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Herzogin Meghan + Prinz Harry Das bittere Protokoll ihres Rücktritts

Prinz Harry, Herzogin Meghan, Queen Elizabeth
© Getty Images / Dana Press
Herzogin Meghan und Prinz Harry haben ihren Rückzug als hauptamtliche Repräsentanten von Queen Elizabeth erklärt. Nun kommen die bitteren und brisanten Details über die Hintergründe ans Licht.

Herzogin Meghan, 38,  und Prinz Harry, 35, wollen ihre Rolle für das Königshaus neu ausrichten und in Zukunft ihre Repräsentationsarbeit für die Monarchie deutlich reduzieren. Man wolle, so schreibt es das Paar in einer am Mittwochabend (8. Januar) herausgegeben Erklärung, sein eigenes Geld verdienen und dafür arbeiten gehen. Darüber hinaus planen die Eltern eines Sohnes regelmäßig Zeit in Nordamerika zu verbringen. Ein Paukenschlag, von dem die Welt an jenem Abend erfuhr. Was sich in den Tagen zuvor hinter den Kulissen abspielte, betitelt die "Daily Mail" als "Countdown zum Chaos". Die Protagonisten: Prinz Harry, Herzogin Meghan, Queen Elizabeth, 93, Prinz Charles, 71, und Prinz William. 37.

Herzogin Meghan + Prinz Harry: Ihr Weg aus dem Königshaus

Heimliche Vorbereitung für den Rücktritt

Den Plan, ihre Rolle als "Senior Members" niederzulegen, sollen Harry und Meghan schon seit Monaten hegen, schreibt die britische Presse. Im März 2018 registrierten sie den Namen "sussexroyal.com" für eine eigene, neue Website und beauftragten laut Information der "Daily Mail" eine kleine Firma in Toronto mit dem Bau der Seite. Die Firma hatte bereits Meghans inzwischen eingestellten Lifestyle-Blog "The Tig" aufgesetzt.

Der Gedanke des Rückzuges soll im Oktober 2018, während ihrer Royal-Afrika-Tour, in Harry und Meghan erstarkt sein - zu einem Zeitpunkt, an dem die Unzufriedenheit des Paares ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte und Harry ein Statement veröffentlichte, in diesem er die britische Presse für ihre negative Berichterstattung scharf kritisierte.In der Auszeit des Paares in Kanada soll die Umsetzung des Planes dann in die entscheidende Phase gegangen sein. "Sie waren sieben Wochen im luftleeren Raum unterwegs, haben nachgedacht und sich gegenseitig gepusht", sagte eine Quelle "Daily Mail". Beraten haben sollen sich Harry und Meghan dabei nicht mit der Queen, Charles oder William, sondern mit Freunden und Beratern in Nordamerika. Darunter soll sich die Firma Sunshine Sachs befinden. In dem Hollywood-Management-Unternehmen arbeitet ein Freund von Meghan, der sie schon während ihrer Zeit als Schauspielerin der Anwaltsserie "Suits" vertrat.

Harry sucht das Gespräch mit Prinz Charles

Harry soll seinen Vater kurz vor Weihnachten mitgeteilt haben, dass er und Meghan mit Baby Archie Mountbatten-Windsor, acht Monate, mehr Zeit in Kanada und Amerika verbringen wollen. Auch Queen Elizabeth und Prinz William seien nachfolgend informiert worden (ob von Harry oder Prinz Charles - unklar). Alle seien laut "Daily Mail" geschockt, aber auch gesprächsbereit gewesen. Ein Insider zu "Daily Mail": "Die Antwort war: 'OK, komm zurück und lass uns darüber reden. (...) Möchte die Familie das? Natürlich nicht." Der Tenor sei dennoch gewesen, eine Lösung zu finden, mit der alle leben können. Harry und Meghan wurden laut "Evening Standard" aufgefordert, Details zu ihrem Rückzug zu Papier zu bringen.

Der Herzog von Sussex reicht einen Plan ein

Harry schickte seinem Vater zu Beginn des neuen Jahres angeblich einen Entwurf eines Vorschlags über seine künftige Rolle, wurde jedoch erneut darüber informiert, dass mehr Zeit erforderlich sei, um die komplexen Auswirkungen zu überdenken, insbesondere über die Finanzierung.

Bitte um Gipfeltreffen mit der Queen

Harry bat im Folgenden, so heißt es weiter, um ein Gipfeltreffen mit der Queen in Sandringham. Dieses sollte auf Harrys Wunsch stattfinden, sobald er, Meghan und Archie von ihrer sechswöchigen Auszeit in Kanada zurückgekehrt seien. Die Sussexes landeten nach britischen Medienberichten am Montag (6. Januar) wieder in London. 

