Inside Kensington-Palast: Im royalen Hauptquartier gehen sich die Bewohner auf die Nerven

Hinter den Fenstern des Kensington-Palastes tobt ein erbitterter Nachbarschaftskrieg. Es geht um Macht, Geld, Partys – und um den besten Platz am Teetisch der Queen

Kensington Palast

Man erkennt sie am Gang. Klacker, klacker, klacker, ein unheilvolles Stakkato. Und das Signal für alle Diener: Nichts wie weg!

Gefürchtet: Prinzessin Michael von Kent alias "Princess Pushy"

Das Prinzenpaar von Kent: Dass sie in der Presse mit Marie Antoinette verglichen wurde, stört Prinzessin Michael von Kent wenig. Ihren Namen hat sie nach alter Tradition von ihrem Mann Prinz Michael, 76, einem Cousin der Queen, übernommen. Das Paar bewohnt eine große Zimmerflucht gegenüber von Meghan und Harry.

Denn die Lady, die da im Anmarsch ist – Prinzessin Michael von Kent, 74 – zeichnet sich durch dauerhaft üble Laune aus, gepaart mit einem absolutistischen Herrschaftsanspruch. Mit Glück werde man nur zum Fensterputzen bei "Princess Pushy" (so ihr Spitzname) abgeordert. Wer Pech hat, erzählt eine Quelle aus dem Kensington-Palast GALA, müsse zudem eine Schimpfkanonade über sich ergehen lassen. Sogar ein Großteil der Royals meidet die angeheiratete Cousine der Queen, allen voran Herzogin Meghan, 37. Nachdem bekannt wurde, dass die Prinzessin auf ihrem Landsitz eines ihrer Schafe mit schwarzem Fell "Serena" getauft hatte – nach Meghans Freundin Serena Williams, 37 –, passiert Meghan beim Gassi gehen mit ihren beiden Hunden nie mehr ihre Fensterfront. Zu groß die Gefahr, dass die Prinzessin hinter einem der Vorhänge lauern könnte.

Herzogin Meghan war genervt: Diese Nachbarin mied sie 

Prinz George

Die Meinung der deutschstämmigen hochadligen Prinzessin von Kent über Meghan ist so glasklar wie ihre stets streifenfrei gewienerten Fenster: "Sie hält es – diplomatisch ausgedrückt – für keine gute Idee, dass Bürgerliche bei den Windsors einheiraten dürfen", sagt die Palast-Quelle zu GALA. Nervig für Meghan während ihrer Zeit im Palast: Trotz der weiträumigen Flure lief man sich auf dem Palastgelände öfter über den Weg, als ihr und vielen anderen Bewohnern lieb iwar. Und wie in jeder größeren Wohnanlage, denn nichts anderes sind die Luxus-Apartments im Kensington-Palast, lauert hinter jeder Ecke Ärger. Manchmal etwa in Form einer zerbrochenen Vase: "Herzogin Kates Sohn George versteckt sich gern und lässt den Hund nach sich suchen. Dabei geht schon mal was zu Bruch. Von dem Gekläffe mal ganz abgesehen." Seit der Geburt von Baby Louis sei der Kleine sowieso kaum zu bändigen. Nur wenn die Nanny auf den Flur trete, herrsche augenblicklich Ruhe bei Prinz George, 5, und Cocker Lupo, sagt der Insider.

Lady Gabriella Windsor feiert ausufernde Partys im Palast

Den größten Lärm verursacht jedoch eine Adlige, die nur sporadisch in der Royal-Residenz wohnt – genau dann, wenn ihre Eltern, das Prinzenpaar von Kent, außer Schloss sind. Lady Gabriella Windsor, 37, liebt ausufernde Partys, ohrenbetäubende Musik inklusive. Und das Palastpersonal bringt die Party-Location nach der Feier wieder picobello auf Vordermann. Wie praktisch. Zumal Durchfeudeln und Gläser polieren im unschlagbar günstigen Mietpreis mit inbegriffen sind. Da Queen Elizabeth, 92, ihre Verwandtschaft nicht übermäßig belasten möchte, zahlt jede Partei nur einen symbolischen Betrag von geschätzten 2500 Euro im Monat. Das Vermögen, das der Unterhalt des im 17. Jahrhundert erbauten Gebäudes verschlingt, wird der Königin in Rechnung gestellt. So möchte sie innerfamiliäres Hickhack und Neidattacken vermeiden – als gäbe es die nicht sowieso.

Hohe Kosten für den Kensington-Palast

Lange hat Herzogin Kate sich gegen den Palast als Hauptwohnsitz gewehrt. Mit Prinz William und den Kindern George, 5, Charlotte, 3, und Louis, elf Monate, lebt sie mittlerweile gerne in ihrer 20-Zimmer- Wohnung.

