Prinz Charles: Gibt es einen geheimen Krönungsplan?

Es gibt angeblich seit Jahren Pläne, wie die Krönung von Prinz Charles zum König ablaufen soll - dabei regiert die Queen wacker wie eh und je

Prinz Charles

Seit über 10 Jahren soll an den Vorbereitungen der Krönung von Charles, dem Prinzen von Wales, zum neuen König gearbeitet werden. Allerdings sollte das Ganze wohl geheim bleiben. Denn schließlich sitzt Queen Elizabeth II. selbst mit 90 Jahren ohne jeden Zweifel noch fest auf den Thron. In einem Dokument von Whitehall, dem Regierungszentrum Großbritanniens , wurde laut "Mail on Sunday" nun aber der Name des Komitees versehentlich bekanntgegeben: Er laute "Golden Orb". Man habe vergessen, ihn aus dem Dokument zu entfernen. Mehrere wichtige Adelige und andere Würdenträger seien Mitglieder des Komitees, das von dem Herzog von Norfolk angeführt werde.

Der Name ist Programm

Der Ausschuss arbeite ohne Teilnahme vom Buckingham Palast und Clarence House und habe eine verfassungsrechtliche Eigenständigkeit, so die Zeitung. Laut der britischen Historikerin Dr. Anna Whitelock komme der Name nicht von ungefähr. Er beziehe sich auf einen Teil aus den Kronjuwelen, den goldenen Reichsapfel. Diesen hat der König während der Krönung in der Hand.

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Das christliche Symbol repräsentiert die Rolle des Monarchen als Verteidiger des Glaubens. Insofern, so führt Anne Whitelock aus, erinnere der Name des Komitees an das "Herz der Zeremonie", denn der König müsse seine Treue nicht zum Land und seinen Untertanen, sondern vor allem zu Gott schwören.

Wahrscheinlich, schreibt die "Mail on Sunday" weiter, wird Charles' Krönung kleiner und kürzer sein als die von seiner Mutter Elizabeth im Jahre 1953, bei der mehr als 8 000 Gäste an dem dreistündigen Gottesdienst in der Westminster Abbey teilnahmen.

Der Plan bleibt in der Schublade

Dass die Queen einmal abdanken wird, glaubt wohl kaum jemand in England. Und trotz ihres hohen Alters hat die Monarchin, die länger regiert als alle ihre Vorfahren, ihr Arbeits- und Terminpensum über die letzten Jahre nur wenig heruntergefahren. Die Pläne des Komitees sollen vermutlich eher für den Fall der Fälle bereit sein.

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Und für diesen "Fall der Fälle", für den Tod der Queen, existiert bereits ein Plan, der laut "Telegraph" den Namen "London Bridge" trägt. Ganz pragmatisch soll die Hochzeit von Prinz William und Herzogin Catherine 2011 als eine Art Generalprobe genutzt worden sein, um gewisse Abläufe für die seit vielen Jahren minutiös geplante Beerdigung der Queen zu proben. Ähnliche Probeläufe werden bei Fernsehsendern abgehalten - auch dies kam eher zufällig ans Licht.

Insofern würde es kaum verwundern, wenn hinter den Kulissen bereits am Ablauf der Krönung gearbeitet würde.

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