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Prinz Harry + Herzogin Meghan | Royals Diese Hilfe haben sie nicht in Anspruch genommen

Prinz Harry und Herzogin Meghan
© Getty Images
Der Royals ist der Schutz ihrer Privatsphäre eines ihrer wichtigsten Anliegen. Weil englische Zeitungen das nicht respektiert haben, klagen Prinz Harry und Herzogin Meghan. Soweit hätte es nicht kommen müssen, meint ein Mann namens Edward Faulks. 

Prinz Harry, 38, und Herzogin Meghan, 39, hätten die rechtlichen Schritte gegen die Betreiber der Zeitungen "Mail on Sunday" und "News of The World" durch ein billiges und schnelles Schiedsverfahren regeln können, anstatt Inkaufnahme hoher Kosten vor Gericht zu ziehen. Das sagt der Vorsitzende der "Independent Press Standards Organization" (IPSO), der größten unabhängigen Regulierungsbehörde der Zeitungs- und Zeitschriftenindustrie in Großbritannien.

Prinz Harry und Prinz Harry engagieren Anwälte 

Lord Faulks ist Vorsitzender der unabhängigen Presse-Beschwerdestelle des Vereinigten Königreichs, die mehr als 90 Prozent der britischen Printmedien reguliert. Der Zeitung "The Times" sagt er: "Würde ich Beschwerde gegen Zeitungen einlegen wollen, bin ich mir nicht sicher, ob ich dafür die teuren Kosten für Schillings auf mich nehmen würde". Schillings ist die Londoner Anwaltskanzlei, die Harry und Meghan mit der Vertretung ihrer rechtlichen Interessen betraut haben.

Zwar würde man Beschwerdesteller nicht von einem Anwalt abraten, dennoch sagt Faulks über Harry und Megan: "Sie hätten zu uns kommen können. Die Königsfamilie hat uns[ere Dienste] regelmäßig genutzt und wir sind uns sehr bewusst, was wir tun können und was nicht." Die IPSO arbeitet mit einem Schiedsverfahren, bei der eine dritte Partei zwischen dem Beschwerdesteller und dem Verursacher vermittelt, so dass der Fall im besten Falle außergerichtlich geklärt wird. Bis zu 60.000 britische Pfund (etwa 66.000 Euro) hätten Harry und Meghan im Falle einer Entscheidung zu ihren Gunsten zugesprochen werden können, schreibt "The Times".

Geht es den beiden Royals um Aufmerksamkeit?

"Weise Worte", urteilt der langjährige Hofberichterstatter Phil Dampier auf Twitter über Faulks Einwand. Einige Kommentatoren unter dem Tweet meinen zu wissen, warum Harry und Meghan nicht den "sanfteren" Rechtsweg gehen. "Das Eingehen eines 'schnellen und billigen Schiedsverfahrens' würde nicht die gleichen Schlagzeilen machen, als wenn ihre Anwälte öffentlich 'Wir sehen uns vor Gericht!' rufen", schreibt ein User. Eine Frau findet zudem: "'Schadensersatz von bis zu 60.000 Pfund können zugesprochen werden' lautet hier der Schlüsselbegriff. Das reicht ihnen nicht." Wer der wahre Gewinner ist, so will ein Mann erkannt haben: die Anwälte, die das Honorar einstreichen.

Verwendete Quelle: The Times, Twitter

jre

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