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Prinz Charles "Er hatte es satt, von Harry wie ein Geldautomat behandelt zu werden"

Prinz Charles und Prinz Harry 
© Dana Press
Werden sich Prinz Harry und Prinz Charles jemals wieder versöhnen? Aktuell stehen die Zeichen schlecht – und sie sollen noch schlechter werden. In einem weiteren Enthüllungsbuch kommen neue Details über die Fehde zwischen Vater und Sohn ans Licht.

Es geht um Rassismus, mangelnde Unterstützung und finanzielle Engpässe: Die Liste der Vorwürfe, die Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, vor laufenden Kameras einem Millionen-Publikum erzählten, ist lang. Und sie wird immer länger, denn Harry zündete im Podcast "Armchair Expert" und seiner Doku-Serie "The Me You Can't See" weitere Bomben.

Vor allem Prinz Charles, 72, ist von dem Verhalten seines jüngsten Sohnes schwer enttäuscht. Doch warum ist das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wirklich in die Brüche gegangen? 

Prinz Charles will die Monarchie verschlanken

Royal-Autor Robert Lacey, 77, schreibt in einer neuen Version seines Buches "Battle of Brothers: William, Harry and the Inside Story of a Family in Tumult", dass Prinz Charles angestrebte Verschlankung der Monarchie und die damit einhergehenden Sparmaßnahmen einer der Hauptgründe für Harrys Groll sein soll.

Zur Erinnerung: Im Interview mit Oprah Winfrey, 67, deutete Herzogin Meghan an, dass Sohn Archie, 2, wegen seiner Hautfarbe kein Prinz sei. Dabei vergaß sie allerdings, dass Archie wegen einer Entscheidung des Großvaters der Queen aus dem Jahr 1917 keinen Prinzentitel trägt. Mehr dazu lesen Sie im nachfolgenden Artikel.

Außerdem beschwerte sich das Ehepaar Sussex darüber, durch den Megxit und den Umzug in die USA den Anspruch auf Schutz – bezahlt vom Palast – verloren zu haben. "Meghan und Harry konzentrierten sich [im Oprah-Interview] besonders auf die Frage der Sicherheit und des "Schutzes" – ein Wort, das mit "schützen" nicht weniger als 19 Mal im Laufe ihres Gesprächs aufkam", schreibt Robert Lacey. "Das Problem ist, dass der königliche Schutz vom britischen Steuerzahler bezahlt wird und nichts mit dem königlichen Erbe oder Titel zu tun hat. Es ist eine reine Angelegenheit der königlichen Arbeit. Wenn Sie im Auftrag der Königin königliche Pflichten erfüllen, wird der britische Steuerzahler für Ihren Schutz aufkommen. Wenn Sie solche Aufgaben nicht ausführen, werden sie es nicht tun – und sie werden sicherlich nicht dafür bezahlen, Sie oder Ihre Kinder zu schützen, wenn Sie sich entscheiden, nach Kanada oder Kalifornien zu gehen und dort zu leben, ob Ihr Sohn Archie ein Prinz ist oder nicht."

Archie soll kein Prinz werden

Allerdings könnte Archie zum Prinzen werden, wenn sein Großvater Charles König wird. So will es das Protokoll: Die Enkelkinder des Königs/der Königin werden zu Prinzen oder Prinzessinnen – es sei denn, man verzichtet expliziert auf den Titel, wie es beispielsweise Prinz Edward, 57, und Gräfin Sophie von Wessex, 56, bei ihren Kindern Louise, 17, und James, 13, getan haben.

Diese Regel will Prinz Charles allerdings nun ändern und das Vorrecht auf Prinz- oder Prinzessinnen-Titel nur auf die unmittelbaren und wichtigsten Royals in direkter Thronfolger-Linie begrenzen. Der Grund: Charles strebt eine "abgespeckte Monarchie" wie beispielsweise in Schweden an, um schlicht Geld zu sparen. Der 71-Jährige glaubt, dass man der Öffentlichkeit heutzutage nicht mehr zumuten könne, über Steuergelder zu viele Prinzen und Prinzessinnen zu finanzieren, die in der Thronfolge nur eine untergeordnete Rolle spielen. 

Prinz Harry klagt über finanzielle Engpässe

Sparen – auch das war ein Vorwurf von Prinz Harry. Im Interview mit Winfrey sprach er unter anderem über finanzielle Engpässe nach seinem Rückzug als Senior Royal und klagte an, dass sein Vater irgendwann sogar aufgehört habe, seine Anrufe entgegenzunehmen. Angeblich, weil er es "satthatte, wie ein Geldautomat behandelt zu werden", enthüllt nun eine königliche Quelle in dem Buch "Battle of Brothers".

Prinz Charles und Prinz Harry

"Es gibt eine Menge Schmerz, der passiert ist", erklärte Prinz Harry gegenüber Oprah weiter, bevor er über seine Familie als Ganzes sprach. "Sie wissen nur, was sie wissen ...", sagte er traurig – und ein wenig herablassend. Spätestens heute wissen wir, dass Prinz Harry damit expliziert seinen Vater meinte. In seiner Doku-Serie "The Me You Can't See" sowie seinem Auftritt im Podcast "Armchair Expert" kritisierte Harry seine Erziehung innerhalb der Royal Family scharf und stellte klar, dass er das, was er erleben musste, bei seinen Kindern niemals wiederholen werde. Worte, die wohl jeder Elternteil mitten ins Herz treffen würden – und eine Versöhnung zwischen Vater und Sohn nur erschweren.

Verwendete Quelle: Auszug aus: Robert Lacey "Battle of Brothers: William, Harry and the Inside Story of a Family in Tumult"

aen Gala


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