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Prinz Andrew Was macht er seit seinem Rücktritt von royalen Pflichten?

Prinz Andrew
© Getty Images
Prinz Andrew ist nach einem desaströsen Interview über seine Verbindung zu Sexualstraftäter Jeffrey Epstein am 20. November 2019 vorläufig von seinen royalen Pflichten zurückgetreten. Wie verbringt er seitdem seine Zeit?

Prinz Andrew, 61, hat als Sohn von Queen Elizabeth, 94, vorrangig eine Aufgabe zu erledigen: das Königshaus zu repräsentieren, und das auf PR-technisch bestmögliche Art und Weise. Einen "bürgerlichen" Beruf hat Andrew weder erlernt noch jemals ausgeführt. Guter Rat ist teuer, wenn man von heute auf morgen keine Aufträge mehr im Namen der Königin erhält und zum Schutze der Institution nahezu vollständig von der Bildfläche verschwindet. 

Prinz Andrew befindet sich auf dem Abstellgleis

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Prinz Andrew am 10. November 2019 beim Remembrance Sunday. Am Tag danach nahm er in seiner Rolle als Colonel der Grenadier Guards an einem nicht-öffentlichen Meeting teil. Seitdem herrscht gähnende Leere in seinem offiziellen Terminkalender, der auf der Website des Königshauses einsehbar ist. Am 19. Februar 2020 war man zumindest noch so pflichtbewusst, den 60. Geburtstag des Herzogs als Privattermin aufzuführen. 

Prinz Andrew

Auf seinem persönlichen Twitter-Kanal meldet sich Andrew nicht einmal mehr zu vermeintlich harmlosen Anlässen wie Geburtstagen und Gedenktagen zu Wort. 

Zum letzten Mal an der Seite eines Mitgliedes der Königsfamilie wurde er am 19. Januar 2020 gesichtet: Mit Queen Elizabeth besuchte Andrew privat einen Gottesdienst. Abgesehen davon wurde der Herzog in der Öffentlichkeit seit 10. November 2019 nur dann und wann abgelichtet, wenn er in seinem Auto herumgefahren ist. Nicht mal auf den offiziellen Hochzeitsfotos seiner älteren Tochter Prinzessin Beatrice, 32, ist Prinz Andrew im Juli 2020 zu sehen gewesen.

Prinz Andrew und Queen Elizabeth besuchen am 19. Januar 2020 die "St Mary the Virgin"-Kirche in Hillington, nahe Sandringham.
Prinz Andrew und Queen Elizabeth besuchen am 19. Januar 2020 die "St Mary the Virgin"-Kirche in Hillington, nahe Sandringham.
© Getty Images

Nächster Rückschlag

Eine weitere klare Botschaft des Palastes: An der Geburtstagsparade von Queen Elizabeth, die vorrangig eine Familienangelegenheit ist, wird Prinz Andrew im Juni 2021 nicht teilnehmen. Stattdessen soll Generalmajor Roland Walker, ein Afghanistan-Veteran, seinen Platz in der Militärparade ausfüllen. Laut "The Times" hat die Queen die geänderten Pläne für die Veranstaltung am 12. Juni gebilligt. Ob Andrew auch vom Winken auf dem Balkon des Palastes verbannt wird, ist angeblich noch nicht entschieden.

Was treibt der Sohn der Queen?

Andrew unterstützt die Wirtschaft in Großbritannien weiterhin informell durch verschiedene Initiativen und Wohltätigkeitsorganisationen. Während sich viele Partner von ihm abgewandt haben, halten einige nach wie vor die Verbindung zu ihm, beispielsweise der "Army Officers’ Golfing Society" und der "Royal Aero Club Trust".

Geldsorgen muss sich der Prinz übrigens nicht machen: Seine Mutter greift ihm – und auch anderen Mitgliedern der Königsfamilie, die hauptberuflich die Monarchie unterstützen – unter die Arme. Seit Anfang der 2000er wohnt Prinz Andrew in der Royal Lodge in Windsor. 

Möglich, dass Prinz Andrew aktuell damit beschäftigt ist, seine Verstrickung in den Fall Jeffrey Epstein ein für alle Mal zu lösen. Der Herzog von York habe erkannt, dass er nicht einfach in sein altes Leben zurückkehren könne, ohne die Angelegenheit zu regeln, sagt Royal-Reporter Russell Myers von der Zeitung "The Mirror". Im Sommer beginnt der Prozess gegen Maxwell Ghislane, 59, eine Schlüsselzeugin im Fall Epstein. Sie könnte Andrew schwer belasten, sind Hofberichterstatter einig.

Verwendete Quellen:eigene Recherche

jre Gala


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