Prinz Andrew: Seine Familie besuchte eine Beerdigung - ohne ihn

Der Skandal um Prinz Andrew und Jeffrey Epstein fordert der Königsfamilie ein striktes Krisenmanagement ab - und das setzt auf Deeskalation: Andrew soll vorerst aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwinden. Das beweist auch ein Termin seiner Familie, an dem er nicht teilnahm. 

Prinz Andrews, 59, potentielle Verstrickungen in die Machenschaften des mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, †66, versetzen das Königshaus in stetige Alarmbereitschaft. Seit Monaten steht Andrew mit Missbrauchsvorwürfen weltweit im Zentrum der Aufmerksamkeit. Nach seinem Skandal-Interview, das die Situation alles andere als beruhigen konnte, trat Andrew unter dem Druck der Öffentlichkeit vorerst von seinen royalen Pflichten zurück. Auch bei privaten Terminen tritt er offenbar in den Hintergrund: Zu einer Beerdigung erschien seine Familie ohne ihn. 

Sarah Ferguson, Eugenie + Beatrice zeigen sich ohne Prinz Andrew 

Als der Finanzier Tim Hoare am Montag, den 25. November, im Londoner Bezirk Knightsbride beerdigt wurde, waren auch Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson, 61, und die gemeinsamen Töchter Prinzessin Beatrice, 31, und Prinzessin Eugenie, 29, unter den Trauergästen. Dunkel gekleidet erwies das Mutter-Töchter-Trio dem Familienfreund, der bereits Anfang September verstorben ist, die letzte Ehre. Der Vierte im Bunde fehlte jedoch: Prinz Andrew wurde auf der Trauerfeier nicht gesichtet, wie der "Daily Mail" vorliegende Fotos beweisen. 

Prinz Charles

Er zieht mit Greta Thunberg an einem Strang

Prinz Charles
Prinz Charles trennen 54 Jahre von Greta Thunberg und dennoch hat er sehr viel Verständnis für sie und ihre Sorge ums Klima.
©Gala

Tim Hoare und seine Ehefrau im November 2009 zu Gast bei der Royal Rajasthan Charity Gala.

Das Fernbleiben des Herzog von York macht deutlich, dass er - in Absprache mit dem Palast - tatsächlich auf Deeskalation setzt. Andrew will so wenig wie möglich in der Öffentlichkeit auftauchen, um so immer weniger Angriffsfläche zu bieten. Zwar wurde diese Vorgehensweise offiziell nur auf Andrews berufliche Situation beschränkt - Andrew legte alle seine Charity-Aufgaben und seinen Dienst für die Krone vorläufig auf Eis - nun scheint das Versteckspiel aber auch im Privaten angewandt zu werden. 

Prinz Charles zum Kriegsrat bei der Queen und Prinz Philip

Womöglich, weil es noch keine weitere Pläne für den Umgang mit dem Skandal um Andrew gibt? Mit der Rückkehr von Prinz Charles, 71, der sich zum Zeitpunkt des BBC-Interviews in Neuseeland befand, wird nun auch die Ausarbeitung neuer Strategien für Andrews Zukunft erwartet. Britische Medien nehmen an, dass sich Andrew und Charles im Laufe dieser Woche im Clarence House treffen werden, um alles Weitere zu besprechen. Die "Daily Mail" prophezeit einen großen Showdown zwischen den Brüdern, die sich noch nie so richtig grün gewesen sein sollen. Ob auch Prinz William an diesem Treffen teilnehmen wird, ist zwar nicht bekannt, ist aber recht wahrscheinlich: Der 37-Jährige soll, das berichteten Palast-Insider, ebenfalls großen Einfluss auf den Rückzug seines Onkels gehabt haben. 

Bevor Charles auf seinen Skandal-Bruder treffen wird, will er sich den Rat von "ganz oben" einholen. Wie der "Daily Mirror" berichtet, sei der 71-Jährige kurz nach seiner Rückkehr ins Sandringham House zu Prinz Philip, 98, gefahren. Dort soll sich Charles mit seinem Vater über das weitere Vorgehen beraten haben. 

Verwendete Quellen: Daily Mail, Daily Mirror

Themen

Erfahren Sie mehr:

Palastgeflüster: Das machen die Royals