Prinz Andrew: Das bedeutet der Rückzug von seinen royalen Pflichten

Mit seiner Entscheidung, von seinen royalen Pflichten zurückzutreten, sorgte Prinz Andrew für Schlagzeilen und viele Fragezeichen. Ist er jetzt überhaupt noch ein Royal? Wird ihn die Öffentlichkeit noch zu Gesicht bekommen? Fragen, die GALA nun versucht zu beantworten.

Seine Freundschaft zu Jeffrey Epstein, †66, kostete Prinz Andrew, 59, nicht nur die Sympathien, sondern auch seinen Job. Aufgrund des Skandals um ihn und den verurteilten Sexualstraftäter gab der Prinz bekannt, sich von allen royalen Aufgaben zu trennen. Doch obwohl dieser Schritt von vielen seiner Kritikern gefordert wurde, so weiß doch keiner so richtig, was dieser Rückzug genau bedeutet. GALA versucht Licht ins Dunkel zu bringen. 

Prinz Andrew rückt in den Hintergrund

In dem Statement, das der Buckingham Palast im Namen des Prinzen herausgab, heißt es, dass sich der 59-Jährige für die "absehbare Zukunft" aus den royalen Geschäften zurückziehen werde. Konkret bedeutet das, dass Andrew seine Arbeit mit diversen Organisationen auf Eis legen werde. Offiziell stehen die von ihm unterstützten Projekte nun also ohne royale Unterstützung da, was sich besonders auf den Bekanntheitsgrad und somit auch auf die Finanzierung negativ auswirken wird. Obwohl Prinz Andrew vor seinem Skandal nicht so im Mittelpunkt stand wie zum Beispiel Prinz William, 37, und Herzogin Catherine, 37, oder Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, half er mit seinem berühmten Namen doch dabei, mehr Aufmerksamkeit auf einzelne Projekte zu richten. 

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A statement by His Royal Highness The Duke of York KG.

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Aktuell profitieren die Organisationen jedoch nicht von dem bekannten Prinzen: Aufgrund der schlechten Publicity zogen bereits vor Andrews Rücktritt einige Partner die Reißleine und kündigten die gemeinsame Arbeit mit dem Royal auf. Das "Town & Country Magazine" vermutet daher, dass sich Andrew auch bei seiner Arbeit mit seinem Herzensprojekt "Pitch@Palace", das sich an junge Unternehmer richtet, von jetzt an im Hintergrund halten wird. Dass der Prinz seine Arbeit vollständig aufgeben wird, hält das Magazin zwar für unwahrscheinlich, dennoch wird er diese Arbeit nun erstmal im Verborgenen tun. 

Seine Familie steht ihm beratend zur Seite

Auch sein Herzensprojekt "Pitch@Palace" muss Prinz Andrew vorerst auf Eis legen - zumindest in der Öffentlichkeit.

Generell wird Prinz Andrew vorerst so gut es geht vom royalen Parkett verschwinden und auf unbestimmte Zeit keine offiziellen Termine für die Königsfamilie übernehmen. Dazu zählen vermutlich auch Überseereisen, die Andrew im Namen der Krone absolvieren würde. Das beweist die aktuelle Absage einer Reise nach Bahrain, die Andrew am Samstag, den 23. November, antreten wollte. Wie die "Daily Mail" berichtet, habe der Prinz den Termin trotz seines Rückzugs wahrnehmen wollen, sei aber nun auf Anraten seiner Verwandten von diesen Plänen abgewichen. "Er wurde von seiner Familie überzeugt, dass das angesichts der Ereignisse in dieser Woche keine gute Idee ist", zitiert die Tageszeitung den Palast. 

Weiterhin Mitglied der royalen Familie

Obwohl Andrew vorerst nicht mehr selbst im Namen der Krone unterwegs sein wird, so wird die Öffentlichkeit ihn vermutlich trotzdem regelmäßig zu Gesicht bekommen. Trotz aller Vorwürfe: Der Prinz bleibt ein Mitglied der royalen Familie und wird diese auch zu traditionellen Anlässen - wie zum Beispiel an Weihnachten, dem Geburtstag der Queen, Ascot oder Trooping the Colour - begleiten. Royal-Expertin und Buchautorin Katie Nicholl glaubt, dass Andrew es sich trotz aller Schlagzeilen nicht nehmen lassen wird, Prinzessin Beatrice, 31, im kommenden Jahr zum Altar zu führen. Bei Twitter kam die Diskussion auf, ob der Prinz dies vielleicht besser vermeiden sollte, um seiner Tochter den großen Tag nicht zu verderben. Wie genau die Royal Family mit der Hochzeit von Beatrice und Edoardo Mapelli Mozzi in Zeiten der Krise umgehen wird, wird sich zeigen. Details sind über die Trauung aktuell noch nicht bekannt.

Eiszeit bei Prinzessin Beatrice und Co.

Momentan ist Prinzessin Beatrice sicher nicht nach feiern zumute. Die Stimmung in der Familie soll auf dem Tiefpunkt sein. Nicht nur Prinz Charles, 71, der die schlechten Nachrichten in Neuseeland in Empfang nahm, sondern auch die Queen sei ziemlich wütend, hört man aus dem Palast. Eigentlich galt Prinz Andrew als ihr Lieblingssohn, dem sie eine Menge durchgehen ließ; jetzt aber wurden sowohl Andrew als auch seine Ex-Frau Sarah Ferguson, 60, in den Buckingham Palast zitiert. Zum Krisengespräch, so die Annahme. Die Causa Epstein wird das Königshaus und Prinz Andrew noch lange verfolgen, daran wird auch der royale Rückzug nichts ändern. Trotzdem ist er eine Chance, die Gemüter wieder zu beruhigen und sich so Zeit zu verschaffen, die nächsten Schritte besser zu überdenken als das schon jetzt historische Skandal-Interview mit der BBC.

Verwendete Quellen: Daily Mail, Town & Country Magazine, ET, Instagram, Twitter, Mirror

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