Lady Louise Windsor: Eine Lady auf der Kutsche

Die Pferdeliebe liegt bei den Windsors einfach in den Genen – bis in die jüngere Generation. Lady Louise Windsor, Enkeltochter der Queen, ist leidenschaftliche Kutschefahrerin und befindet sich damit in bester Gesellschaft in ihrer Familie

Lady Louise Windsor

Wer im Park von Schloss Windsor Kutschen sieht, sollte genauer hinschauen: Auf dem Bock könnte ein Mitglied der königlichen Familie sitzen. Am vergangenen Sonntag (25. Februar) war es Lady Louise Windsor, die bei einer entspannten Ausfahrt gesichtet wurde.

Die 14-Jährige lenkte ihre Kutsche mit einem schwarzen Fell-Pony davor ganz souverän durch den Park und hatte sich dick angezogen gegen die Kälte. Die sogenannte Bockdecke wärmte ihr die Beine, die Leinen hielt sie mit Handschuhen. Ihr Begleiter, ein Pferdepfleger, hatte es weniger warm als die Tochter von Prinz Edward und Gräfin Sophie von Wessex.

Im flotten Trab lenkt Lady Louise Windsor ihr Fellpony durch den Park von Windsor am letzten Sonntag.


Fahren wie Prinz Philip

Dass Louise sich für den Fahrsport mit Pferden begeistert, dürfte ihr in die Wiege gelegt worden sein. Ihr Großvater, Prinz Philip, wechselte mit 50 Jahren vom Polo-Sport auf die Kutsche. In einem Interview zur „Royal Windsor Horse Show“ beschrieb der Herzog von Edinburg, wie es dazu kam: "Ich habe mich umgeschaut, um zu sehen, was ich als nächstes tun könnte und dachte plötzlich, wir haben Pferde, wir haben Kutschen, warum probiere ich nicht mal Fahren.“ Er habe sich also vier Pferde aus den Stallungen in London geliehen, sie nach Norfolk gebracht und geübt.

Zwei Jahre nach dem Umstieg fuhr der Prinz bereits bei den Europameisterschaften mit, landete jedoch nicht auf einem der oberen Plätze. Es folgten zwar weitere Europa- und Weltmeisterschaften, einen Titel holte Queen Elizabeths Ehemann allerdings nie.

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Das kümmerte ihn aber offenbar wenig. Über seine Leidenschaft verfasste er 2005 sogar ein Buch ("30 Years On and Off the Box Seat“) und bekannte darin, dass seine Reaktionen zwar langsamer würden, seine Gedächtnis nicht mehr so zuverlässig sei, er aber nicht die "pure Freude“ verloren habe, ein Gespann durch die britische Landschaft zu lenken. Er habe nicht die Absicht damit aufzuhören, solange er ein Team von "willigen Ponys und engagierten Pflegern" habe. Tatsächlich fährt der Prinz bis heute zwei- und vierspännig – und das mit 96 Jahren!

Mit 95 Jahren hat Prinz Philip die Leinen noch souverän in der Hand, selbst wenn er wie hier vierspännig zur "Royal Windsor Horse Show" 2017 fährt.


Lady Louise ganz damenhaft

Seine Enkeltochter scheint er mit der Begeisterung fürs Fahren angesteckt zu haben. Und wie ihr Großvater fährt Louise nicht nur zum reinen Vergnügen durch den Schlosspark. Sie nimmt auch an Wettbewerben teil.

Wenn die aktuelle Nummer 11 der britischen Thronfolge an Turnieren teilnimmt, sieht sie sehr damenhaft aus: Mit Jackett, Bluse, passendem Zylinder und Haarnetz – so will es die Tradition beim Kutschefahren – ausstaffiert, lenkte sie beispielsweise ihre Gespann bei der "Royal Windsor Horse Show“ im vergangenen Jahr. Angefeuert von Mutter Sophie übrigens.

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Um Meisterehren fährt Lady Louise bislang nicht, aber beste Voraussetzungen dafür dürfte sie mitbringen. Nicht nur, weil ihre Großmutter praktischerweise Fell-Ponys züchtet, die sich wunderbar anspannen lassen, und die königlichen Stallungen über diverse Kutschen verfügen. Louises Cousine Zara Tindall ist international erfolgreiche Vielseitigkeits-Reiterin, ihre Tante Prinzessin Anne war ebenfalls in dieser Reitsportdisziplin erfolgreich. Vorbilder in der Familie gibt es also zur Genüge – im Sattel und auf dem Kutschbock.

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©Gala


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