Harry sollte seine Pläne geheim halten

Harry soll mitgeteilt worden sein, dass sich Queen Elizabeth zwar freue, ihn zu sehen, er seine Wünsche aber zuerst mit seinem Vater besprechen solle. Bis dahin, so habe es die Queen ihrem Enkel unmissverständlich deutlich gemacht, solle Harry nichts in der Öffentlichkeit über seinen Rücktritt erzählen.

Dramatische Stunden im Palast

Was in den nächsten Tagen innerhalb der Familie Mountbatten-Windsor geschah, ist unklar. Fakt ist: Der Prinz und die Herzogin wollten offenbar nicht länger mit der Veröffentlichung ihrer Pläne warten. Ein Insider berichtet "Daily Mail", dass Mitarbeiter von Harry und Meghan am Montagabend (6. Januar) nach Frogmore Cottage gerufen und über die Entscheidung des Paares informiert wurden. "Harry und Meghans Team habt alles getan, um zu verhindern, dass die Erklärung herausgegeben wird. Dem Ehepaar wurde gesagt, dass es nicht nur ihrer Familie gegenüber respektlos sei, sondern dass sie sich selbst ins Bein schießen."

Harry und Meghan: Auftritt in London

Am Dienstag, den 7. Januar, zeigten sich Harry und Meghan erstmals nach ihrer Auszeit wieder öffentlich und besuchten das Canada House in London. Von dem Paukenschlag, den sie im Hintergrund planten, merkte man dem Paar nichts an. Bestens gelaunt und souverän wie immer lächelte es in die Kameras der Fotografen. Hinter den Kulissen sollen währenddessen "erbitterte internen Kämpfe" stattgefunden haben - und das alles ohne die  königliche Familie darüber in Kenntnis zu setzen. Harry und Meghan sollen laut "Daily Mail" nachdrücklich darauf hingewiesen worden sein, dass ihr Plan "nicht umsetzbar und möglicherweise katastrophal" sei.

Harry und Meghan geben Statement heraus

Alle warnenden Worte des Teams Sussex halfen nichts: Am 19.36 Uhr deutscher Zeit ging ein umfängliches Statement über den Rücktritt von Harry und Meghan auf ihrer Instagram-Seite und ihrer neu eingerichteten Website, sussexroyal.com, online. Charles und William sollen zehn Minuten zuvor eine Kopie der Erklärung bekommen haben. Warum Harry seine Familie übergangen hat und im Alleingang an die Presse gegangen ist - absolut unklar.

"The Sun" schreibt, man habe Wind von den Plänen von Harry und Meghan erhalten und sie publik machen wollen. Vielleicht ein Grund, warum Harry so schnell handelte? Warum er den unbestätigten Bericht vorläufig nicht aussitzen wollte - immerhin müssen die Royals tagtäglich Unwahrheiten und Spekulationen über sich lesen - und dafür seine Familie vor den Kopf stieß, ist ebenfalls eine offene Frage.

 

Queen Elizabeth ist "enttäuscht" und "verletzt"

Um 8.13 Uhr deutscher Zeit reagierte der Palast kurz und knapp auf das Sussex-Statement. "Die Gespräche mit dem Herzog und der Herzogin von Sussex befinden sich in einem frühen Stadium. Wir verstehen ihren Wunsch, einen anderen Ansatz zu verfolgen, aber dies sind komplizierte Fragen, deren Bearbeitung einige Zeit in Anspruch nehmen wird." Die "BBC" behauptet, die Queen sei hinter den Kulissen "verletzt" und "verärgert" von dem Vorgehen von Harry und Meghan. Und Charles und William? Die sollen laut "The Sun" mit der Vorgehensweise von Harry alles andere als glücklich sein - und "vor Wut glühen".

Krisengespräch im Palast

Am Donnerstagabend (9. Januar) wurde bekannt, dass Queen Elizabeth, Prinz Charles und Prinz William den Sussexes ihre Hilfe bei der schnellen Abwicklung ihres Rückzugs anbieten. Die Queen soll alle vier royalen Haushalte - Mitarbeiter des Buckingham Palastes, des Kensington Palastes, von Clarence House und von Harry und Meghan - zusammengerufen haben, um gemeinsam an einer "praktikablen Lösung" zu arbeiten. Diese soll binnen Tagen gefunden werden, heißt es. An den Verhandlungen nimmt Prinz Harry ohne Herzogin Meghan teil. Die Herzogin flog zurück nach Kanada, wo sie ihren Sohn Archie in der Obhut einer Freundin gelassen haben soll.

Verwendete Quelle: The Evening Standard, Daily Mail, The Mirror, The Sun

jre Gala

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