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Prinz Charles Seine Namenswahl als König könnte überraschen

Prinz Charles
© Max Mumby/Indigo / Getty Images
Während Queen Elizabeth mit fortschreitendem Alter und gesundheitlichen Problemen immer mehr Aufgaben abgibt, bereitet sich ihr ältester Sohn bereits auf seine Rolle als künftiger Monarch Großbritanniens vor. Dabei spielt auch eine vermeintliche Nebensache eine große Rolle: Prinz Charles muss sich Gedanken über seinen Namen machen.

Es sind Überlegungen, die zunächst skurril erscheinen. Queen Elizabeth, 95, sitzt seit sieben Jahrzehnten auf dem britischen Thron. Genauso lange befindet sich Prinz Charles, 73, in Warteposition auf das Amt des Königs. Offiziell allerdings erst seit 1969 mit seiner Ernennung zum Prinzen von Wales. Seit geraumer Zeit konkretisieren sich die Pläne für eine Monarchie nach seinen Vorstellungen. Dabei sorgt ein Detail für Spekulationen: Wird der künftige Monarch seinen Namen beibehalten?

Prinz Charles: Sein Name ist nicht frei von Altlasten

Es war bisher durchaus nicht unüblich in der Geschichte der britischen Thronfolge, mit Amtsantritt den ersten Vornamen über Bord zu werfen und auf einen anderen zurückzugreifen. Queen Elizabeth behielt ihren Namen aus Prinzessinentagen, während ihr Vater Albert (1895-1952) mit Übernahme des Throns von seinem Bruder König Edward (1894-1972) seinen dritten Zweitnamen George als Hauptnamen wählte.  

Der aktuelle Prinz von Wales könnte sich ebenfalls anlässlich seiner Krönung für einen Namenswechsel entscheiden. Zu verübeln wäre es ihm nicht. In der Reihe der britischen Könige gab es mindestens einen Charles, der sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.  

Charles I., der 1625 zum König gekrönt wurde, entließ das Parlament dreimal und beschloss vier Jahre später ohne zu zögern, einfach ohne Regierung das Zepter zu schwingen. Mehr als ein Jahrzehnt regierte er ohne ein Parlament. Diese Zeit wurde als "elfjährige Tyrannei" bezeichnet. Man kann sich also vorstellen, wie das britische Volk zu ihm stand. Nach zwei Bürgerkriegen wurde Charles I. vor Gericht gestellt. Als erwiesener "Tyrann, Verräter, Mörder und Staatsfeind der guten Menschen der Nation" wurde er wegen Hochverrats verurteilt und am 30. Januar 1649 enthauptet.

Sein Sohn Charles II. indes lebte bis zu seiner Inthronisation zum König von England, Irland und Schottland im Jahr 1661 im Exil. Er galt zwar als beliebt und wurde sogar "der fröhliche Monarch" genannt, änderte die von Oliver Cromwell eingeführten Gesetze und verschaffte den Menschen mehr Freiheit, sich zu amüsieren. Dennoch bot auch er Angriffsfläche: Er soll einen umstrittenen Lebensstil geführt und mindestens 14 uneheliche Nachkommen gezeugt haben. Ob der heutige Prinz von Wales in der Tradition des einen oder anderen Vorfahren sein Amt und sein Privatleben führen möchte, darf zum jetzigen Zeitpunkt stark bezweifelt werden.

Wer die Wahl hat, ...

Doch welche Wahl hat Prinz Charles? Da sein vollständiger Name Charles Philip Arthur George ist, hat er einige Möglichkeiten. "Normalerweise haben königliche Kinder zwei oder drei Namen. Der Grund: Wenn dieses Kind möglicherweise König oder Königin werden soll, muss es eine Art Pool zur Auswahl haben", erklärte im Jahr 2005 der ehemalige königliche Butler Grant Harrold, 43, das Mehrnamenprinzip der Royals in der australischen Radioshow "Studio 10" beim Sender "Network 10". 

Quellen aus Charles' Umfeld behaupteten laut "Mirror" bereits vor vielen Jahren, seine Entscheidung bereits zu kennen. George könnte demnach der Name des künftigen Monarchen lauten. Der heute 73-Jährige würde somit als George VII auf dem Thron sitzen. Bliebe er bei seinem Erstnamen, lautete sein Königsname Charles III.

Neue Identität?

Diese Entscheidung mag bei weitem nicht die wichtigste sein, die vor dem Prinzen von Wales mit der Übernahme des britischen Throns liegt. Dennoch ist sie ein feines Detail, mit der sich der künftige Regent nachhaltig eine neue Identität schaffen kann. Wie er diese dann ausfüllt, werden später die Geschichtsbücher verraten. 

Verwendete Quelle: tenplay.com.au, mirror.co.uk

ama Gala


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