Königin Elizabeth sagt: : Die Krone "bricht dir das Genick"

Als Königin hat man es nicht immer leicht: Königin Elizabeth muss nicht nur ein Land repräsentieren, sie hat auch noch ganz andere Sorgen 

Queen Elizabeth 

, 91, hat verraten, welche Probleme sie bei ihrer Krönung meistern musste. In einer BBC-Dokumentation plauderte sie offen wie selten darüber, wie gefährlich es ist, eine Krone zu tragen und wie schmerzhaft es sei, in einer goldenen Kutsche zu sitzen. Zudem verriet sie, dass sie bei ihrer Krönung in der Westminster Abbey mit ihrer schweren Robe hängen geblieben ist.

Die Queen offenbart die Schattenseiten der Kronjuwelen 

Für den BBC-Film "The Coronation" sprach die Monarchin mit dem Royal-Experten Alastair Bruce, 57, über die Geschichte der Kronjuwelen und ihre Krönungs-Zeremonie. Aber auch abseits davon ist es offenbar nicht immer leicht, mit einer Krone auf dem Kopf einen guten Eindruck zu machen. Über die Imperial State Crown, die sie - nach der Krönung - auch bei der alljährlichen feierlichen Parlamentseröffnung trägt, sagte Elizabeth: "Zum Glück haben mein Vater und ich ungefähr die gleiche Kopfform. Aber sobald man sie aufsetzt, hält sie. Ich meine, sie bleibt einfach drauf."

Royals

Heimlicher Blick hinter die Palastmauern

Schloss Windsor ist die Wohnresidenz der Queen - Buckingham Palace ihr Arbeitssitz, wo sie sich meist Dienstag bis Donnerstag aufhält. Windsor gilt als das älteste, durchgängig bewohnte Schloss weltweit und thront noch immer majestätisch auf dem Hügel, auf dem Wilhelm der Eroberer die ursprüngliche Holzburg errichten ließ.
Hier geht es zur "St George's Chapel", der Kapelle, in der Prinz Harry und Meghan Markle heiraten werden.
Einmal im Jahr, immer im Juni, erlebt Windsor ein royales Spektakel der besonderen Art, worin die "St George's Chapel" (links) eine Rolle spielt. Denn einmal im Jahr trifft sich hier der Hosenband Orden ("The Most Noble Order of the Garter") und um deren Ritter zu sehen, säumen Tausende die Straßen. Eine royale Hochzeit dürfte noch mehr Schaulustige anziehen.
Ein Blick in die "St Georges Chapel": 2005 lassen sich Prinz Charles und seine Braut Camilla Parker-Bowles (rechts unten) hier vom Erzbischof von Canterbury segnen. Rechts vom Altar hat zu diesem Anlass die königliche Familie Platz genommen. 

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Die Krone "bricht dir das Genick"

Und sie fügte demnach hinzu: "Man kann nicht hinunterschauen, um die Rede zu lesen, man muss die Rede hochhalten. Ansonsten würde man sich das Genick brechen. Es gibt also einige Nachteile bei Kronen, aber andererseits sind sie ziemlich wichtig", so die Queen.

Die Krone wurde 1937 für die Krönung Georges VI. (1895-1952) angefertigt und ist mit 2.868 Diamanten, 17 Saphiren, 11 Smaragden und Hunderten von Perlen besetzt, darunter vier, die als Ohrringe von Queen Elizabeth I. bekannt sind. Die Perlen seien dort "jetzt nicht sehr glücklich", soll die Queen in der Doku laut britischen Medienberichten scherzen:

"Ich denke, das Problem ist, dass Perlen eine Art von lebenden Dingen sind und sie Wärme brauchen."

