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Lord Lucan Hält sich der mutmaßliche Nanny-Mörder in Australien auf?

Richard Bingham alias Lord Lucan, 1963
Richard Bingham alias Lord Lucan, 1963
© Getty Images
Der britische Aristokrat John Bingham alias Lord Lucan verschwand vor etwa 45 Jahren spurlos, nachdem seine Nanny tot aufgefunden wurde. Hat der Sohn des ermordeten Kindermädchens ihn jetzt gefunden?

John Bingham alias Lord Lucan, geboren 1934, war, beziehungsweise ist ein britischer Adeliger, der seit über 40 Jahren verschollen ist. Im November 1974 wurde das Kindermädchen der Familie, Sandra Rivett (†29) ermordet aufgefunden. Kurz darauf verschwand der siebte Earl of Lucan spurlos. Das Timing ließ ihn verdächtig erscheinen, allerdings gilt der Mordfall bis heute als ungeklärt. Nun behauptet der Sohn der Nanny, Neil Berriman, 52, den vermeintlichen Mörder seiner Mutter aufgespürt zu haben.

Lord Lucan: Wurde er tatsächlich gefunden?

In einem Interview mit dem "Daily Mirror" erklärt Neil Berriman, dass er bereits seit zehn Jahren seine eigenen Ermittlungen führt, um Lord Lucan ausfindig zu machen. Für ihn scheint kein Zweifel zu bestehen, dass John Bingham vor 45 Jahren seine Mutter getötet hat. Der Earl wurde 2016 aufgrund seines langjährigen Verschwindens offiziell für tot erklärt. Auch dies hielt Berriman nicht davon ab nach ihm zu suchen.

Nun habe er den Verschollenen in Australien lokalisiert: "Ich glaube, ich habe den Mann aufgespürt, der meine Mutter ermordet hat: Lord Lucan", verkündet Berriman. Der Mann, den er für Lord Lucan hält, ist circa 85 Jahre alt und lebt als Buddhist in Down Under. Der betagte Mann soll gesundheitlich sehr angeschlagen sein - ihm steht eine Operation bevor.

Der Sohn Sandra Rivetts scheint überzeugt, den Richtigen gefunden zu haben: Der Lord habe zunächst in Perth residiert, sei später jedoch in eine andere Region des Landes gezogen. Dort habe er mehrere Freunde gefunden, die der Zeitung gegenüber scheinbar bestätigten, dass ein britischer Mann, der Lord Lucan äußerst ähnlich sieht, dort lebt.

John Bingham: Die Polizei geht den Indizien nach

Neil Berriman soll die Ergebnisse seiner Ermittlungen bereits Scotland Yard mitgeteilt haben. Er ist sich sicher: "Sie (die Polizei) müssen dies nun ordnungsgemäß untersuchen." Laut Berriman habe die Polizistin der 'Einheit für ungelöste Fälle' mit der er sprach seine Ermittlung sehr ernst genommen. Außerdem habe Scotland Yard ihm versichert, der neuen Spur nachzugehen.

Neil Berriman
Neil Berriman
© Getty Images

Der 52-Jährige hat offenbar Unsummen in seine Nachforschung gesteckt, die zu seiner Lebensaufgabe geworden sind. Ihm zufolge war es das Geld und die Mühe wert, da es ihn zu seinen heutigen Erkenntnissen gebracht hat. Zudem sei es selbstverständlich, den Mörder der eigenen Mutter dingfest machen zu wollen.

Und er ist davon überzeugt, dass der Royal der Mörder seiner Mutter und lebendig ist: "Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass er in jener Nacht, mit der Unterstützung von Freunden, die ihm halfen den Kanal zu überqueren und ihm einen neuen Pass besorgten, geflohen ist. Unglaublich, aber er ist noch immer am Leben." Es wird vermutlich in Kürze feststehen, ob es sich bei dem Mann in Australien tatsächlich um Lord Lucan handelt.

Verwendete Quellen: Daily Mirror, Wikipedia

sti Gala

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