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Joe Biden Beim Treffen mit der Queen bricht er zweimal das Protokoll

Queen Elizabeth und Joe Biden
Die Queen und US-Präsident Joe Biden trafen sich am 13. Juni im Innenhof von Schloss Windsor.
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Joe Biden ist der 13. US-Präsident in der Regentschaft von Queen Elizabeth und der Vierte, den die Monarchin auf Schloss Windsor empfangen hat. Doch bei diesem Treffen hat der Politiker gleich zweimal das königliche Protokoll gebrochen.

Am Nachmittag des 13. Juni 2021 absolvierte Queen Elizabeth, 95, ihren dritten wichtigen Auftritt in nur drei Tagen: Die Monarchin empfing US-Präsident Joe Biden, 78, und dessen Ehefrau, die First Lady Dr. Jill Biden, 70, auf Schloss Windsor. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Donald Trump, 75, erschien Biden überpünktlich und ließ sich nicht mit "The Beast", dem typischen Präsidenten-Auto, sondern einem bescheidenen Land Rover zum Schloss kutschieren. Alles schien perfekt, doch der 78-Jährige machte zwei entscheidende Fehler – und brach das Protokoll.

Der Sonnenbrillen-Fauxpas von Joe Biden 

Wie sagt man so schön? Der erste Eindruck zählt. Und obwohl Joe Biden Queen Elizabeth bereits am Freitag (11. Juni 2021) zum ersten Mal begegnet war, hätte er auch am Sonntag auf jedes Detail penibel achten sollen. Das Problem: Joe Biden setzte seine Sonnenbrille nicht ab, als er Queen Elizabeth begrüßte.

Dr. Jill Biden, Queen Elizabeth und Joe Biden am 13. Juni im Innenhof von Schloss Windsor.
Dr. Jill Biden, Queen Elizabeth und Joe Biden am 13. Juni im Innenhof von Schloss Windsor.
© Getty Images

"Wenn man die Queen von Angesicht zu Angesicht trifft, gibt es keine Sonnenbrille oder ähnliches, denn Augenkontakt ist bei jeder Vorstellung sehr wichtig. Es ist in Ordnung, dass Biden eine Sonnenbrille aufhatte, aber er hätte sie abnehmen sollen, als er die Queen tatsächlich traf. Jeder andere muss das tun, es spielt keine Rolle, wer man ist, sogar Royals nehmen die Sonnenbrille ab, wenn sie Royals treffen", sagt Grant Harrold, ein ehemaliger Butler von Prinz Charles, 72, gegenüber "DailyMail". Er fügt hinzu: "Es ist eine dieser Regeln, über die ich immer in meinen Knigge-Texten schreibe. Es ist ein Verstoß gegen das Protokoll. Ich verstehe, dass die Sonne vielleicht in seine Augen schien, aber die Königin hatte keine Sonnenbrille auf. Und auch Jill, die First Lady, trug keine Sonnenbrille."

Der Präsident in Plauderlaune

Ein weiterer Fauxpas ereignete sich nach dem Treffen auf Schloss Windsor. Nach der Tea-Time mit der Monarchin ging es für Jill und Joe Biden sofort zum Flughafen, das Präsidentenpaar reiste von London weiter nach Brüssel. Am Flughafen wartete eine Horde Reporter:innen auf Joe Biden, die Presse wollte unter anderem wissen, wie das Treffen mit der Queen verlaufen ist. "Wir hatten ein langes Gespräch. Sie war sehr großzügig. Ich glaube nicht, dass sie beleidigt wäre – aber sie erinnerte mich an meine Mutter, in Bezug auf ihr Aussehen und ihre Großzügigkeit", erklärte Biden und ergänzte, dass sie sich auch über den russischen Präsidenten Wladimir Putin, 68, und Chinas Staatschef Xi Jinping, 67, unterhalten haben. Außerdem hat er die Queen ins Weiße Haus eingeladen.

Joe Biden steht nach seinem Treffen mit Queen Elizabeth den anwesenden Reporter:innen am Londoner Flughafen Heathrow Rede und Antwort.
Joe Biden steht nach seinem Treffen mit Queen Elizabeth den anwesenden Reporter:innen am Londoner Flughafen Heathrow Rede und Antwort.
© Getty Images

Ein Vertrauens- und Protokollbruch, urteilt Royal-Experte Richard Fitzwilliams: "Es ist eine Regel, dass eine Audienz bei der Königin streng privat ist und ihren Inhalt zu enthüllen ein Vertrauensbruch ist. Präsident Biden hat mit der Enthüllung, dass die Queen nach den russischen und chinesischen Führern gefragt hat, diese Regel gebrochen." 

Doch auch Donald Trump hat diese Regel nach seinem Treffen mit Queen Elizabeth im Jahr 2018 gebrochen. Gegenüber Piers Morgan, 56, erzählte er in der TV-Show "Good Morning Britain", dass sie sich über den Brexit unterhalten haben. "Sie sagte, es ist ein sehr – und sie hat Recht – es ist ein sehr komplexes Problem. Ich glaube, niemand hatte eine Vorstellung davon, wie komplex es sein würde. Jeder dachte, es wäre einfach: 'Oh, es ist einfach, wir treten bei oder wir treten nicht bei, oder wir schauen, was passiert.'" Mehr wollte er dann allerdings nicht verraten. 2019 sollte Trump dann ein weiterer Fauxpas passieren, als er den Rücken der Queen berührte und ihr sowie Prinz Charles, 72, die Hand schüttelte, anstatt sich zu verbeugen.

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk

aen Gala


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