Herzogin Meghan + Prinz Harry: "Sie werden sich in den nächsten zwei, drei Jahren trennen"

Herzogin Meghan und Prinz Harry sind in den Augen ihrer Fans das Traumpaar der britischen Royals. Mit ihrem Sohn Archie werden die beiden nun ein neues Leben beginnen und dem Königshaus den Rücken kehren. Im Gespräch mit GALA prophezeit Royal-Korrespondent Arndt Striegler, dass das Paar mit dieser Entscheidung nicht das erhoffte Happy End erleben wird.


Herr Striegler, eigentlich wollte ich mich mit Ihnen über den Rücktritt von Harry und Meghan als Senior-Royals unterhalten. Das ist für die Queen ja schon enttäuschend genug. Und dann nehmen Sie plötzlich das Wort "Scheidung" in den Mund ...
Ich glaube, wir sehen gerade den Beginn einer großen Krise, die in der Trennung der Sussexes enden wird. Meine Prognose: Harry und Meghan werden sich in den nächsten zwei, drei Jahren trennen.

Das klingt ziemlich pessimistisch. Die Ehe hätte dann gerade einmal vier oder fünf Jahre gehalten. Gründe fürs Scheitern wären also ... ?
Erstens: Harry ist nicht der Typ, der langfristig in Nordamerika glücklich sein wird. Dazu ist er zu sehr an England gebunden – an seine Freunde, an seine Familie. Zweitens weiß ich aus verlässlicher Quelle, dass Meghan todunglücklich ist mit ihrem neuen Landleben im Frogmore Cottage in Windsor. Sie fühlt sich isoliert und hat es nach wie vor nicht geschafft - oder sie war nicht willig – sich einen neuen Freundeskreis aufzubauen. Sie hat sich bewusst ausgeschlossen. Ein Beispiel: Sie geht nicht regelmäßig zu Mutter-Baby-Kreisen, die in Windsor zuhauf angeboten werden. Harry wird unglücklich in Nordamerika, Meghan unglücklich in England. Ergo: das kann nicht gut gehen.

Das Eheleben beginnt gut: Nach den Flitterwochen haben sich Prinz Harry und seine  Meghan ein Miet-Häuschen in den Cotswolds zugelegt

Herzogin Meghan

Darum ist sie die neue Favoritin bei Hofe

Dass Harry und Meghan mit ihrem Leben als Royals nicht zufrieden sind, haben sie im Oktober 2019 freimütig in einem Interview erzählt. Dass sie die Reißleine derart kräftig ziehen und einen Ausstieg verkünden, kommt dennoch überraschend.
Damit habe ich auch nicht gerechnet. Ich denke, es war ein schleichender Prozess. Um es seiner Frau recht zu machen, hat Harry in den letzten Monaten die Kontakte zu seiner Familie und seiner Freunde sträflich vernachlässigt. Er ist mehr und mehr isoliert. Mein Eindruck ist, dass Harry nach wie vor süchtig nach seiner Frau ist. Er liebt sie über alles, was in erster Linie etwas Schönes ist. Das Problem ist allerdings, dass Meghan Markle kalkuliert vorgeht. Sie hat meiner Meinung nach mehrfach bewiesen, dass sie zuerst an sich denkt – und erst dann an Baby Archie und an dritter Stelle an ihren Ehemann.

Kritiker – und sogar ehemalige Freunde der Herzogin – behaupten, Meghan habe es seit Jahren darauf angelegt, einen berühmten Ehemann zu finden. War die Hochzeit reines Kalkül?
Ich habe die beiden bei ihrem ersten Termin als verlobtes Paar Anfang Januar 2018 in Brixton erlebt. Für mich steht außer Frage, dass die beiden sehr ineinander verliebt waren und vielleicht auch noch sind. Da ist wahre Liebe im Spiel. Aber während es für Harry nichts als das ist, scheint Meghan Hintergedanken im Kopf zu haben.

Welche Hintergedanken könnten das sein?
Meghan ist nicht naiv. Sie ist eine intelligente, junge Frau, die weiß was sie will. Das zeigt allein ihre Karriere: Als Schauspielerin muss man ziemlich tough und selbstbewusst sein, um in Hollywood auf einen grünen Zweig zu kommen. Und das hat sie mit "Suits" geschafft. "Selbst, wenn diese Ehe mit Harry schief gehen sollte", wird sie gedacht haben, "habe ich ausgesorgt, weil ich weltberühmt bin." Und in puncto Rücktritt scheint ihr der Gedanke zu kommen: "Von jetzt an öffnen sich in Hollywood Türen für mich, die vorher verschlossen waren."