Die großzügige Geste hat jedoch ihre Tücken: Damit genügend Geld in die Kasse gespült wird, vermietet die Palastverwaltung immer öfter Räume für Events, was eine zusätzliche Lärmbelastung bedeutet. Hinzu kommt die stetig steigende Besucherflut. Im Hinblick auf die Touristen sind sich dann doch alle Mieter einig: Sie werden als äußerst störend empfunden. Der Geräuschpegel ebbe vor allem an den Frühjahrswochenenden und im Sommer niemals ab, klagt der Informant im Gespräch mit GALA. Die jüngeren Bewohner wie Herzogin Catherine, 37, und Prinz William, 36, flüchten in dieser Zeit häufig zum Durchatmen aufs Land. Das Hauen und Stechen im Kensington-Palast sei genau dann am schlimmsten, so der Insider süffisant: "Es ist Oldie-Time." Wenn die Jüngeren wie Kate und Meghan, mit denen sich die Queen regelmäßig zum Tee trifft, ausgeflogen sind, spricht sie vermehrt Einladungen an die Herzoginnen von Kent und Gloucester oder notgedrungen auch an Prinzessin Michael von Kent aus. Letztere wird wohl auch von der Queen nicht sonderlich geschätzt, im kleinen Kreis spöttele sie gerne über deren ruppige Art. Aber Adel verpflichtet, manchmal eben auch zum spitzlippigen Teetrinken.

Sie würde man nicht vermissen: So beliebt wie außerhalb der Palastmauern sind Herzogin Meghan und Prinz Harry im Inner Circle nicht. Das Bohei um die Schwangere empfinden vor allem die älteren Bewohner als unenglisch und wenig royal. Die Meghan-Sprechchöre, die an manchen Tagen vom öffentlichen Bereich herüberschallen, hält man für unerhört. Zudem nutzt das Paar neben "Nottingham Cottage" ein zweites Apartment im Hauptgebäude. Was für ein Luxus! Bald beziehen die beiden sogar ein drittes Refugium: "Frogmore Cottage" bei Schloss Windsor ist frisch renoviert.

Großer Streitpunkt: Die Verteilung der schönsten Zimmer

Überraschend: Auch Meghan und Prinz Harry, 34, würde man im Palast keine Träne nachweinen. "Die älteren Bewohner sind froh, wenn der Meghan-Hype sich nach Windsor verlagert. Einigen missfällt, dass die zwei neben Nottingham Cottage einige der schönsten Räume im Haupthaus für sich beanspruchen." Denn ein großer Streitpunkt sind, so erstaunlich das klingen mag, die Zimmer. Nicht alle sind schön gelegen, viele dunkel und renovierungsbedürftig. Ein paar zusätzliche Parade-Räume, sagt die Quelle, würde sich jede Partei gerne unter den Nagel reißen. Und wie läuft’s für Kate, die rein hierarchisch gesehen wichtigste Frau? Sie fühlt sich endlich wohl in dem einst so verhassten Domizil. Nur abends gehe sie – wie alle Frauen – ungern allein über die menschenleeren Flure. Sie könnte ja dem boshaften Schlossgeist begegnen, der laut der Dienerschaft unterwegs ist. Am häufigsten wurde er bisher in der Nähe des Apartments von "Princess Pushy" gesichtet.

England

Familie Windsor

Nicht ganz so pompös wie beim ersten Mal, aber trotzdem wunderschön: Prinz Charles ehelichte seine Camilla, die seitdem mit Her Royal Highness The Duchess of Cornwall angeredet wird, am 9. April 2005 in der St-Georges-Kapelle in Windsor. Für beide war es nicht die erste Trauung: Charles als auch Camilla waren beide bereits einmal verheiratet. 
19. März 2019  Prinz Harry und Herzogin Meghan haben in London der Opfer des Terroranschlags im neuseeländischen Christchurch gedacht. 
11. März 2019  Für den Gottesdienst zum "Commonwealth Day" in Westminster Abbey zeigt sich die Royal Family von seiner besten Seite.
19. Februar 2019  Happy Birthday, Prinz Andrew! Das dritte Kind von Queen Elizabeth und Prinz Philip wird heute 59 Jahre alt. Wie und wo er seinen Ehrentag feiert, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass er auf ein bewegtes Lebensjahr zurück schauen kann. Das wohl aufregendste Ereignis: er fungierte als Brautvater. Im Oktober führte er seine jüngste Tochter, Prinzessin Eugenie, in Windsor zum Altar. 

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Palastgeflüster: Das machen die Royals

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