Prinz Andrew: Er soll einer jungen Frau an die Brust gefasst haben

Prinz Andrew gerät im Jeffrey-Epstein-Skandal weiter unter Druck. Nach Virginia Roberts, die behauptet, als Minderjährige zu Sex mit dem Royal gedrängt worden zu sein, berichtet nun Johanna Sjoberg von einer fragwürdigen Begegnung mit Andrew.

Neu ist das, was Johanna Sjoberg, 39, über Prinz Andrew, 59, zu berichten hat, nicht: Schon 2007 gab sie der "Daily Mail" ein ausführliches Interview über ihre Zeit mit Jeffrey Epstein, †66, und ein angebliches Treffen mit Andrew. Jetzt könnte es allerdings brenzlig werden: Wie britische Medien berichten, soll Sjoberg bereit sein, ihre Aussagen gegenüber dem FBI zu wiederholen. Doch von vorne.

Das System Jeffrey Epstein

Johanna Sjoberg behauptet, 2001 im Alter von 21 Jahren von Ghislaine Maxwell, Epsteins damaliger Lebensgefährtin, als Telefonistin engagiert worden zu sein. Mit der Zeit sei sie dann zu "erniedrigenden sexuellen Diensten" gezwungen worden. Sie habe Epstein massieren und mit Bestrafungen rechnen müssen, wenn er dabei nicht zum Orgasmus gekommen sei, konkretisierte die "New York Post". Sechs Jahre "arbeitete" Sjoberg für den Milliardär.

Prinz Andrew

Er spricht über die Sex-Vorwürfe

Prinz Andrew
Prinz Andrew bezieht in einem Interview mit dem TV-Sender "BBC-News" erstmals öffentlich Stellung zu den Sex-Vorwürfen mit einer Minderjährigen.
©Gala

"Ich fand es nicht richtig, aber ein College-Kind braucht Geld und ich mochte ihn wirklich", sagte Sjoberg 2007 in einem Interview mit "Daily Mail".  "Ich wurde dafür herangezogen. Ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, im Tausch gegen Trubel und Glamour. Ich war nur eine Studentin. Ich war hartnäckig und dumm." Dass sie mit anderen Mädchen in einen handfesten Sexhandelring geraten war, will sie allerdings nicht bemerkt haben. Doch wie kam es zu der angeblichen Begegnung mit Prinz Andrew?

Prinz Andrew soll Johanna Sjoberg an die Brust gefasst haben

Sjoberg behauptet, sie und Virginia Roberts, seien im Jahr 2001 von Epstein von Palm Beach, Florida, nach New York eingeflogen worden, um Andrew in einem Haus von Epstein zu treffen. "Andrew war sehr charmant. Ich wusste nicht genau, wer er war, fühlte aber, dass ich ihn kannte. Sie [Ghislaine Maxwell] brachte ihm ein Geschenk - eine Latexpuppe von 'Spitting Image'", erinnerte sich Sjoberg im Interview mit "Daily Mail".

Prinzessin Beatrice (auf dem Rücksitz) und ihr Verlobter Edoardo Mapelli Mozzi (vorne rechts) verlassen am 25. November 2019 das Anwese von Prinz Andrew in Windsor.

Aussprache zwischen Vater und Tochter?

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"Spitting Image" war eine britische TV-Show, die in den Jahren 1984 bis 1996 ausgestrahlt wurde in der bekannten Persönlichkeiten mit Hilfe von Puppen parodiert wurden. Die Puppe, die Maxwell mitgebracht haben soll, soll ein Abbild von Andrew gewesen sein. Was dann passierte, beschrieb Sjoberg im Gespräch mit "Daily Mail" wie folgt:

"Wir haben ein Foto gemacht. Virginia, ein anderes Mädchen, das anwesend war, saß auf einem Stuhl und hatte die Puppe auf dem Schoß. Andrew saß auf einem anderen Stuhl, ich saß auf seinem Schoß - und er legte seine Hand auf meine Brust. Ghislaine legte die Hand der Puppe auf Virginias Brust, dann legte Andrew seine Hand auf meine [Brust]." Als Belästigung empfand Sjoberg Andrews Handlung allerdings nicht: Es sei "ein toller Witz" gewesen, sagte sie noch 2007. Heute empfindet sie dies anders. 

Einer ihrer Freunde sagt jetzt, im November 2019, zu "The Mirror": "Sie hat ausgesagt, dass Andrew in Epsteins Haus einen sexuellen Akt gegen sie begangen hat und glaubt, dass es richtig ist, wenn das FBI ihn nach seinem Wissen fragt."

Verwendete Quelle: Daily Mirror, Daily Mail, The Sun, The New York Times

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