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Kates Krankenhaus Die Fotografen lauern schon

Vor der Tür des Lindo-Flügels im Londoner Krankenhaus St. Marys haben sich pünktlich mit Juli-Beginn schon Fotografen und Kamerateams die besten Plätze gesichert. Irgendwann wird Prinz William vermutlich hier durch die Tür treten, um von seinem baby zu erzählen. Derzeit ist Catherine allerdings noch nicht einmal im Krankenhaus.
Vor der Tür des Lindo-Flügels im Londoner Krankenhaus St. Marys haben sich pünktlich mit Juli-Beginn schon Fotografen und Kamerateams die besten Plätze gesichert. Irgendwann wird Prinz William vermutlich hier durch die Tür treten, um von seinem baby zu erzählen. Derzeit ist Catherine allerdings noch nicht einmal im Krankenhaus.
© Reuters
Pünktlich zu Beginn des Monats, in dem das Baby von Prinz William und Catherine zur Welt kommen wird, haben Kamerateams und Fotografen vor dem in Frage kommenden Krankenhaus Stellung bezogen. Eine fast skurrile Situation

Der Juli ist da, das neueste Windsor-Baby wird immer sehnsüchtiger erwartet und die ersten Kameras stehen schon bereit: Lange bevor Catherine das Krankenhaus auch nur betreten hat, ist die reine Möglichkeit einer baldigen Geburt Anlass genug, Fotografen und Kamerateams zum Kampf um die besten Plätze zum Krankenhaus zu beordern. Erst soll nur ein Kamerateam aufgetaucht sein. Doch das konnte die Konkurrenz nicht auf sich sitzen lassen und prompt kamen Kollegen aller Art hinterher. Dutzende Kameraleute und Fotografen suchten sich inzwischen bereits einen Platz gegenüber dem Eingang des "St. Mary's Hospital", in dessen für Privatpatienten reservierten "Lindo-Flügel" die Herzogin, so vermutet man, entbinden soll. Man vermutet das deswegen, weil vor ihr schon diverse andere adlige Babys in dem Krankenhaus im Stadtteil Paddington zur Welt kamen: zum Beispiel Prinz William und Prinz Harry sowie Prinzessin Annes Kinder Peter und Zara Phillips.

Nun also hoffentlich bald das Baby von Kate und William. Um den besten Blick auf etwaige Menschen zu haben, die durch den Haupteingang das Gebäude betreten, kleben die Fotografen mit Klebeband Vierecke ab, die ihren Platz markieren sollen. Ein Quadrat pro Mann. In der vierten Reihe steht schon eine Riege von Trittleitern, die die spät gekommenen Kollegen benutzen werden, um auch noch den einen oder anderen guten Schnappschuss zu erwischen. Lieferwagen mit Übertragungsequipment für Fernsehteams waren auch schon in einer Seitenstraße zu sehen. In Anbetracht der Tatsache, dass sogar der von der Presse vermutete errechnete Geburtstermin erst am 13. Juli liegt, können sich die Knipser auf eine längere Wartezeit einstellen und auf gutes Wetter hoffen. Wenn die Herzogin erst einmal wirklich im Krankenhaus ist und eine Geburtsverkündung wahrscheinlich wird, wird der Platzkampf dann nämlich sicher extrem unentspannt, besser, sich vorher schon Verbündete zu suchen.

Fast wie am roten Teppich bei den großen Filmfestivals: Mit Klebestreifen markieren die Fotografen ganz genau ihre Standplätze vor dem Lindo-Flügel des "St Mary's Hospital", in dem die Herzogin von Cambridge voraussichtlich ihr Kind zur Welt bringen wird.
Fast wie am roten Teppich bei den großen Filmfestivals: Mit Klebestreifen markieren die Fotografen ganz genau ihre Standplätze vor dem Lindo-Flügel des "St Mary's Hospital", in dem die Herzogin von Cambridge voraussichtlich ihr Kind zur Welt bringen wird.
© Reuters


Dabei wird es in London nicht einmal so sein, dass - wie von den royalen Geburten den Niederlanden oder Dänemark bekannt -, irgendwann ein leicht übernächtigter, aber strahlender Vater vor die Presse tritt, die Geburt verkündet und dabei gleich mit den Händen euphorisch die Kindsmaße darstellt wie ein stolzer Angler. Bei den Windsors ist es angesagt, die erfolgte Geburt mit einem sachlichen Aushang hinter dem Palastzaun des Buckingham Palace zu verkünden. Das werden aber auch die wartenden Fotografen am Krankenhaus mitbekommen: Denn von dort aus wird das wichtige Schriftstück, von den beteiligten Ärzten, nicht aber der beteiligten Mutter unterschrieben, mit dem Auto und mit Polizeieskorte bis zum Palast gebracht. In dem Aushang steht dann auch, ob es ein Junge oder ein Mädchen geworden ist. Die ganze Prozedur gibt den frischgebackenen Eltern ein bisschen Verschnaufpause und die Möglichkeit, wichtige Familienangehörige wie die künftigen Großeltern und natürlich auch Queen Elizabeth vorab von ihrem neuem Glück zu informieren. Prinz William bekommt dann, so dass Verteidigungsministerium, das im weiteren Sinne sein Arbeitgeber ist, wie jedermann, zwei Wochen Vaterschaftsurlaub, bevor er sich wieder bei seiner Einheit im abgeschiedenen Wales melden muss.

Die aktuellen Wetten in Großbritannien setzen übrigens inzwischen auf Alexandra als Mädchennamen, George liegt bei den Jungsnamen vorn.



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