Herzogin Meghan + Prinz Harry

Ist ihr Rücktrittsplan zum Scheitern verurteilt?

Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan, 38, und Prinz Harry, 35, hängen ihren Job als Royals - zumindest teilweise - an den Nagel und wollen mit Baby Archie mehr Zeit in Kanada und den USA verbringen. Kann das funktionieren?
©Gala

Selbstbewusste Meghan hin oder her: Bekanntlich gehören immer zwei dazu. Also einer, der den anderen ausnutzt, und einer, der sich ausnutzen lässt.
Meghan ist sehr gut darin, publikumswirksam bestimmte Emotionen zu zeigen oder - wenn ich es negativ ausdrücken darf – zu heucheln. Stichwort: TV-Dokumentation aus Afrika. Harry ist vom Charakter her ein schwacher Mensch. Das meine ich nicht negativ. Nochmal: Er liebt Meghan über alles und will, dass sie glücklich ist. Sie kann ihn also manipulieren. Sie sitzt am Steuer dieser Ehe und das haben wir in den vergangenen Monaten immer wieder gesehen. Vorläufiger Höhepunkt ist jetzt eben der Teil-Ausstieg aus der Royal Family.

Gesetz dem Fall, Harry und Meghan lassen sich eines Tages tatsächlich scheiden – würde der "verlorene Sohn" von den Royals wieder aufgenommen werden?
Vorausgesetzt Harry kehrt reumütig zur Königsfamilie zurück und gibt zu, dass er einen großen Fehler gemacht hat: Ja, dann würde er mit offenen Armen aufgenommen werden.

Prinz Harry + Meghan Markle

Die Bilder ihrer stürmischen Liebe

7. Januar 2020  Herzogin Meghan und Prinz Harry strahlen überglücklich, als sie das Canada House in London besuchen. Das Paar trifft dort Janice Charette, die kanadische Botschafterin in Großbritannien, um sich für die Gastfreundschaft während ihres Aufenthalts in Kanada zu bedanken. Nur einen Tag später, am 8. Januar 2020, geben Meghan und Harry ihren Ausstieg als Senior-Royals bekannt.
25. Oktober 2019  Prinz Harry begleitet seine Frau Herzogin Meghan zu einer Diskussionsrunde zum Thema Geschlechtergleichheit auf Schloss Windsor. 
Herzogin Meghan und Prinz Harry
Herzogin Meghan + Prinz Harry: 2. Oktober 2019 Im Rahmen ihrer offiziellen Südafrika-Reise besuchen Prinz Harry und Herzogin Meghan gemeinsam den Tembisa Township in der Nähe von Johannesburg. Das royale Paar ist nach Harrys Ausflügen nach Malawi und Angola endlich wieder vereint und sichtlich happy darüber.

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Generös, wenn man bedenkt, dass die Familie Windsor hinter den Kulissen traurig und enttäuscht über den Rückzug sein soll.
Blut ist dicker als Wasser. Erstens ist Harry nach wie vor ein Sympathieträger in den Augen des britischen Volkes. Das merkt man gerade in den vergangenen Tagen. Da richtet sich der ganze Zorn – vielleicht ein bisschen ungerecht – gegen Meghan. Sie ist der Feind, die Böse. Harry hingegen wird als derjenige angesehen, der seine Frau über alles liebt, ihr total hörig ist und ihr all das gibt, was sie will. Das kann man verzeihen. Zum anderen ist Harry für die Royals ein wichtiger Leistungsträger. Er ist mit 35 Jahren in einem arbeitsfähigen Alter und übernimmt an die 200 Termine im Jahr.

Wäre das Königshaus derzeit nicht in der Krise, wenn Harry eine andere Frau als Meghan Markle geheiratet hätte? Konkret: eine Frau aus der britischen High Society?
Das hätte funktioniert, weil die High Society hier ein sehr spezieller Haufen ist. Wenn du wie Meghan – Amerikanerin, afroamerikanische Wurzeln, Schauspielerin – von außen in diese Kreise eintrittst, wirst du nicht akzeptiert. Hätte Harry eine Frau wie Cressida Bonas, mit der er von 2012 bis 2014 liiert war, geheiratet, wäre sein Leben mit Sicherheit ganz anders verlaufen. Die wären das neue Traumpaar von England geworden; das größte seit Charles und Diana. Happy End. Aber wie sagt man so schön? Das Leben ist das, was passiert, wenn man andere Pläne schmiedet.

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