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König Charles III. Jetzt müssen auch Angestellte der Queen um ihre Jobs bangen

König Charles
© Henry Nicholls / WPA Pool / Getty Images
Der Tod von Queen Elizabeth bringt einschneidende Umbrüche mit sich – nicht nur für die engste Familie, sondern auch für jahrelange Angestellte. Wut und Erschütterung herrscht aktuell angeblich beim Personal von Clarence House: Annähernd 100 Arbeitsplätze stehen durch die royale Umstrukturierung auf dem Spiel. Und auch Angestellte der Queen müssen nun um ihre Jobs zittern.

Ausgerechnet in einer Zeit der tiefen Trauer und der Neuordnung erreicht die Mannschaft des frisch proklamierten König Charles III., 73, eine Hiobsbotschaft, die sich gewaschen hat. Laut "Guardian" werden vermutlich Dutzende Angestellte im Clarence House ihre Stellen verlieren, weil der Monarch gemeinsam mit Königin Camilla, 75, nach dem Tod von Queen Elizabeth, †96, langfristig in den Buckingham Palast umziehen wird. Die Rede ist von bis zu 100 Mitarbeiter:innen. Und auch im Buckingham Palast zittern langjährige Angestellte der Queen um ihre Arbeitsplätze.

König Charles III.: Nachricht traf Personal wie ein Blitz

Einige der möglichen betroffenen Mitarbeiter:innen des Clarence House arbeiten bereits seit Jahrzehnten in der ehemaligen Amtsresidenz des Königs. Besonders bitter: Sein Team steht gerade in dieser Zeit unter Hochdruck und arbeitet rund um die Uhr, um seinem Chef die Thronbesteigung so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Die Nachricht sei aus heiterem Himmel gekommen: Privatsekretäre, das Finanzamt, das Kommunikationsteam und das Haushaltspersonal sollen am Montag, 12. September 2022, während des Dankgottesdienstes für die Königin in der St. Giles Kathedrale in Edinburgh über die bevorstehenden Maßnahmen informiert worden sein. 

Die Mitarbeiter:innen waren offenbar ahnungslos. Die Mehrzahl war anscheinend davon ausgegangen, in den neuen Haushalt des Monarchen integriert zu werden. Ein Brief von Sir Clive Alderton, dem obersten Adjutanten von Charles, holte sie dann offenbar unvermittelt auf den Boden der Tatsachen zurück.

Enge Mitarbeiter:innen dürfen auf Weiterbeschäftigung hoffen

In der Mitteilung, die dem "Guardian" vorliegt, heißt es: "Die Änderung der Rolle für unsere Vorgesetzte wird auch eine Änderung für unseren Haushalt bedeuten … Das Portfolio der Arbeit, die bisher in diesem Haushalt zur Unterstützung der persönlichen Interessen des ehemaligen Prinzen von Wales, der früheren Aktivitäten und der Haushaltsvorgänge durchgeführt wurde, wird nicht mehr ausgeführt werden, und der Haushalt ... im Clarence House wird geschlossen. Es wird daher erwartet, dass der Bedarf an Stellen, die hauptsächlich im Clarence House angesiedelt sind, deren Arbeit diese Bereiche unterstützt, nicht mehr benötigt werden." 

Bei einem Besuch in Schottland

Der Privatsekretär des Königs erklärte weiter: "Ich weiß zu schätzen, dass dies beunruhigende Neuigkeiten sind, und ich wollte Sie über die Unterstützung informieren, die zu diesem Zeitpunkt verfügbar ist." Bestimmte Mitarbeiter:innen, die Charles und Camilla "direkt, eng und persönlich unterstützen und beraten", würden im Amt bleiben. Abschließende Entscheidungen seien noch nicht gefallen. Zunächst müsse eine Konsultationsphase, die nach dem Staatsbegräbnis am kommenden Montag beginne, abgeschlossen werden. Es wird jedoch offenbar angenommen, dass entlassene Angestellte bei der Suche nach alternativen Beschäftigungen in allen königlichen Haushalten oder bei der externen Suche nach neuen Jobs unterstützt werden. Zudem soll ihnen angeblich eine "erhöhte" Abfindung über das gesetzliche Minimum hinaus angeboten werden.

Konsultationsverfahren soll Klarheit bringen

Ein Sprecher von Clarence House erklärte: "Nach der Thronbesteigung in der vergangenen Woche wurde der Betrieb des Haushalts des ehemaligen Prinzen von Wales und der Herzogin von Cornwall eingestellt, und wie gesetzlich vorgeschrieben, hat ein Konsultationsverfahren begonnen. Unsere Mitarbeiter haben lange und treue Dienste geleistet, und obwohl einige Entlassungen unvermeidlich sein werden, arbeiten wir dringend daran, alternative Aufgaben für die größtmögliche Anzahl von Mitarbeitern zu finden."

Kein Trost für das überrumpelte Personal. Eine Quelle berichtete: "Alle sind absolut wütend, einschließlich der Privatsekretäre und des Senior-Teams. Alle Mitarbeiter arbeiten seit Donnerstag täglich bis spät in die Nacht, um dem gerecht zu werden. Die Leute waren sichtlich erschüttert davon."

Personal umfasst mehr als 100 Angestellte

Laut dem aktuellen Jahresbericht von Clarence House beschäftigte der König derzeit 101 Mitarbeiter:innen. Dazu gehören 31 Angestellte im Büro seiner Privatsekretäre, darunter Privat- und stellvertretende Privatsekretäre, Forschungs-, Verwaltungs- und Stallpersonal.

Eine ähnlich hohe Anzahl an Belegschaft arbeitet demnach im Bereich des Schatzmeisters. Sein Kommunikationsbüro wird von 12 Beschäftigten am Laufen gehalten. Das Haushaltspersonal umfasst 28 Bedienstete, darunter vier Köche, fünf Hausverwalter, drei Kammerdiener und Hilfspersonal sowie einige Butler. Queen Elizabeth beschäftigte laut dem Souvereign Grant Report 491 Mitarbeiter:innen in Vollzeit. 

Wann König Charles und seine Frau in den Buckingham Palast umziehen werden, ist noch ungewiss. Aktuell sind aufgrund von Restaurierungsarbeiten lediglich Teile der Residenz bewohnbar. Bis zum Abschluss der Arbeiten dürften angeblich noch Jahre vergehen. Das Personal von Clarence House jedoch wird vermutlich schon zeitnah nach neuen Arbeitsfeldern Ausschau halten müssen. 

Auch im Buckingham Palast werden Stellen eingekürzt

Unmut herrscht derweil auch im Buckingham Palast bei den Angestellten der verstorbenen Königin. Das Personal des Königshauses steht offenbar vor weiteren Arbeitsplatzverlusten. Denn wie Angestellte des Palasts gegenüber "The Times" berichten, haben die meisten von ihnen Verträge, die sechs Monate nach dem Tod der Königin auslaufen. Somit stehen sie zu Beginn ihrer sechsmonatigen Karenzzeit vor einer ungewissen Zukunft. Sie könnten während dieser Phase vom neuen König eingestellt oder entlassen werden. 

Ein Palastmitarbeiter erklärt, dass zu erwarten gewesen sei, dass sich die Situation für viele Hausangestellte nach dem Tod der Queen ändern würde. "Jeder Haushalt hat sein eigenes Gefolge von Top-Beratern und es wird zu einer Verdopplung des Personals kommen, wenn die Monarchin weg ist", zeigt er sich verständnisvoll. 

Verwendete Quelle: theguardian.com, express.co.uk, dailymail.co.uk

ama / spg Gala


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