Prinz Charles: Sie war seine erste Liebe

Nein, Camilla Parker-Bowles war nicht die erste große Liebe von Prinz Charles. Eine andere Dame hatte sein Herz vor ihr erobert

Prinz Charles

Prinz Charles, der heute 69 Jahre alter Prinz von Wales, galt einst als begehrtester Junggeselle der Welt. Viele britische Ladys, reiche Erbinnen und Schauspielerinnen lagen ihm in den 1970-er Jahren regelrecht zu Füßen und träumten von einem Leben an seiner Seite, in einem royalen Schloss und von Queen Elizabeth als Schwiegermutter. Und Charles stand unter dem (öffentlichen) Druck, eine Ehefrau finden zu müssen, um die Dynastie am Leben zu erhalten. Die Kriterien waren denkbar hart, so dass etliche der Erbinnen, Starlets und Ladys nicht in Frage kamen.

Lady Diana Spencer, die Prinz Charles 1981 heiratete, erfüllte zwar die Anforderungen, war jung, adelig, jungfräulich und mit tadelloser Biografie, aber die ganze große, märchenhafte Liebe war es nicht. Die Ehe endete bekanntermaßen in einer Trennungs- und Scheidungsschlacht, die man bis dato aus royalen Kreisen nicht kannte.

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Die andere Frau im Leben des Prinz Charles

Es hätte alles anders kommen können, mutmaßt deswegen "Express.co.uk“, wenn die schöne Tochter des chilenischen Botschafters, Lucia Santa Cruz, nur heiratsfähig für den Prinzen gewesen wäre. Denn vor Diana – und auch vor seiner heutigen Ehefrau Camilla – soll sie diejenige gewesen sein, die beste Chancen bei Charles gehabt hätte. Wenn sie nicht katholisch gewesen wäre …

Nach einer Theatervorstellung entsteht dieser Schnappschuss von Prinz Charles und Lucia Santa Cruz 1970.


Da ein Thronerbe in Großbritannien laut damaligem Gesetz eine Protestantin heiraten musste, war eine Ehe unmöglich und die Beziehung währte nur kurz. Dennoch: Mit Lucia Santa Cruz, die der Queen-Sohn als Student in Cambridge kennenlernte, hatte Charles die erste ernsthafte romantische Beziehung, so schreibt sein Biograf Jonathan Dimbleby. Die damalige Forschungsassistentin gilt daher als die erste Liebe des Prinzen von Wales.

Von Lucia zu Camilla

Die Beziehung von Lucia Santa Cruz und Prinz Charles endete nicht in einer Verlobung oder gar Hochzeit. Sie brachte aber den Stein ins Rollen für die entscheidende Beziehung im Leben des Thronfolgers. Denn durch sie soll er einer anderen Biografie zufolge im Sommer 1972 eine gewisse Camilla Shand kennengelernt haben, die spätere Camilla Parker-Bowles. Lucia und Camilla wohnten damals angeblich im selben Wohnungsblock. Es wird sogar spekuliert, dass die Botschafter-Tochter die Romanze zwischen ihrem Ex-Freund und Camilla einfädelte, weil sie die beiden für ein tolles Paar hielt.

Prinzessin Diana

Keiner war Mr. Right

Barry Mannakee: Der verheiratete Polizist wurde 1985 als Dianas Leibwächter abkommandiert und entwickelte sich bald zu ihrem Vertrauten und Trostspender. Die Prinzessin selbst gestand in den Sitzungen mit ihrem Sprachcoach Peter Settelen, sie habe davon geträumt, mit Mannakee zusammenzuleben: "Ich war nur glücklich, wenn er in meiner Nähe war." Wie weit die Beziehung ging, offenbarte sie jedoch nicht. Barry Mannakee wurde 1986 – angeblich weil Dianas Gefühle für ihn aufgeflogen waren – versetzt. Er starb drei Jahre später bei einem Verkehrsunfall. Prinzessin Diana stellte später die Theorie auf, ihr ehemaliger Leibwächter sei ihretwegen ermordet worden.
James Hewitt: Auf einer Cocktailparty lernte Diana 1986 den zwei Jahre älteren Hauptmann kennen. Kurze Zeit nach dem ersten Treffen engagierte sie ihn als Reitlehrer für ihre Söhne, später nahm auch sie Reitstunden bei ihm. Bei gemeinsamen Ausritten in den Londoner Parks kamen sie sich näher. Die Umstände hätten sie zusammengebracht, so Hewitt später. Die intensive Beziehung dauerte rund vier Jahre. Sie endete, als Hewitt ins Ausland abkommandiert wurde. Später versuchte er, von seinem Ruhm als ehemaliger Liebhaber der Prinzessin zu profitieren: Er tingelte durch Reality- TV-Shows, gab Interviews, wirkte an Enthüllungsbüchern mit und schrieb seine Autobiografie. Diana empfand dies als Verrat. Im Mai dieses Jahres erlitt James Hewitt einen Schlaganfall und eine Herzattacke und musste wochenlang im Krankenhaus behandelt werden.
James Gilbey: Der Autohändler und die Prinzessin kannten sich aus ihrer Jugend. Zwar verneinte Diana im Interview, eine Affäre mit ihrem "sehr guten Freund" gehabt zu haben. 1989 wurde aber ein Telefonat der beiden aufgezeichnet, welches den Schluss nahelegt, dass einiges mehr lief. Der pikante Wortlaut des Gesprächs, in dessen Verlauf Gilbey Diana liebevoll "Squidgy", also Tintenfischchen, nennt, wurde 1992 veröffentlicht und zum "Squidgygate"-Skandal. Im Gegensatz zu James Hewitt behielt Gilbey die Details über die Liaison für sich. Der "ewige Junggeselle" heiratete 2014 die geschiedene, fünffache Mutter Lavinia Hadsley-Chaplin, Innenarchitektin.
Oliver Hoare: Die Affäre mit dem Kunstexperten und Prinz- Charles-Freund datiert Diana- Biografin Tina Brown auf 1992.  Die Prinzessin habe alles dafür getan, Oliver Hoare zu gewinnen. Sogar von einem Leben in Italien habe sie geträumt. Der damals 47-Jährige blieb jedoch bei seiner Frau.

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Hätte die Beziehung zwischen der Chilenin und dem Prinzen also eine Chance gehabt, wäre Camilla nicht ins Spiel gekommen und ebenso wenig Lady Diana Spencer, die von allen die Heiratsfähigste war.

Freunde bis heute

Trotz aller Verwicklungen und Tragödien, die drei Beteiligten sind bis heute offenbar in Kontakt geblieben. Wie "Telegraph.co.uk“ berichtet, statteten Charles und Camilla Lucia Santa Cruz 2009 in Santiago (Chile) gemeinsam einen privaten Besuch zum Tee ab. Chilenische Reporter, wohl mit dem Wissen um die Verbindung, hätten daraufhin das Haus belagert, um Fotos der drei bei ihrem erneuten Zusammentreffen zu bekommen.

Prinz Charles

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