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König Charles Mit diesem Vertrauensbeweis an Catherine könnte er neue Maßstäbe setzen

Catherine, Princess of Wales, und König Charles
Catherine, Princess of Wales, und König Charles
© Danny Martindale / Getty Images
König Charles mischt die Karten neu – sich selbst in seiner noch frischen Rolle als Souverän und das britische Königshaus. Der Monarch will wichtige Änderungen in die Wege leiten. Dabei könnte auf die Princess of Wales eine richtungsweisende Aufgabe zukommen. 

Es wäre ein Traditionsbruch, der eine neue Dynamik in die britische Monarchie bringen könnte: König Charles, 73, denkt angeblich intensiv darüber nach, die Rollen der Staatsräte neu zu verteilen. Aktuell haben diese Posten als seine Vertreter:innen gemäß der aktuellen Thronfolge Königin Camilla, 75, Prinz William, 40, Prinz Harry, 38, Prinz Andrew, 62, und Prinzessin Beatrice, 34, inne. Doch nun spekulieren königliche Quellen über einen ungewöhnlichen Vorstoß – bei dem einer Vertreterin aus den Reihen der Royals eine besondere Ehre zuteil werden könnte. 

König Charles: Drei neue Staatsräte sind im Gespräch

Schon kurz seit Charles' Thronbesteigung brodeln die Gerüchte, dass zwei Staatsräte vielleicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden könnten: Der in den USA lebende Harry hat sich durch seinen Rückzug aus den Reihen der Senior Royals und darauf folgende offenherzige Interviews über seine schwierige Beziehung zu seinen blaublütigen Wurzeln in eine Außenseiterposition gebracht. Sein Onkel Andrew hat durch seine mutmaßlichen Verwicklungen in den Epstein-Skandal und eine Zivilklage wegen Missbrauchs einer Minderjährigen das Vertrauen seiner Angehörigen komplett verloren. Beide gelten nicht mehr als arbeitende Mitglieder der königlichen Familie. Auftritt für die Princess of Wales, 40?

Die Spekulationen nehmen jedenfalls an Fahrt auf. Palastinsider haben laut "Mirror" eine genaue Vorstellung, welche Mitglieder seiner Familie den König bei Abwesenheiten oder Krankheit würdig vertreten könnten. Der Name Catherine steht dabei offenbar ganz oben auf der Liste. Aber auch die bisher nicht berücksichtigten Royals Prinzessin Anne, 72, und Prinz Edward, 58, gelten als Favoriten.  

Werden Prinz Harry und Prinz Andrew ihre Rollen behalten?

Vor dem Tod von Queen Elizabeth, †96, nahmen Charles, seine beiden Söhne und Andrew diese Positionen als repräsentative "Platzhalter" der Monarchin ein. Ihre Qualifikation: Sie waren die vier nächsten in der Thronfolge, die über 21 und damit volljährig waren. Bis zu seiner selbstgewählten royalen Rente 2017 gehörte auch Prinz Philip, †99, zur Riege der Auserwählten.  

Inzwischen munkelt man im Palast, dass Charles seinem Jüngsten und Bruder Andrew eine öffentliche Bloßstellung durch die Entlassung aus dem Dienst als Staatsrat trotz allen Ärgers der vergangenen Jahre nicht zumuten möchte. Allerdings kursieren inzwischen offenbar Vorschläge, die Gruppe der Staatsräte zu vergrößern. 

"Niemand wird ausgeschlossen. Der Pool der Staatsräte wird erweitert, dies aus rein praktischen Gründen", behauptet eine Palastquelle nun. "Da der König und die Königin wahrscheinlich weg sein werden, ebenso wie der Prince und die Princess of Wales, ist es nur richtig, sich darum zu kümmern."

Experte bewertet Reform als sinnvoll

Um dies möglich zu machen, sei allerdings ein formelles Verfahren notwendig, das vor der ersten Auslandsreise des Königs Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein würde. Dr. Craig Prescott, Verfassungsexperte an der Bangor University, ist der Meinung, die angedachten Änderungen seien die "einfachste Art, mit dem Problem umzugehen". Die Idee, Catherine zu der Gruppe der Staatsräte hinzuzufügen, sei geradezu "beispiellos". 

"Es macht absolut Sinn", so Prescott. "Es befasst sich mit dem gegenwärtigen Problem, dass es nicht genug arbeitende Royals gibt, um als Staatsräte zu fungieren." Die Princess of Wales in dieser vertrauenswürdigen Rolle, könnte seiner Meinung nach neue Maßstäbe setzen – und mache durchaus Sinn. "Da zwei Staatsräte gemeinsam handeln müssen, können der Prince und die Princess of Wales folglich gemeinsam handeln", so der Experte. "Insgesamt ist dies der einfachste Weg, das Problem zu lösen, und die Gesetzgebung sollte ohne allzu große Schwierigkeiten durch das Parlament gehen."

Die Idee ist nicht neu. Es wäre bereits das zweite Mal, dass mehr als fünf Staatsräte zur Verfügung stünden. Der Regency Act von 1953 fügte auf ausdrücklichen Wunsch der Queen nach ihrer Krönung die Königinmutter Elizabeth, †101, bis zu ihrem Lebensende hinzu. Eigentlich hatte sie nach dem Tod ihres Mannes König George VI, †56, diese Aufgabe verloren. 

Das Parlament könnte grünes Licht geben

Das britische Parlament indes scheint den Weg für etwaige Anpassungen im Staatsratsgefüge frei machen zu wollen Am Montag, 24. Oktober 2022, wurde während einer parlamentarischen Antwort des Anführers der Lords, Lord True, 71, die bevorstehende Reform so gut wie bestätigt. Der Lordsiegelbewahrer und Leader of the House of Lords erklärte, dass sich mit Einführung des neuen Königs eine Gesetzesänderung anbiete. 

Auf die Frage, ob die Reform tatsächlich geplant sei, antwortete er, dass das Gesetz "gelegentlich" geändert worden sei, um den Souverän besser zu unterstützen, um somit "die Widerstandsfähigkeit unserer verfassungsmäßigen Regelungen sicherzustellen". True ergänzte: "Die Regierung wird immer prüfen, welche Vorkehrungen erforderlich sind, um die Widerstandsfähigkeit unserer verfassungsmäßigen Vorkehrungen zu gewährleisten, und in der Vergangenheit haben wir gesehen, dass sich der Zeitpunkt der Thronbesteigung als nützliche Gelegenheit erwiesen hat, die bestehenden Vorkehrungen zu begutachten."

Verwendete Quelle: mirror.co.uk

ama Gala

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