Prinz Charles + Herzogin Meghan: Tatkraft versus Katzenjammer

Prinz Charles zieht nach und zeigt sich nach seinem Sohn Prinz Harry und dessen Frau Meghan in einer TV-Doku. Während die Briten ihn für seine privaten Einblicke feiern, fällt seine Schwiegertochter nach ihrem Interview noch mehr in Ungnade.

Prinz Charles, Herzogin Camilla, Herzogin Meghan

Prinz Charles, 70, hat offenbar alles richtig gemacht, als er dem Sender ITV die Zustimmung für eine private Dokumentation gab. In "Inside the Duchy of Cornwall", was soviel heißt wie "Hinter den Kulissen des Herzogtums Cornwall", zeigt der Thronfolger, was er in 50 Jahren als Herzog der Grafschaft im Südwesten Englands bewirken konnte. Und das ist nicht gerade wenig. Bodenständig und mit Humor bringt der Sohn von Queen Elizabeth, 93, Landstrich und Leute den Zuschauern ein Stück näher. Mehr noch: Charles zeigt seine Leidenschaft für die Region, ihre Menschen und die Landwirtschaft. Das kommt an bei den Briten.

Herzogin Meghan: Sie vergisst einen wichtigen royalen Grundsatz 

Nur wenige Tage zuvor strahlte ITV die Dokumentation "Harry & Meghan: An African Journey" aus. Auch hier finden Emotionen statt. Das war zu erwarten, mehr noch als von dem eher beherrscht wirkenden Charles. Während Prinz Harry, 35, noch einmal sein Blitzlicht-Trauma thematisiert, das ihm den schrecklichen Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana (†37),  immer wieder ins Gedächtnis ruft, macht Meghan den Kardinalfehler und spricht über ihre schweren Monate als Mitglied der Royal Family.  Die Herzogin kehrt im Interview mit Tom Bradby, 52, ihr Innerstes nach Außen und vergisst dabei offenbar den Grundsatz der königlichen Familie: "Never complain, never explain" (zu Deutsch: "Erklär dich nicht, beschwer dich nicht"). Etwas, das ihr viele, vor allem konservative, Briten übel nehmen.

Prinz Charles

Die skurrilen Abenteuer des Charles

Mit dem Pinselstrich eines Malers gibt Prinz Charles einer Seifen-Ente in Eze (Frankreich) den letzten Schliff. Irgendwo wäscht sich also demnächst jemand, dessen Seife durch royale Hände ging.
Ein Prinz auf den Spuren von "Doctor Who": Charles, auf Besuch in Malaysia, hat die Ehre, eine Fabrik durch den Nachbau der bekannten Raum-Zeit-Maschine aus der Fernsehserie zu betreten. Ohne Folgen, wie man sieht.
In einer Staubsauger-Fabrik in Singapur probiert Prinz Charles das neueste Modell. Lässig, mit einer Hand.
Staubsaugen auf diese Art scheint dem Prinzen von Wales zu liegen.

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Prinz Charles: Er zeigt Fachwissen, Humor und Emotion

Schwiegervater Charles hingegen zeigt sich von einer überaus sympathischen, fachlich versierten, verantwortungsbewussten Seite - und berührt trotzdem seine Landsleute. Der 70-Jährige lebt für die Krone und wird nach dem Tod seiner Mutter, der Queen, den Thron von England besteigen. Um das Herzogtum Cornwall wird sich traditionell sein Thronfolger kümmern, Prinz William, 37. Eine Aussicht, die den zukünftigen König mit Stolz und Freude erfüllt. Das lässt der Prinz von Wales so natürlich und freudig durchscheinen, dass der Funke seiner Begeisterung offenbar direkt auf den Zuschauer überspringt.

Prinz Charles sammelt Sympathiepunkte

„Lieber Herzog und liebe Herzogin von Sussex – diese Dokumentation ist eine Anleitung für Sie beide. Es ist ein Film über seine ARBEIT, nicht über IHN. Eine Lehre, wie man ein Royal ist. Bitte nehmen Sie das zur Kenntnis!“, kommentiert eine Twitter-Userin. Sie spricht wahrscheinlich einigen Menschen im Königreich aus dem Herzen. Nicht alle honorieren die sehr emotionale Offenheit von Meghan. Prinz Charles hingegen darf sich insgeheim ein wenig freuen: mit seiner Doku darf er endlich wieder einmal richtig viele Sympathiepunkte sammeln. Es sei ihm von Herzen gegönnt.

Verwendete Quelle: BILD, Twitter, ITV 0



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