VG-Wort Pixel

Prinzessin Diana (†) Wer ist ihr guter Freund Dr. James Colthurst?

Prinzessin Diana (†36)
© PATRICK RIVIERE / AFP / Getty Images
In der fünften Staffel von "The Crown" spielt Dr. James Colthurst eine wichtige Rolle. GALA stellt Ihnen Prinzessin Dianas engen Vertrauten vor.

Im Juni 1992 sorgte Andrew Morton, 69, mit seiner Biografie über Prinzessin Diana, †36, für allerlei Zündstoff im Königreich – und zwar zu Recht! Schließlich hat Diana dem Journalisten höchstpersönlich bei der Entstehung des Buches "Diana – ihre wahre Geschichte" geholfen, wie nach ihrem Tod offiziell bekannt wurde. Diana packte aus erster Hand über das Leben in der Royal Family und ihre komplizierte Beziehung zu den Familienmitgliedern aus, auch als es um ihre Ehe mit König Charles, 73, damals noch Prinz Charles, ging, nahm sie kein Blatt vor den Mund.

Wie die explosive Biografie entstanden ist, wird nun in der fünften Staffel der Netflix-Serie "The Crown" thematisiert – und dabei spielt ein Mann eine zentrale Rolle: Dr. James Colthurst, 65, der Mittelsmann zwischen Lady Diana und Andrew Morton.

Wer ist Dr. James Colthurst?

Dr. James Colthurst stammt aus Irland, seinen Abschluss in Medizin machte er in Eton und arbeitete danach im St. Thomas Hospital in London. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie und soll unter anderem als "kleiner Aristokrat" bekannt gewesen sein.

Die ehemalige Princess of Wales und James lernten sich kennen, bevor Diana Prinz Charles heiratete. Sie liefen sich über den Weg, als Diana als Kindermädchen in London arbeitete und sich in ähnlichen Kreisen bewegten. Ihre Freundschaft wurde inniger, als sich Diana bei einem Skiausflug in Val Claret in Frankreich den Knöchel verletzte und einen Arzt brauchte. An Dianas 60. Geburtstag schrieb Colthurst: "Sie kannte einige der Freunde, mit denen ich [auf der Reise] war, und sie brachten sie in unsere Wohnung, als sie sich den Knöchel verstaucht hatte, und sagten ihr, ich würde sie mir ansehen, da ich zu der Zeit Medizinstudent war. Diana war lustig, aufgeweckt und verschmitzt. Es war schwer, sich nicht sofort mit ihr zu verstehen, und so begann die Freundschaft, die sie und ich für den Rest ihres kurzen, ereignisreichen Lebens pflegten."

Prinzessin Diana (†) im Mai 1991 bei einem Besuch des St. Thomas Hospital, in dem Dr. James Colthurst arbeitete.
Prinzessin Diana (†) im Mai 1991 bei einem Besuch des St. Thomas Hospital, in dem Dr. James Colthurst arbeitete.
© John Shelley Collection/Avalon / Getty Images

Wie hat er Prinzessin Diana geholfen? 

James Colthurst wurde zum Vermittler der Tonbandaufnahmen zwischen Prinzessin Diana und Andrew Morton, damit Morton das Enthüllungsbuch über die Prinzessin schreiben konnte – mit ihrer Hilfe. Colthurst unterstützte Diana während des gesamten Prozesses, indem er bei ihr saß, während sie die von Morton geschriebenen Fragen beantwortete. Zudem leitete er diese dann ohne das Wissen des Palastes weiter. 

James Colthurst sagte einst, dass Diana "enorm enthusiastisch" war, ihre Geschichte zu erzählen. Ein typischer Tag in dieser Zeit sah so aus, dass er mit einem Aufnahmegerät in seiner Aktentasche zur Prinzessin radelte und die beiden vor dem Mittagessen Mortons Fragen beantworteten und Dianas Geschichten aufzeichneten. Nachdem sie mit dem Essen fertig waren, widmeten sie sich den letzten Fragen und machten Schluss für den Tag. 

Gegenüber der britischen Zeitung "Daily Mail" verriet er zudem, dass er sich die Aufnahmen manchmal auch noch einmal in einem Café anhörte: "Ich setzte mir die Kopfhörer auf, schaltete das Tonbandgerät ein und hörte zu, wie Diana über Bulimie sprach, wovon ich noch nie gehört hatte, über ihre Selbstmordversuche und über diese Frau namens Camilla Parker Bowles. Es war, als würde man ein Paralleluniversum betreten, ich ging aus dem Café und dachte: 'Wow, was habe ich da nur gehört?'"

Warum hat Diana mit Andrew Morton zusammengearbeitet?

James Colhurst betonte in einem Interview, dass Dianas Aufnahmen eine Möglichkeit für sie waren, mit dem "Schmerz, der Wut, der Frustration und dem Ärger" umzugehen, den sie gegenüber der königlichen Familie empfand. "Man wurde davon mitgerissen. Es war sehr fesselnd", fügte er hinzu. Dem Arzt zufolge waren die Berater von Prinz Charles besorgt, dass Diana den zukünftigen König in den Schatten stellen würde und versuchten deshalb, ihre Präsenz in der Firma abzuschwächen. "Ihr Charakter wurde heruntergeschraubt – wie sie es sah, eine Kampagne, um sie ins Abseits zu drängen und sie von den Jungs [William und Harry] zu entfernen", so Colthurst.

Andrew Morton
Andrew Morton nach der Veröffentlichung seines Buches "Diana – Her True Story".
© Tim Graham Photo Library / Getty Images

Er erklärte, dass sich Diana unter anderem deshalb dazu gezwungen sah, sich zu äußern – sie befürchtete, ihre Söhne zu verlieren: "Das war ihre Sorge, dass sie die Jungen verlieren würde – das war die Hauptsorge, die über allem anderen stand – und, dass sie eine Verunglimpfung ihres Charakters als Mittel benutzten, um das zu erreichen, war ein verständlicher nächster Schritt."

Was macht Dr. James Colthurst heute? 

Berichten zufolge ist Dr. James Colthurst verheiratet und hat zwei Töchter. Heute lebt er in Berkshire, wie "The Sun" erfahren haben will, hier hat er auch als Direktor eines medizinischen Forschungsunternehmens gearbeitet.

Dr. James Colthurst hat bereits mehrfach über seine Freundschaft mit Diana gesprochen, unter anderem 2017 in der Channel 4-Dokumentation "Diana: In Her Own Words".

Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, thesun.co.uk, marieclaire.com.au, independent.co.uk, twitter.com, youtube.com, The Crown

aen Gala

Mehr zum Thema

Gala entdecken