Prinz Andrew: Er sah viele Menschen sterben

Prinz Andrew kennt als Royal ohne Thronverpflichtung wider Erwarten nicht nur die Sonnenseiten des Lebens. Schon als junger Mann wird er mit schrecklichen Erlebnissen konfrontiert. Bei einem Einsatz im Falkland-Krieg Anfang der Achtzigerjahre endet ein Anschlag auf den Sohn von Queen Elizabeth zum Glück nicht tödlich für ihn - jedoch für mehr als ein Dutzend seiner Kameraden. 

Prinz Andrew, 59, wird die Bilder noch heute vor Augen haben. Am 25. Mai 1982, drei Jahre bevor er seine spätere Ehefrau Sarah Ferguson, 59, trifft, gerät der junge Royal zwischen die Fronten im Falkland-Konflikt. In diesem dreimonatigen Krieg zwischen Argentinien und dem Vereinigten Königreich, der von April bis Juni andauert, geht es um territoriale Ansprüche auf die britischen Falklandinseln sowie Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln.

Prinz Andrew: Im Visier der Argentinier

An jenem Maitag greifen die argentinischen Streitkräfte den Flugzeugträger "HMS Invincible" an, ein Schiff, auf dem sie den Hubschrauberpiloten Prinz Andrew vermuten. Die "Invincible" wehrt den Raketenangriff ab. Allerdings trifft das tödliche Geschoss den britischen Transporter "Atlantic Conveyor". Zwölf Besatzungsmitglieder werden getötet.

Queen Elizabeth undercover

Sie veräppelt amerikanische Touristen

Queen Elilzabeth
Queen Elizabeth nahm während ihres Sommerurlaubs in Schottland US-amerikanische Touristen auf die Schippe.
©Gala / Brigitte

Autor Andrew Morton beschreibt 1983 in der Biografie “Andrew: The Playboy Prince” das schreckliche Szenario aus dem Blickwinkel des damals 22-jährigen Royals: "Während der gesamten Tragödie war er in der Luft, aber völlig hilflos, um den schrecklichen Verlust von Leben zu verhindern." Prinz Andrew erinnert sich später: "Wir haben beobachtet, wie die seltsame 4,5-Zoll-Granate ziemlich nah an uns heran kam, und ich habe gesehen, wie die 'Invincible' ihre Raketen abfeuerte. Normalerweise würde ich sagen, dass es sehr spektakulär aussah, aber von meinem Standort aus war es sehr beängstigend". Eine Situation, die sich bis heute in sein Gedächtnis eingebrannt hat: "Es war wahrscheinlich mein furchterregendster Moment während des Krieges."

Traumatisches Erlebnisse prägen den Prinzen

Morton beschreibt auch, wie der Prinz Zeuge aus der Luft war, als der britische Zerstörer 'HMS Sheffield' drei Wochen vor diesem verheerenden Angriff von einer Rakete getroffen wurde. Andrews Biograf fasst die tragische Situation zusammen: "Die Besatzung hatte nur 20 Sekunden vor dem Raketenangriff gewarnt, bevor der 'Exocet' (Anm. d. Redaktion: allwetterfähiger Seezielflugkörper) ins Herz des Schiffes stürzte und das Schiff innerhalb weniger Momente in eine heiße Hölle verwandelte." Zwanzig britische Seeleute kommen bei dem Inferno ums Leben. 

Prinz Andrew scheint dieses Erlebnis schwer traumatisiert zu haben: "Ich war ziemlich verängstigt", sagt er rückblickend. "Es war ein schrecklicher Anblick", erinnert er die Bilder jenes Tages. "Es ist etwas, von dem ich nie gedacht hätte, dass ich es jemals sehen würde - ein zerstörtes britisches Kriegsschiff."

England

Familie Windsor

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Prinzessin Anne, als älteste Tochter der Queen die derzeitige Princess Royal, ist heute selbst schon vierfache Großmutter. Vier bezaubernde Enkelinnen versüßen der leidenschaftlichen Reiterin Anne das royale Leben.
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Vom Frauenliebling zum Kriegshelden

Es sind Bilder, auf die der junge Prinz nicht vorbereitet ist. Vor diesen Einsätzen im Falkland-Krieg rettet der Hubschrauber-Pilot zunächst Schiffbrüchige im Nordatlantik. Als er auf Wunsch von Queen Elizabeth, 93, als Mitglied der Royal Navy an Kampfhandlungen im Falkland-Krieg teilnimmt, erntet er nicht nur den vollen Respekt der Monarchin, sondern auch den des britischen Volkes. Für den oft belächelten Andrew, der in erster Linie als Frauenliebling für Schlagzeilen sorgt, ist das mit Sicherheit eine verdiente Genugtuung. Die Bilder dieses Einsatzes allerdings sorgen vermutlich Zeit seines Lebens für einen bitteren Beigeschmack, der den gewonnenen Ruhm beträchtlich schmälert. 

Verwendete Quelle: Express

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