Edward und Gräfin Sophie einige Länder des Commonwealth besuchen. Einfach wird diese Tour allerdings nicht.

Es war ihre wohl schwerste Reise. Vom 19. bis 26. März 2022 reisten Herzogin Catherine, 40, und Prinz William, 39, im Namen des Commonwealth in die Karibik und besuchten Belize, Jamaika und die Bahamas. Die Royals schüttelten dutzende Hände und lächelten gut gelaunt in die Kameras, doch hinter ihnen protestierte das Volk. Das ging auch an William und Kate nicht spurlos vorbei, in den letzten Tagen ihrer Tour wirkten sie in unbemerkten Momenten immer bedrückter. Vor allem, weil bei der Organisation mehrere gravierende Fehler gemacht wurden.  

Prinz William + Herzogin Catherine: Grobe Fehler während Karibikreise

So sorgten unter anderem Aufnahmen aus Kingston, Jamaika, für Entsetzen. Zu sehen sind Kate und William bei der Begrüßung einiger Fans, die durch einen Drahtzaun von den Royals getrennt werden. Ein Bild, das angesichts der kolonialen Vergangenheit und Sklaverei die Diskussionen rund um die royale Reise noch einmal verschärfte. "Ich frage mich wirklich, was sich die Organisatoren des Palastes bei einigen der gestrigen Fotomomente gedacht haben. Die Planung und Aufklärung, die in jeden Schritt dieser Veranstaltungen einfließt, ist auf höchstem Niveau, warum hat also niemand daran gedacht, bestimmte Bilder zu vermeiden?", schrieb unter anderem Royal-Experte Omid-Scobie auf Twitter und erntete viel Zuspruch.

Prinz William und Herzogin Catherine in Kingston, Jamaika
Prinz William und Herzogin Catherine in Kingston, Jamaika
© Dana Press

Doch Prinz William und Herzogin Catherine wurden nicht nur mit Protesten gegen die Sklaverei, Forderungen nach Reparationen und einer persönlichen Entschuldigung konfrontiert, sondern mussten auch mit ansehen, wie Andrew Holness, der jamaikanische Premierminister, vor laufender Kamera erklärte, dass sich das Land "von der Monarchie entfernt" habe und beabsichtigt, nach Barbados ebenfalls eine Republik zu werden. Noch vor ihrer Abreise in Richtung Heimat wendete sich Prinz William daher mit einer noch nie dagewesenen Erklärung zu Wort und betonte: "Catherine und ich haben uns dem Dienen verschrieben. Für uns bedeutet das nicht, den Leuten zu sagen, was sie tun sollen."

Große Herausforderung für Prinz Edward und Gräfin Sophie 

Trotzdem sollen Prinz Edward, 58, und Gräfin Sophie von Wessex, 57, jetzt auch vom 22. bis 28. April in die Karibik reisen. Durch die Patzer ihrer Vorgänger sollte sich ihre Vorfreude allerdings in Grenzen halten. Das wissen auch die Berater des Palastes. Um weitere PR-Fallen zu vermeiden, sollen die Palastbeamten die Reiseroute der Wessexes bereits sorgfältig geprüft haben, berichtet "The Telegraph". Für Edward und Sophie geht es nach Antigua, Barbuda, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen.

Während die Cambridges auch dafür kritisiert wurden, zu sehr die äußerst erfolgreichen Touren von Queen Elizabeth, 95, und Prinz Philip, †99, nachzuahmen, sollen sich Prinz Edward und Gräfin Sophie primär auf die historische Regentschaft der Königin konzentrieren. Ursprüngliche Pläne, die Menschenmengen in Grenada in einem offenen Wagen zu begrüßen, wie es die Monarchin und Prinz Philip bei ihrem ersten Besuch des Landes im Jahr 1966 taten, sollen laut "The Telegraph" wieder auf Eis gelegt worden sein. Denn auch für William und Kates Fahrt in eben so einem Wagen hagelte es Kritik, Auftritte dieser Art erinnern zu sehr an die koloniale Vergangenheit der Karibikstaaten.

Prinz William und Herzogin Catherine in Kingston, Jamaica.
Prinz William und Herzogin Catherine in Kingston, Jamaica.
© Karwai Tang/WireImage / Getty Images

Eine weitere Herausforderung könnte Edward und Sophie in Grenada erwarten – in Form einer Kampagne gegen die Verwendung eines "anstößigen" Symbols in den königlichen Insignien, die eigentlich von der Generalgouverneurin Dame Cécile La Grenade getragen werden. Das in New York ansässige "Grenada 2050 Project" hat Dame Cécile dazu aufgefordert, die "rassistischen" Insignien des Ordens des Heiligen Michael und des Heiligen Georg, auf denen der weiße Erzengel St. Michael abgebildet ist, der den Hals des Satans zertritt, der als Schwarzer Mann dargestellt ist, nicht mehr zu tragen. "Dieses Abzeichen ist zweifellos nichts anderes als die Überzeugung der Weißen Vorherrschaft, dass der Weiße Mann gut und überlegen und der Schwarze oder dunkelhäutige Mann schlecht und minderwertig ist", heißt es in einer Erklärung. Im Jahr 2020 machte auch der Generalgouverneur von Jamaika, Sir Patrick Allen, deutlich, dass er das Symbol nicht mehr verwenden wird.

Karibikstaaten streben Unabhängigkeit an

Als die Königin 1985 in St. Lucia eintraf, um eine Ehrengarde zu inspizieren, beschrieben diverse Medien den Besuch noch als "symbolische Bekräftigung der britischen Verbindung" mit der Insel. Im Jahr 2012, als der Graf und die Gräfin von Wessex in ihre Fußstapfen traten, sagte Prinz Edward, dass seine Mutter ihre Rolle als Staatsoberhaupt als "enormes Privileg" betrachte. "Die Tatsache, dass du als Königreich bleiben wolltest und dass die Königin deine Königin bleiben sollte, hat ihr immer sehr viel bedeutet", betonte er. Solche Bemerkungen sind bei der anstehenden Reise unwahrscheinlich.

Vor allem, weil sich St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen ebenfalls von der britischen Krone lösen wollen. Im Dezember vergangenen Jahres sagte der Tourismusminister von Antigua und Barbuda, Charles "Max" Fernandez, es sei an der Zeit, Barbados zu folgen und "so schnell wie möglich" eine Republik zu werden. "Wir müssen das letzte Kapitel der Bindung an ein Land hinter uns lassen, das unser Volk in die Sklaverei geführt hat", fügte er hinzu. 

Herzogin Catherine und Prinz William

Das werden Prinz Edward und Gräfin Sophie während ihrer Reise nicht verhindern können, so viel steht fest. Auch werden sie die Fehler der Vergangenheit nicht auslöschen. Doch vielleicht werden sie sensibler mit den Anliegen der Bevölkerung umgehen und die Entschuldigung über die Lippen bringen, auf die die Menschen in der Karibik schon so lange warten.

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, twitter.com

aen Gala


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