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König Charles Aus diesem Grund darf Prinzessin Anne ihn nicht vertreten

V.l.n.r.: König Charles, Prinzessin Anne, Prinz Harry und Prinz Andrew
V.l.n.r.: König Charles, Prinzessin Anne, Prinz Harry und Prinz Andrew
© Chris Jackson / Getty Images
Falls König Charles seine offiziellen Aufgaben vorübergehend nicht wahrnehmen kann, sind Prinz Harry und Prinz Andrew als Staatsräte dazu befugt, ihn zu vertreten. Prinzessin Anne jedoch nicht – was für Kritik sorgt.

Mit dem Tod von Queen Elizabeth, †96, hat sich nicht nur die Thronreihenfolge geändert. Auch royale Titel und Posten wurden neu verteilt oder umverteilt – wie die der fünf Staatsräte etwa, die König Charles, 73, vertreten, wenn dieser aufgrund von Krankheit oder Abwesenheit im Ausland seine offiziellen Aufgaben als Souverän vorübergehend nicht wahrnehmen kann. Demnach behalten zwar Prinz Harry, 37, Prinz Andrew, 62, Prinz William, 40, und Herzogin Camilla, 75, (ersetzt Prinz Philip, †99) ihren Posten, aber Prinzessin Beatrice, 34, rückt für Charles nach.

Prinzessin Anne, 72, galt 2021 zwar als "am härtesten arbeitende Royal", ihr bleibt das Vertretungsrecht jedoch verwehrt. In Großbritannien sorgt das nun für Kritik.

König Charles: Prinzessin Anne bekommt als weibliche Royal weniger Nachfolgerecht einräumt

Als Counsellor of State kommen automatisch der/die Ehepartner:in des/der Monarch:in und die vier nächsten Personen in der Thronfolge infrage. Wichtig: Sie müssen mindestens 21 Jahre alt sein und die britische Staatsbürgerschaft besitzen. Die Rücktritte von Harry und Andrew haben dabei aber keinerlei Einfluss auf die Thronfolge oder die Rolle als potenzieller Staatsrat.

Prinzessin Beatrice

Aber: Aufgrund der vorherrschenden männlichen königlichen Primogenitur bekommt Anne als weibliche Royal weniger Nachfolgerecht einräumt, steht somit nur an derzeit 16. Stelle der Thronreihenfolge und kommt daher nicht für eine Position als Staatsrätin infrage. Queen Elizabeth hob diese Regel 2013 mit dem Succession to the Crown Act zwar auf, die jedoch nicht rückwirkend umgesetzt wurde.

Zudem ist King Charles bei der Ernennung seiner Staatsräte an den Regency Act von 1937 gebunden, also eine durch das britische Parlament erlassene gesetzliche Regel, durch die ein oder mehrere Vertreter:innen des Monarchen bestimmt werden können. Demnach hat lediglich das Parlament die Befugnis, die derzeitige Gesetzgebung zu ändern.

Royal-Experten hegen Kritik

Der Umstand von Annes Benachteiligung, die sonst so fleißig im Dienste der Krone steht, hat eine Debatte in Großbritannien darüber ausgelöst, ob die Regeln geändert werden sollten. Königshausexperte Richard Fitzwilliams erklärt gegenüber "Daily Mail", dass jetzt der perfekte Zeitpunkt für ein "radikales Umdenken" im Parlament über die Auswahl der Staatsräte sei.

Er stellt klar: "Meiner Meinung nach brauchen wir jemanden wie die königliche Prinzessin oder die Countess of Wessex", also Gräfin Sophie, 57, Ehefrau von Prinz Edward, 58. Die jetzige Zeit sehe er als eine perfekte Gelegenheit an, "die Auswahl der Staatsräte zu überprüfen".

Die Aufgaben der Staatsräte

Die Staatsräte sind befugt, offizielle Aufgaben von König Charles zu übernehmen: dazu gehören die Teilnahme an Sitzungen des Geheimrats (einem aus Politiker:innen bestehenden Beraterstab des Monarchen), das Unterzeichnen von Unterlagen sowie das Entgegennehmen von Referenzen neuer Botschafter:innen des Vereinigten Königreiches. Folgende grundlegende verfassungsrechtliche Funktionen dürfen jedoch nicht delegiert werden: die Ernennung eines Premierministers oder die Verleihung von Adelstiteln.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, royal.uk

jse Gala

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