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Meghan Markle vs. Daily Mail | Teil 1 Brief an Thomas Markle führt zur Klage

Herzogin Meghan
© Getty Images
Herzogin Meghan zieht gegen den Betreiber der Zeitungen "Daily Mail" und "Mail on Sunday" vor Gericht. GALA fasst die Entwicklungen und Ereignisse zusammen.Teil 1 beschäftigt sich mit dem Ursprung und den ersten Schritten der Klage.

Irgendwann im August 2018

Herzogin Meghan schickt einen fünfseitigen, handgeschriebenen Brief an ihren Vater Thomas Markle. Er wird später der Auslöser des Rechtsstreits zwischen Meghan und "Associated Newspapers Limited" (ANL) werden, dem Herausgeber der britischen Boulevardzeitungen "Daily Mail" und "Mail in Sunday".

6. Februar 2019

Die fünf besten Freundinnen Meghans melden sich im US-Magazin "People" zu Wort, um "sich gegen das globale Mobbing [an der Herzogin] zu wehren." Dabei kommt auch Meghans zerrüttetes Verhältnis zu ihrem Vater sowie der Brief an ihn zur Sprache. Laut einer der Vertrauten, deren Namen "People“" geheim hält, soll Meghan geschrieben haben: "Papa, mein Herz ist so gebrochen. Ich liebe dich. Ich habe [nur] einen Vater. Bitte hör auf, mich durch die Medien zu schikanieren, damit wir unsere Beziehung reparieren können." Nach der Veröffentlichung des Artikels gibt Thomas Marke den Brief an die Presse weiter.

10. Februar 2019

"Mail on Sunday", die Sonntagsausgabe der britischen Zeitung "Daily Mail", veröffentlicht in zwei Artikeln Ausschnitte des Briefes und zeigt Fotos der handgeschrieben Zeilen Meghans. Das Schwestern-Blatt "Daily Mail" zieht mit drei Artikeln nach. Er fühle sich von den Freunden seiner Tochter falsch darstellt, begründet Thomas Markle seinen Gang an die Öffentlichkeit und bestreitet außerdem, dass Meghan sich mit ihm habe versöhnen wollen.

1. Oktober 2019

Die Sussexes geben während einer Royal-Tour mit Sohn Archie in Südafrika bekannt, dass Meghan juristisch gegen den Zeitungsbetreiber Associated Newspaper Limited vorgeht (die Einreichung der Klage erfolgte am 29. September). In einem langen Statement verteidigt Harry die Klage. Meghan sei das "Opfer" einer "rücksichtslose[n] Kampagne" und "unerbittliche[n] Propaganda" geworden. Der Punkt sei gekommen, "sich diesem Verhalten zu widersetzen, weil es Menschen zerstört und Leben zerstört." Der konkrete Vorwurf der Sussexes: "Mail on Sunday" und "Daily Mail" hätten ihre Leser manipulieren wollen, indem Teile des Briefes bewusst ausgelassen worden und Absätze, einzelne Sätze und sogar Worte verändert worden seien. Geschehen sei dies, um vorherige Lügen der Blätter zu vertuschen. Vertreten wird Meghan von der Londoner Anwaltskanzlei Schillings. In einem Statement gibt ANL  bekannt, zu seinen Artikeln zu stehen sowie sich "energisch verteidigen" zu wollen.

5. Oktober 2019

Thomas Markle spricht erstmals seit Meghans und Harrys Ankündigung in der Öffentlichkeit. Der "Mail on Sunday" sagt er: "Ich habe beschlossen, Teile des Briefes wegen des Artikels von Meghans Freunden in der Zeitschrift "People" zu veröffentlichen. Ich muss mich verteidigen. Ich habe nur Teile des Briefes veröffentlicht, weil andere Teile so schmerzhaft waren. Der Brief schien mir nicht liebevoll zu sein. Ich fand ihn verletzend."

11. Oktober 2019

Meghans Anwalt reicht nähere Angaben zur Klage vor dem High Court in London ein. Darin erklärt sie, der Brief sei "privat und vertraulich" gewesen und habe "ihre intimen Gedanken und Gefühle über die Gesundheit ihres Vaters und ihre Beziehung zu ihm zu dieser Zeit detailliert beschrieben". Sie beantragt Schadensersatz wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten, des Missbrauchs von Urheberrechten und dem Verstoß gegen das Datenschutzgesetz. ANL argumentieret, dass die Herzogin von Sussex keine begründeten Erwartungen an den Schutz ihrer Privatsphäre haben solle sowie angenommen habe, dass der Brief veröffentlicht werde. 

In Teil 2 lesen Sie, wie es im Fall Meghan Markle vs. "Daily Mail" / "Mail on Sunday" weitergeht.

Verwendete Quelle: BBC, Daily Mail, The Telegraph, The Guardian, The Express, The Sun, The Times

jre

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