VG-Wort Pixel

Herzogin Meghan + Prinz Harry Kritik von US-Politiker wegen Einmischung in die US-Wahl

Herzogin Megan und Prinz Harry
Herzogin Megan und Prinz Harry
© imago images
Neuer Gegenwind für Prinz Harry und Herzogin Meghan wegen ihrer Äußerungen zur US-Wahl 2020: In einem offenen Brief auf Twitter bezeichnet ein US-Politiker die Kommentare der Royals als unangemessen.

Der Aufruf von Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, an die Amerikaner, im November ihre Stimme für einen neuen Chef im Weißen Haus abzugeben, stößt auf viel Kritik. Der Grund: England ist eine konstitutionelle Monarchie und in dieser sind die Mitglieder der Königsfamilie dazu aufgefordert, politische Neutralität zu wahren. Das weiß auch der republikanische Kongressabgeordnete Jason Smith, 40, und wendet sich an die Botschafterin Großbritanniens in den USA, Karen Pierce, 61.

Prinz Harry und Meghan Markle sollen zur Politik schweigen

"Ich bin (...) besorgt über die jüngsten Kommentare des Herzogs und der Herzogin von Sussex zu den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten. Insbesondere angesichts internationaler Gespräche über ausländische Einmischung in unsere Wahlen und den Status des Herzogs als Gast der Vereinigten Staaten", schreibt Smith. Vor allem Prinz Harrys Äußerung, es sei "wichtig, dass wir Hassreden, Fehlinformationen und Online-Negativität ablehnen" sowie Herzogin Meghans Hinweis, "dass dies die wichtigste Wahl unseres Lebens ist", stoßen Smith auf. Zwar nahm das Paar während seines Auftrittes für das TIME-Magazine den Namen Donald Trump nicht in den Mund, doch auf welchen der zur Wahl stehenden Kandidaten die mahnenden Worte abzielen, daran besteht kein Zweifel.

Weg mit den royalen Titel

Der Republikaner räumt zwar ein, dass Harry und Meghan den Titel "Königliche Hoheit" nicht mehr öffentlich verwenden. Doch weder dies noch die Aussage des Palastes, Harry habe sich "in privater Eigenschaft" zur Wahl geäußert, legitimiert die Sussexes zur Einmischung, findet Smith. Er fährt fort, dass es aufgrund von Titel und Privilegien für Harry und Meghan unmöglich sei, "in persönlicher Eigenschaft gemachte Kommentare von ihrer offiziellen Position innerhalb der britischen Königsfamilie zu trennen." Das brenzlige Fazit des Politikers: "Indem die britische Regierung dem Herzog und der Herzogin von Sussex erlaubt, ihre Titel zu behalten und diese politischen Kommentare fortzusetzen, duldet sie effektiv die Einmischung von Offiziellen höchsten Ranges des britischen Establishments in die Präsidentschaftswahlen 2020 in den Vereinigten Staaten."

Am Ende fordert der Kongressabgeordnete Botschafterin Karen Pierce auf, sein Schreiben an Queen Elizabeth, 94, sowie die britische Regierung weiterzuleiten – mit einer deutlichen Botschaft: Entweder müssten Harry und Meghan ihre politischen Äußerungen unterlassen oder ihre Titel aberkannt bekommen.

Wer ist Jason Smith?

Jason Smith vertritt den Bundesstaat Missouri seit 2013 im US-Repräsentantenhaus. Er gehört der Republikanischen Partei an. Laut seiner Website ist er lebenslanges Mitglied der National Rifle Association und unterstützt traditionelle Werte. Sein Tweet über Harry und Meghan wurde fast 11.000 retweetet und fast 25.000 Mal geliked. Jason Smith wird mit seinem Brief kaum Druck erzeugen. Doch steter Tropfen höhlt den Stein und so ist das Schreiben eines von vielen kleinen Puzzleteilen, die sich für die Sussexes zu einem unangenehmen, großen Ganzen zusammensetzen könnten. 

Der Palast schweigt, Kritik von den Demokraten

Vom Palast und Karen Pierce gibt es bisher keine Reaktion. Dafür von Jason Smith‘ politischer Kontrahentin in Missouri. "Während seine Wähler leiden, verbringt er seine Zeit mit Partisanengesprächen und unsinnigen Unternehmen", kritisierte Kathy Ellis von den Demokraten in einem Interview mit der "Huffington Post“ Smith scharf.

Verwendete Quellen:huffpost.com, twitter.com/RepJasonSmith 

jre Gala

Mehr zum Thema