Prinz Andrew: Beatrice und Prinzessin Eugenie als Alibi gegen Sex-Vorwurf

Prinz Andrew wird beschuldigt, vor 18 Jahren mit einem Mädchen im Teenageralter Sex gehabt zu haben. Zu den Treffen sei sie von US-Milliardär und Sextäter Jeffrey Epstein, †66, gezwungen worden, behauptet das angebliche Opfer Virginia Roberts heute. Prinz Andrew bestreitet die Vorfälle und präsentiert in einem Interview mit der "BBC" ein Alibi für die Zeit eines der angeblichen Sex-Treffen. Doch die Aussage des Prinzen wird von der britischen Presse mit Argwohn betrachtet.

"Ich kann Ihnen absolut und kategorisch sagen, dass das nicht passiert ist", lautet Prinz Andrews deutliche Antwort auf die Frage von "BBC"-Reporterin Emily Maitlis, 49, ob etwas dran sei an den Sex-Vorwürfen von Virginia Roberts, 35. Doch von vorne.

Das ist der Sex-Vorwurf an Prinz Andrew

Schon 2009 behauptete Virginia Roberts in einer in Florida eingereichten Klage gegen Epstein, dreimal zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein. Weil sie sich außergerichtlich mit Epstein einigte, verlief die Sache im Sande - bis 2015, als die Anschuldigungen gegen den US-Geschäftsmann durch weitere Opfer wieder an Fahrt aufnahmen. Im Juli 2019 wurde Epstein schließlich in Untersuchungshaft genommen. Ehe es zum Prozess kam, starb er am 10. August in seiner Gefängniszelle.

In einem Interview mit der Sendung "NBC Dateline" im September 2019 sagte Virginia Roberts über ihre erste Begegnung mit Andrew im Jahr 2001: "Wir gingen zum Club Tramp. Prinz Andrew hat mir Alkohol besorgt (...) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Wodka war. 'Er sagte: "Lass uns tanzen.' Ich sagte: 'OK.'" Andrew sei ein "schrecklicher Tänzer" gewesen, ergänzte Roberts, und "schwitzte über mich hinweg. Ich erinnere mich nur wie ich dachte 'Ugh, ich brauche eine Dusche. Das ist widerlich"'.

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Prinz Andrew und Virginia Roberts

Auch Jeffrey Epstein und seine damalige Lebensgefährtin Ghislaine Maxwell seien bei dem Ausflug dabei gewesen. Später hätten sie zu viert den Club verlassen, Roberts mit einem unguten Gefühl. Und tatsächlich: Maxwell soll Roberts aufgefordert haben, mit ins Haus von Epstein und ihr zukommen und dort für Andrew alles zu tun "was sie auch für Epstein" tue. Der Milliardär habe sie über vier Jahre, von 1998 bis 2002, als eine Art Sex-Sklavin gehalten, behauptet Roberts.

Nach einem Vorspiel im Badezimmer sei es in Maxwells Haus schließlich zum Sex mit Prinz Andrew gekommen, so Roberts im Interview mit "NBC". "Er war nicht grob oder so, er sagte 'Danke' und einige andere nette Gedanken und ging." Dennoch sehe sie Andrew als einen "abuser" (zu Deutsch: Missbrauchstäter).

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Es gebe viele Punkte, die falsch an der Geschichte seien, verteidigt sich Andrew nun im Interview mit "BBC Newsnight", das am Samstag (17. November) ausgestrahlt wurde. Er wisse nicht, wo sich der besagte Club Tramp befinde. Er trinke nicht. Er habe dort nicht getanzt. Und vor allem sei er an dem besagten Abend nicht unterwegs gewesen.

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"Ich war an diesem speziellen Abend – der 10. März [2001], so wie wir es aufgefasst haben – Zuhause mit den Kindern. Ich habe Beatrice zu einer Party in einen Pizza Express nach Woking gebracht, vermutlich um vier oder fünf Uhr nachmittags. Und dann, weil die Herzogin [Sarah Ferguson] weg war, haben wir eine einfache Regel in der Familie, dass, wenn einer weg ist, der andere da ist." Er erinnere sich daran, weil es für ihn "eine sehr ungewöhnliche" Sache sei, zu einem Pizza Express zu fahren. In England wird Andrews "Pizza"-Alibi höchst kritisch aufgenommen.

Die Reporterin hakt nach: Virginia Roberts habe die Begegnung mit Prinz Andrew sehr genau beschrieben und sogar erwähnt, dass er sehr geschwitzt habe. Die überraschende Reaktion des Queen-Sohnes: "Ich habe zu der Zeit nicht geschwitzt." Weil im Falklandkrieg 1982 (Andrew diente in der Royal Navy) auf ihn geschossen worden sei, habe sein Körper eine solch Überdosis Adrenalin ausgeschüttet, dass er danach nicht habe schwitzen können.

Ob es an einem anderen Tag zum Sex mit Virgina Roberts gekommen sei, fragt die Reporterin weiter. Andrew vereint dies. Er habe weder mit Roberts noch mit einem anderem von Epsteins genötigten Mädchen jemals Sex gehabt. "Wenn Sie ein Mann sind, ist es ein positiver Akt, mit jemandem Sex zu haben", erklärte der Prinz.

Verwendete Quelle: The Telegraph, Daily Mail, Express, BBC

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