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Prinz Charles + Prinz Philip Gegensätzlicher geht es kaum


Prinz Philip wird am 10. Juni 95 Jahre alt. Britische Zeitungen nehmen das zum Anlass, einen Blick hinter die Kulissen und auf seine Beziehung zu Thronfolger Charles und zur Queen zu werfen

Im Vorfeld des Geburtstages von Prinz Philip am 10. Juni widmete sich die britische Presse erneut ausgiebig dem Beziehungsgeflecht innerhalb der königlichen Familie.

Während die Ehe von Prinz Philip und Queen Elizabeth über jeden Zweifel erhaben ist, erschien das Verhältnis des Herzogs von Edinburgh zu seinem ältesten Sohn Charles lange kompliziert und angespannt zu sein. Und das nicht erst, als Prinz Charles' erste Ehe mit Prinzessin Diana scheiterte und er sich endgültig für Camilla Parker-Bowles entschied. Eine Tatsache, die der Prinzgemahl missbilligt haben soll, weil es die Position der Queen belastete.

Mehrere Biografen mit Zugang zum inneren Kreis der Windsors beschrieben, dass der 1948 geborene Thronfolger als Kleinkind besonders unter der häufigen Abwesenheit seiner Eltern gelitten habe, die ihn - so beschreibt es der Autor Jonathan Dimbleby - emotional ausgehungert habe. Zudem habe Charles mit der brüsken und manchmal sogar tyrannischen Art seines Vaters weniger gut umgehen können als beispielsweise seine Schwester Anne.

Der eine romantisch, der andere pragmatisch

Herzliche Begrüßung bei der "Chelsea Flower Show" 2013: In den letzten Jahren sollen Prinz Charles und sein Vater sich besser verstehen.
Herzliche Begrüßung bei der "Chelsea Flower Show" 2013: In den letzten Jahren sollen Prinz Charles und sein Vater sich besser verstehen.
© Reuters

Der königliche Biograf Gyles Brandreth gab unter anderem im britischen "Express" Einblicke in das, was hinter den Kulissen des Königshauses passiert und in das Beziehungsgeflecht zwischen Vater und Sohn. Prinz Philip habe mal gesagt, so Brandreth, was ihn und den Prinzen von Wales unterscheide sei ihr Charakter. "Er ist ein Romantiker, ich dagegen bin eher pragmatisch. Das heißt, wir betrachten Dinge unterschiedlich. Und weil ich nicht die Sichtweise eines Romantikers teile, bin ich gefühlskalt."

Dennoch konnten sich die beiden Royals über die Jahre trotz ihrer unterschiedlichen Sichtweise miteinander arrangieren. Der Biograf, der seit rund 40 Jahren die Geschehnisse im Königshaus beobachtet, hat den Eindruck, die Beziehung zwischen Vater und Sohn sei enger geworden. "Der Herzog von Edinburgh hat sich sehr über die private Geburtstagsfeier am 21. April gefreut, die Charles für die Queen organisiert hat. Er hat seinem Sohn gratuliert und sich bedankt, dass alles so gut gelaufen ist", sagte er dem britischen Blatt.

Das Geheimnis einer royalen Ehe

Prinz Philip nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Seine bissigen Kommentare sind gefürchtet, genauso wie seine unprotokollarischen Bemerkungen und Witze, die nicht selten unter die Gürtellinie gehen. Die Queen amüsiert das - und sie verzeiht es ihrem Gatten.

Gyles Brandreth sieht das Geheimnis der stabilen Langzeit-Ehe von Prinz Philip und Queen Elizabeth, die immerhin seit 1947 verheiratet sind, in der Tatsache, dass der Prinzgemahl seine Frau zum Lachen bringen könne. Ihr Humor ist ähnlich, ihre Charaktere dagegen seien sehr unterschiedlich, so der Autor. Die Monarchin sei ruhiger, während ihr Gatte eindeutig extrovertierter sei. Zusammen lachen sieht man häufig - und dann haut sich selbst die Queen mal auf die Schenkel und wird für ihre Verhältnisse emotional. Nicht nur bei Witzen ihres Mannes übrigens.

Prinz William sagte in Interviews vor dem 90. Geburtstag seiner Großmutter, Prinz Philip und sie würden sich immer dann besonders gut amüsieren, wenn bei einem öffentlichen Auftritt, bei einer Parade oder einer Eröffnung etwas von der sorgsam einstudierten Choreografie schief laufen würde. Dann seien seine Großeltern die ersten, die lachten.

mit Material von Danapress Gala


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