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Prinz Andrew Royal-Experten einig: Trotz Vergleich gibt es kein Zurück für ihn

Prinz Andrew
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© Dana Press
Prinz Andrew und seine Klägerin Virginia Roberts Giuffre haben eine außergerichtliche Einigung erzielt und damit einen Zivilprozess in den USA vermieden. Was nach einem vermeintlichen Befreiungsschlag für die britische Königsfamilie aussieht, entpuppt sich schnell als Katastrophe.

Das Aufatmen innerhalb der britischen Palastmauern nach Bekanntwerden der finanziellen Einigung zwischen Prinz Andrew, 61, und Virginia Roberts Giuffre, 38, dürfte nur für wenige Momente angehalten haben. Zwar muss sich der in Ungnade gefallene Prinz nicht mehr vor einem Gericht verantworten, dennoch ist der Schaden, den die Monarchie davonträgt, schier endlos. 

Royal-Expert:innen meldeten sich nur wenig später zu der bahnbrechenden Neuigkeit und ließen ihrer Wut freien Lauf. Für alle steht fest: Prinz Andrews Ruf wird nie wieder hergestellt werden können. Mehr noch; für viele ist der "Freikauf" des Prinzen an elitärer Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten und eine "Schande", wie sie noch nie im Königshaus vorkam. Weshalb Andrews Einigung eher einer feigen Notlösung anstelle eines Sieges gleicht und für so viel Unmut sorgt, hat mehrere Gründe.

Prinz Andrew: Deshalb ist die Einigung keine Erleichterung für das Königshaus

Einer der Gründe ist der Fakt, dass Prinz Andrew bis heute keinerlei Reue zeigt. Selbst bei seiner vermeintlichen Unschuld im Fall Virginia Roberts Giuffre, ist seine Verbindung zu dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, †66, ohne jeden Zweifel belegt. Der Royal würdigte zwar die Tapferkeit der Opfer, hat aber nie sein Mitgefühl für die jungen Frauen ausgedrückt. "Dass er seine Verbindung mit Epstein bedauert, zählt nicht. Er hat seine Unschuld beteuert, aber er hat sich geeinigt, und viele würden dies als Schuldeingeständnis ansehen", bringt es Royal-Kommentar Richard Fitzwilliams auf den Punkt. Genau dies erwecke den Eindruck, die reiche Elite kommt – mal wieder – ohne jegliche Konsequenzen davon. 

Im Auto unterwegs

Für den bekannten Royal-Experten Omid Scobie kommt zu diesem Aspekt allerdings noch ein anderer Gesichtspunkt hinzu, der aus Andrews Vorgehen eine Demütigung für das gesamte Königshaus werden lässt: Den Kummer, den der 61-Jährige seiner Mutter Queen Elizabeth, 95, bereitet hat. Auf Twitter wettert Scobie: "Am Ende hat Andrew für nichts Verantwortung übernommen. Stattdessen tat er das, was nur die privilegierte Elite tun darf: Er kaufte sich frei. Dabei hat er die Liebe (und das Scheckbuch) seiner älteren Mutter in einem Jahr ausgenutzt, in dem ihre Kinder sie eigentlich nur aufrichten sollten. Eine Schande." 

Ohne die Monarchin wäre Andrew längst verloren gewesen. Die Queen und Prinz Charles, 73, sollen es außerdem gewesen sein, die Prinz Andrew zur Einigung drängten, um den Schaden zu minimieren. Nun, diese Lösung ist nicht aufgegangen. Vielmehr zieht der dritte Sohn der Königin nur noch mehr Familienmitglieder ins Verderben und wirft nicht nur auf sich selbst ein schlechtes Licht, sondern begräbt quasi die gesamte Königsfamilie unter sich.

Kann die Monarchie diesen Skandal überleben?

Welche Möglichkeiten bleiben nun der Monarchie? Eigentlich gibt es nur eine: Prinz Andrew darf keine Rolle mehr innerhalb der Royal Family spielen. Weder beim Thronjubiläum seiner Mutter, noch bei sonstigen öffentlichen Veranstaltungen. Ingrid Seward, Chefredakteurin des Majesty Magazine, erklärt: "Das Beste, was er tun kann, ist, ein Jahr lang zu verschwinden. Er muss sich sehr zurückhalten, und ich bin sicher, dass Prinz Charles darauf bestehen wird."

Eine Meinung, die nicht ganz das Ausmaß der Katastrophe einfängt, denn mit einem Jahr ist es nicht getan. Prinz Andrew wird in seinem Leben nie mehr als arbeitender Royal eingesetzt. Das Einzige, was den 61-Jährigen hätte retten können, wäre ein Freispruch gewesen. Eine außergerichtliche Einigung ist alles andere als eine Begradigung seiner Reputation.

Verwendete Quellen: twitter.com, dailymail.co.uk, thesun.co.uk

Gala

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