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Herzogin Meghan + Prinz Harry Ist ihr Statement eine Attacke gegen Queen Elizabeth?

Prinz Harry, Herzogin Meghan, Queen Elizabeth
© Getty Images / Dana Press
Prinz Harry und Herzogin Meghan haben sich den Rückzug als Senior-Royals offenbar anders vorgestellt, als er tatsächlich stattgefunden hat. Das zeigt ein neues Statement des Paares über den Megxit. 

Prinz Harry, 35, und Herzogin Meghan, 38, sind raus aus dem britischen Königshaus: Der 31. März 2020, so gab es der Palast bekannt, wird ihr letzter Tag als Senior-Royals sein. Danach ist das Paar mit Archie Mountbatten-Windsor, neun Monante, frei, sein eigenes Leben zu führen - inklusive freier Wohnortwahl und finanzieller Unabhängigkeit. So, wie es sich die Sussexes gewünscht hatten. Ende gut, alles gut? Mitnichten.

Offenbar mussten Harry und Meghan bei den Megxit-Verhandlungen einige Kröte schlucken - und das soll jetzt jeder wissen: In einem am 21. Februar herausgegebenen Statement auf ihrer Website sussexroyal.com nehmen die beiden erneut Stellung zu ihrem Rückzug aus dem Königshaus und das mit Worten, die aufhören lassen. Britische Royal-Experten sehen dies als einen Angriff und eine Respektlosigkeit gegenüber Queen Elizabeth, 93. GALA zeigt, was Harry und Meghan schreiben - und was zwischen den Zeilen steht. 

Herzogin Meghan und Prinz Harry werden in die Schranken verwiesen

Es gibt eine Übergangsphase

Harry und Meghan geben bekannt, dass sie ihre neuen Rollen außerhalb des Königshauses im Frühling 2020 antreten werden und einer zwölfmonatigen Übergangsfrist unterliegen. Das scheint bei dem Paar auf Unverständnis zu stoßen, denn es weist darauf hin dass es "für andere titeltragende Mitglieder der königlichen Familie Präzedenzfälle gibt, außerhalb der Institution eine Beschäftigung zu suchen". Eine Anspielung auf Prinzessin Eugenie, 29, und Prinzessin Beatrice, 31, die trotz ihres royalen Titels Jobs in der freien Wirtschaft innehaben und eigentlich den Weg für Harry und Meghan geebnet haben. Eigentlich.  

Vermutlich lieg die Überprüfungsphase bei Harry und Meghan vor allem an ihren künftigen Geschäftstätigkeiten, die mit den Werten und Regularien des Königshauses konform sein müssen - und das ist derzeit alles andere als sicher. 

Heißt im Klartext: Gänzliche Unabhängigkeit? Noch ist das Fehlanzeige. Meghan und Harry stehen unter Beobachtung des Palastes und müssen sich bewähren. Offenbar fürchtet man sich vor einem unkontrollierten Verhalten des Paares. Man kann die Vereinbarung aber auch positiv sehen: Sollten die Sussexes scheitern, steht ihnen ein Hintertürchen in die Heimat offen.

Das Wort "Royal" ist für Geschäftsaktivitäten tabu

Was die britische Presse munkelte und für allerlei Wirbel sorgte ist wahr: Harry und Meghan müssen beim Branding ihrer Marke auf das Wort "Royal" verzichten. Im Statement heißt es:

"Während sich der Herzog und die Herzogin auf Pläne zur Gründung einer neuen gemeinnützigen Organisation konzentrieren, wurde angesichts der spezifischen Regeln der britischen Regierung für die Verwendung des Wortes 'Royal' vereinbart, dass ihre gemeinnützige Organisation den Namen 'Sussex Royal 'oder eine andere Nennungen von 'Royal' nicht verwenden wird."

Harry und Meghan weisen darauf hin, dass die Regelung für das Wort "Royal" nicht außerhalb Großbritanniens gilt, sie sie aber trotzdem weltweit befolgen werden.

Heißt im Klartext: Dämpfer für Harry und Meghan! Nicht mehr als Royals arbeiten wollen, sich aber mit dem Status schmücken und aus ihm Profit schlagen - nein. Das passt den Sussexes offenbar nicht und so legen sie Wert darauf zu betonen, dass das Wort "Royal" nur in Großbritannien geschützt ist. Im Unterton schwingt mit: Wenn wir wollen, können wir im Ausland jederzeit unter "Royal" agieren. Für viele Königshaus-Experten ist dieser Hinweis eine Respektlosigkeit gegenüber der Queen.

Harry und Meghan wollten Teilzeit-Royals bleiben, aber ...

"Die Präferenz des Herzogs und der Herzogin von Sussex bestand darin, Ihre Majestät, die Königin, weiterhin zu vertreten und zu unterstützen, wenn auch in begrenzterer Kapazität, ohne auf den Sovereign Grant zurückzugreifen", schreiben Harry und Meghan auf ihrer Website und ergänzen: "Gemäß der Vereinbarung verstehen der Herzog und die Herzogin von Sussex, dass sie verpflichtet sind, von den königlichen Pflichten zurückzutreten und keine repräsentativen Pflichten im Namen Ihrer Majestät der Königin zu übernehmen", heißt es weiter in dem Statement. 

Heißt im Klartext: Harry und Meghan planten, wie sie es in ihrem Magxit-Statement am 8. Januar formuliert hatten, nur einen Teilrückzug aus dem Königshaus. Diese "Halb und Halb"-Lösung kam für die Queen, William und Charles offenbar nicht in Frage. Entweder ganz oder gar nicht. Ein Rückschlag für das Paar, der ihm offenbar missfällt.

Harry bleibt in der Thronfolge

In dem Statement wird klargestellt, dass Prinz Harry sowohl seinen Platz in der Thronfolge als auch in der protokollarischen Rangordnung behalten wird.

Heißt im Klartext: Hier wirkt jemand angefasst und will unmissverständlich seinen (royalen) Status klar machen. 

Seitenhieb auf Queen Elizabeth und ihre Berater?

Und noch etwas lässt aufhorchen. Zu Beginn ihres Statements schreiben Harry und Meghan: "Wir hatten gehofft, diese Details früher mit Ihnen teilen zu können (um Verwirrung und nachfolgende Fehlmeldungen zu vermeiden) (...)". Offenbar wurden die Sussexes zurückgehalten. Das sollte allerdings verständlich sein: Wie Queen Elizabeth in einer Erklärung im Januar betonte, sei der Megxit eine "komplizierte Angelegenheit". Und den löst man eben nicht, wie selbst von der Königin erhofft, in einigen Tagen.

Verwendete Quelle:sussexroyal.com

jre Gala

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