VG-Wort Pixel

Prinz Charles Er übernimmt immer mehr Aufgaben von Queen Elizabeth

Prinz Charles am Remebrance Sunday (10. November 2019)
Prinz Charles am Remebrance Sunday (10. November 2019)
© Getty Images
Queen Elizabeth sitzt seit dem 6. Februar 1952, also seit über 67 Jahren und damit solange wie niemand zuvor, auf dem britischen Thron. Nach ihrem Tod wird Prinz Charles Staatsoberhaupt des Vereinigten Königreiches - oder vielleicht doch schon früher, wie die britische Presse munkelt? 

Trotz ihrer inzwischen 93 Jahre gehört Queen Elizabeth mit etwa 300 Terminen im Jahr zu den Top fünf der fleißigsten Mitglieder der Königsfamilie. Ein fester Eintrag in ihrem Kalender ist der jährlich im November stattfindende National Service of Remembrance am Londoner Cenotaph.

Am Sonntag (10. November) war es einmal wieder soweit: Die Queen, Prinz Charles, 70, Herzogin Camilla, 72, Prinz William, 37, Herzogin Catherine, 38, Prinz Harry, 38, Herzogin Meghan, 38, und weitere hochrangige Royals ehrten diejenigen Menschen, die in Ausübung ihrer militärischen Dienste ihr Leben lassen mussten. Ein fester Bestandteil der Zeremonie ist das Niederlegen von Kränzen am Cenotaph. Bis einschließlich 2016 hat die Queen ihr Exemplar selbst niedergelegt. Seit 2017 übernimmt Prinz Charles diese Aufgabe. Die Queen folgt dem Geschehen derweil von einem Balkon aus. 

Queen Elizabeth regelt ihre Nachfolge

Die Kranzniederlegung ist nicht das einzige Zeichen dafür, dass die Queen kürzer tritt. Wie "Daily Mail" bereits im November 2018 berichtete, zieht sich die Königin regelmäßig mit Charles für Privatgespräche zum Thema Nachfolge zurück. Außerdem erhält der Prinz von Wales seit geraumer Zeit Zugang zu vertraulichen Nachrichten, die seine Mutter - und eigentlich nur sie - von der britischen Regierung erhält. Die Königin sorgt somit dafür, dass ihr Erbe vollständig vorbereitet und zur Übernahme bereit sei, heißt es in dem Artikel weiter.

Dankt Queen Elizabeth zugunsten von Prinz Charles ab?

Immer wieder wird darüber spekuliert, ob die betagte, aber nicht minder fleißige Queen zugunsten ihres Sohnes frühzeitig abtreten könnte. GALA fragt bei Royal-Korrespondent Arndt Striegler in London nach, wie realistisch diese Möglichkeit ist. Seine klare Meinung: "Kürzer treten, um sich auf die ganz großen Aufgaben wie die Besuche ausländischer Staatsoberhäupter und Thronreden als Monarchin konzentrieren, ja. Abdanken niemals. Die Queen ist nicht der Typ, der aufgibt. Sie hat bei ihrer Thronbesteigung geschworen, dem britischen Volk und dem Commonwealth zu dienen und zwar egal, ob ihr Leben kurz oder lang sein werde. Diesen Schwur wird sie nicht brechen."Seit vielen Jahren unkt die britische Presse über Charles' lange Zeit als Thronerbe. Tatsächlich hat keiner seiner Vorgänger so lange auf die Thronbesteigung warten müssen wie er. Stolze 70 Jahre sind es bisher (zum Vergleich: Queen Elizabeth war 25 Jahre, als sie das Oberhaupt ihres Landes wurde). "Mein Eindruck ist, dass sich Charles mit dieser Situation abgefunden hat. Sein jugendlicher Drang, schnell auf den Thron zu kommen, ist längst verebbt", sagt Arndt Striegler. 

Charles könnte Prinzregent werden

Die Königin könnte allerdings ein Hintertürchen nutzen, um auf dem Thron zu bleiben und Charles ihre Pflichten zu übergeben. Möglich macht es der 1937 vom britischen Parlament erlassene "Regency Act". Nach diesem dürfen ausgewählte Mitglieder der Königsfamilie die Amtsgeschäfte des Monarchen übernehmen, wenn dieser zum Beispiel durch Krankheit handlungsunfähig ist.

Charles würde in diesem Fall die Position eines Prinzregenten einnehmen; also eines Prinzen, der die Geschäfte eines wegen Krankheit oder Abwesenheit verhinderten Monarchen stellvertretend ausführt. Eine Palast-Quelle sagte der "Daily Mail" dazu: "Ich habe gehört, dass sich die Queen gründlich Gedanken über die Angelegenheit gemacht hat und glaubt, dass sie, wenn sie mit 95 noch am Leben ist, ernsthaft in Betracht zieht, die Herrschaft an Charles weiterzugeben." Ihren 95. Geburtstag feiert die Queen am 23. April 2021.

Verwendete Quelle: Daily Mail, BBC

jre Gala

Mehr zum Thema