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Interview von Meghan + Harry Fieser Streich hat das Leben einer Royal-Expertin "zerstört"

Herzogin Meghan und Prinz Harry
© Matt Dunham - WPA Pool / Getty Images
Im März 2021 gaben Herzogin Meghan und Prinz Harry ihr explosives Oprah-Interview. Kurz vor Ausstrahlung des Gesprächs wurde Royal-Expertin Victoria Arbiter durch einen Trick dazu gebracht, das Gespräch zu kommentieren – mit schweren Folgen, gegen die sie sich heute zur Wehr setzt.

Am 7. März 2021 wurde das Enthüllungsinterview von Herzogin Meghan, 40, und Prinz Harry, 37, auf dem US-Sender CBS ausgestrahlt. Zuvor wurden zwar kurze Ausschnitte des Gesprächs herausgegeben, der Großteil des Gesprächs blieb bis zur Ausstrahlung geheim.

Doch durch einen fiesen Trick wurde Victoria Arbiter, 48, Tochter des ehemaligen Pressesprechers der Queen, Dickie Arbiter, 81, dazu gebracht, das Interview von Oprah Winfrey, 68, mit dem Herzog und der Herzogin von Sussex zu kommentieren, bevor es ausgestrahlt wurde. Die Folgen: Arbiter wurde von ihrem Arbeitgeber, dem US-Nachrichtensender CNN, gekündigt und im Internet von der sogenannten "Sussex Squad", der Internet-Fan-Gruppe, die Prinz Harry und seine Frau unterstützt, aufs Übelste beschimpft.

Was ist passiert?

Die Betrüger Archie Manners und Josh Pieters brachten Victoria Arbiter und drei weitere royale Kommentator:innen dazu, zwei Tage vor der eigentlichen Ausstrahlung des Interviews ihre Meinung zu äußern. Zu den Betrogenen gehört auch der Vater von Victoria Arbiter, Dickie Arbiter. Ihnen wurde gesagt, dass sie an einer Sendung teilnehmen würden, die nach dem Oprah-Interview auf ITV ausgestrahlt wird. Dafür bräuchten die Programmmacher, die den falschen Firmennamen "Beneath the Fold" verwendet haben, eine Vorabaufzeichnung. Victoria Arbiter weiß, dass es in der Branche eine gängige Praxis ist, Interviews im Voraus zu geben, und dass sie lediglich versucht habe, einem ihrer Meinung nach seriösen Programmmacher zu helfen. Arbiter wurde ein Honorar von 300 Pfund (rund 349 Euro) versprochen, das sie allerdings nie bekommen habe.

Während des gefälschten Interviews lehnte Victoria Arbiter manchmal einen Kommentar ab und wies darauf hin, dass sie nicht wisse, was in der Sendung vorkommen würde. Ihre Kommentare sollen ausschließlich auf Ausschnitten basiert haben, die von den Sendern bereits gesendet worden waren. So sagte Arbiter unter anderem: "Sie [Oprah] hat die schwierigen Fragen gestellt, sie musste die schwierigen Fragen stellen ... Aber gleichzeitig denke ich, dass sie diese Fragen in einem sympathischen Licht gestellt hat." Sie wurde auch zu dem Streit zwischen Prinz William, 40, und Prinz Harry befragt. "Wenn man das brüderliche Zerwürfnis so beschreibt, wie sie es in dem Interview getan haben, kann man nicht anders, als unglaublich bewegt, fassungslos und traurig über all das zu sein", antwortete die Royal-Expertin.

Heute weiß Arbiter, dass das YouTube-Video mit dem Titel "Wir beweisen, dass königliche Experten lügen" stark bearbeitet wurde und Teile des Interviews ausgelassen wurden, sodass der Anschein entstand, sie würde so tun, als ob sie den gesamten Inhalt des Interviews kennen würde. Als der Clip auf YouTube veröffentlicht wurde, erkannte sie schließlich, dass sie hereingelegt wurde und wusste, was als Nächstes kommen würde. "Ich konnte kaum atmen", erinnert sie sich, "es war schrecklich. Ich sah zu, wie sich der Schaden entfaltete." Einige Tage später sagte CNN ein Angebot für einen neuen Vertrag ab. "Ich habe es geliebt, für CNN zu arbeiten. Es war der Höhepunkt meiner Karriere", sagt Arbiter. Sie hat acht Jahre lang für den Sender gearbeitet. Auch andere TV-Sender brüskierten sie später.

"Ich will einfach nur meinen Namen reinwaschen"

Dagegen will die 48-Jährige nun rechtliche Schritte einleiten, wie "The Telegraph" berichtet. Der auf YouTube verbreitete Streich hat die alleinerziehende Mutter im vergangenen Jahr Zehntausende Pfund an Einnahmen gekostet. Sie glaubt, dass sie das Opfer einer betrügerischen Falschdarstellung sei. "Ich will einfach nur meinen Namen reinwaschen und möchte, dass sie sich entschuldigen und für das, was sie getan haben, zur Rechenschaft gezogen werden. Sie wollten sich einen Spaß erlauben und etwas Geld verdienen und haben dabei mein Leben, wie ich es kannte, zerstört. Wenn meine Familie und meine Freunde nicht gewesen wären, wüsste ich nicht, wie die Sache ausgegangen wäre", sagt Arbiter.

"Ich habe buchstäblich meine gesamte Arbeit verloren", so Arbiter und betont: "Ich wurde gnadenlos verhöhnt. Ich suchte einen Arzt auf, der bei mir akute Angstzustände und Depressionen diagnostizierte. Ich leide immer noch an Schlaflosigkeit." Die beiden Betrüger haben laut der 48-Jährigen "absichtlich zugelassen, dass die Sussex-Truppe ihr Schlimmstes tut. [...] Ich habe das Einkommen von 15 Monaten verloren, ganz zu schweigen von zukünftigen Möglichkeiten, und ich stehe kurz davor, mein Zuhause zu verlieren. Ich bin eine alleinerziehende Mutter, die einen Sohn zu versorgen hat. Ich habe angefangen, zu einer Beratung zu gehen, musste aber wegen der hohen Kosten damit aufhören. Mein Charakter wurde angegriffen, ich wurde öffentlich gedemütigt und mein Ruf liegt in Trümmern." Sie verrät, dass sie "dunkle Gedanken" gehabt habe. "Man kann nur so viel ertragen, wie man will, wenn der Hass von allen Seiten auf einen einprasselt."

Victoria Arbiter wurde inzwischen aus dem Video entfernt, nachdem ihre Anwälte bei "Kingsley Napley" Beschwerde eingelegt haben. Doch der Schaden bleibt.

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, youtube.com

aen Gala


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