Die Krönung wäre fast ein königliches Fauxpas geworden

Elizabeth II. wurde am 6. Februar 1952 im Alter von 25 Jahren zur Königin, als ihr Vater in Sandringham starb. Am 2. Juni des darauffolgenden Jahres gab es dann die Krönung in der Westminster Abbey. Das Kleid, das sie dabei trug, war aus Seide, mit Perlen besetzt sowie mit Gold und Silber bestickt. Die Königin erzählte: "Ich erinnere mich an einen Moment, als ich gegen den Teppich stieß und ich mich überhaupt nicht mehr bewegen konnte ... Daran hatten sie nicht gedacht."

Royaler Schmuck

Königliche Hochkaräter

Einen Tag vor ihrer Hochzeit, am 13. Mai 2004, darf Mary Donaldson zum ersten Mal die Rubin-Parure tragen.  Zum roten Kleid kombiniert sie damals Brosche, Collier, die langen Ohrringe und das Diadem.  Im Laufe der Jahre lässt sich das hochkarätige Set ein wenig umbauen und passt es ihren Bedürfnissen nach Wandel- und Kombinierbarkeit an. So wurde unter anderem die Form des Diadems mehr der Kopfform der neuen Trägerin angepasst. Die Ohrringe lassen sich inzwischen mit hellen und dunklen Perlen und in einer längeren und kürzeren Variante anstecken.
Marys Rubine sind ein Familienerbstück, das sie von der verstorbenen Großmutter ihres Mannes, Königin Ingrid überlassen bekam.   Ursprünglich gehörte die Parure der Frau des schwedischen Königs Carl XIV. Johan, Desideria. Sie hatte sie an den schwedischen Hof aus Frankreich, ihrer Heimat, mitgebracht. An den dänischen Hof kamen die Schmuckstücke dann über die schwedische Prinzessin Louise, die den späteren Dänen-König Frederik VIII. heiratete. Sie waren ein Hochzeitsgeschenk an die Braut von ihrer Großmutter Josephine, die wiederum Desiderias Schwiegertochter war. Das Geschenk war mit Bedacht gewählt, spiegelten die Farben Rot und Weiß doch die dänische Fahne wider.   Königin Louise begründete dann quasi die Tradition, dass die Braut des Kronprinzen die Rubine bekommen sollte, indem sie das Diadem an die Braut ihres Sohnes schenkte, was diese wiederholte, als ihr Sohn, der spätere Frederik IX., die schwedische Prinzessin Ingrid 1935 heiratete. Wohl auch durch die Tradition trug Königin Margrethe nie Teile der Parure, nur ihre Mutter. 
2012 zeigt sich Prinzessin Mary mit einer leichten Variante des Rubin-Sets beim Neujahrsempfang. Sie trägt das Diadem, die kurzen Ohrringe, verzichtet auf das Collier und hat die Brosche zur Gürtelschnalle umfunktioniert.
Als Schwiegermutter Königin Margrethe 2012 ihre 40. Thronjubiläum feiert, greift Prinzessin Mary für das Galadinner tief ins Schmuckkästchen. Zur dunklen Robe mit tiefem Ausschnitt kombiniert sie das Rubin-Diadem, die Ohrringe mit hängendem Rubin (und ohne Perle) und das prächtige Collier, das tatsächlich auch viel Platz am Hals braucht, damit es voll zur Geltung kommt. Nicht zum Set gehören übrigens die drei Orden, die die Kronprinzessin trägt.

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Schmerzvolle Kutschfahrt

An die Fahrt in einer goldenen Kutsche vom Buckingham Palace zur Westminster Abbey erinnerte sich die Queen ebenfalls, das sei "schrecklich" gewesen, die Kutsche sei "nicht sehr bequem".

Der Dokumentarfilm, der am Sonntag (14. Januar) im britischen Fernsehen ausgestrahlt wird, soll zudem Szenen abseits des Protokolls zeigen: beispielsweise wie Elizabeths Sohn und Thronfolger , damals vier Jahre alt, und seine jüngere Schwester Anne unter der langen Robe der Queen spielen: "Nicht das, was sie hätten tun sollen", erklärt die Königin dazu.

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© Gala


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